Fesselspielchen erzürnt Eltern
Geknebelter Santa Claus in Werbung wird abgemahnt
publiziert: Freitag, 29. Jan 2016 / 12:39 Uhr

Canberra/Surry Hills - Die Unterwäsche-Werbung von Honey Birdette zu Weihnachten in den australischen Filialen hat gegen die Richtlinien des Advertising Standards Bureaus (ASB) verstossen - diese Entscheidung wurde nun ein Monat nach den Feiertagen veröffentlicht. Danach suggerieren die Fesselspielchen mit dem Weihnachtsmann sexuelle Gewalt.

Ein geknebelter Santa Claus mit einer spärlich bekleideten Frau und dem Schriftzug «Stille Nacht», Santa Claus liegt auf dem Boden und das Model in Unterwäsche steht triumphierend vor ihm - das waren die Motive der Weihnachtskampagne von Honey Birdette. Schon während der Weihnachtszeit hagelte es Beschwerden.

Santa und Sex inkompatibel

«Die Anzeige verwendet einen leicht erkennbaren Helden der Kinder - Santa Claus - um Aufmerksamkeit auf Werbung für einen Sex-Shop zu lenken, der sich als hochwertiges Lingerie-Geschäft ausgibt», kritisieren die einen. Andere werden konkreter: «Kinder fühlen sich natürlich vom Bild vom Weihnachtsmann angezogen, besonders, weil er gestolpert zu sein scheint. Das könnte sie besorgen. Die Verbindung zwischen Santa und Sex ist einfach falsch.»

Das ASB hat darum entschieden: «Die Mehrheit des Gremiums ist der Meinung, dass das Bild von Santa, der gefesselt und geknebelt ist, im Zusammenspiel mit der Darstellung einer Frau in Unterwäsche, die über ihm steht, während er festgebunden ist, auf sexuelle Gewalt hindeuten könnte und der Gesichtsausdruck von Santa verstärkt diesen Eindruck noch.»

Hersteller fühlt sich unschuldig

Honey Birdette hat die Plakate inzwischen abgenommen - aber nur, weil die Weihnachtssaison schon vorbei ist. Das Unternehmen ist sich nämlich keiner Schuld bewusst und weist einen weiteren der Vorwürfe gegen die Anzeige zurück: «Wir wehren uns gegen die Aussage, dass das Bild extrem herabwürdigend gegenüber Frauen ist und Frauen sexualisiert werden - vielleicht ist diese Beschwerde von jemandem gekommen, der nicht verstanden hat, dass wir Unterwäsche verkaufen», heisst es in einem Statement. «Um Lingerie zu vermarkten, ist es notwendig, ein Model zu zeigen, das sie auch trägt - wir tun das auf eine Art und Weise, die Frauen stärkt und nicht herabwürdigt.»

(bert/pte)

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