Geheimdienste schnüffeln bei Schweizer Banken
publiziert: Mittwoch, 7. Jul 2010 / 15:12 Uhr
Bundesrat Ueli Maurer und Markus Seiler Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes.
Bundesrat Ueli Maurer und Markus Seiler Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes.

Bern - Die Schweizer Banken sind im vergangenen Jahr ins Visier ausländischer Nachrichtendienste geraten. Dies zumindest behauptet der Schweizer Nachrichtendienst. Demnach könnten Geheimdienste für die Beschaffung von CDs mit Bankkundendaten verantwortlich sein.

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Die Finanzkrise und die damit einhergehenden Verluste von Steuergeldern hätten «einzelne ausländische Staaten» dazu bewogen, «aktiv» Informationen zu beschaffen, um in der Schweiz nach unversteuertem Geld ihrer Bürger zu suchen, heisst es im am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht des Nachrichtendienstes.

Konkrete Anhaltspunkte werden nicht genannt. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) hält lediglich fest, fremde Nachrichtendienste könnten mittels elektronischer Aufklärung Daten abfangen und Informanten in Schweizer Banken anwerben.

Ausländische Spione hielten den Nachrichtendienst nicht nur im Zusammenhang mit den Banken auf Trab. Laut dem NDB führen unter anderem die Spuren eines Spionagefalls in der NATO in die Schweiz: Ein russischer Führungsoffizier benutzte die Schweiz als logistische Basis.

Schweiz als «Feindin des Islams»

In seinem Jahresbericht beurteilt der NDB allgemein die Bedrohungen und Gefahren für die Schweiz. Als «eine der aktuellsten Bedrohungen» betrachtet er den Terrorismus. Dabei warnt der NDB aber auch vor Überreaktionen. Diese könnten «im schlimmsten Fall» die Grundwerte in Frage stellen.

Die Annahme der Anti-Minarett-Initiative hat laut dem NDB die Bedrohungslage «nur unwesentlich» verändert. Festzustellen sei allerdings seither eine Propagierung und Wahrnehmung der Schweiz als «Feindin des Islams», schreibt der Nachrichtendienst. Setze sich diese Sichtweise durch, nehme die Terrorismus-Gefahr zu.

Besetzung von Fernseh-Räumen und Grabschändung

Im vergangenen Jahr beschäftigten sich die Staatsschützer aber primär mit Aktionen anderer Art. Im Dezember besetzten 50 Personen kurdischer Herkunft während drei Stunden Räumlichkeiten des Schweizer Fernsehens. Sie forderten einen TV-Beitrag über die Haftbedingungen von Abdullah Öcalan. 44 Personen wurden vorübergehend festgenommen, wie dem Bericht zu entnehmen ist.

(sl/sda)

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Ochgott ist das doch schlimm ... Dabei könnte man ...
... Loyalität und Verschwiegenheit nach aussen, ausserhalb der eigenen Firma gerade dadurch fördern, resp. schaffen, wenn MAN zu den eigenen UND gegenüber diesen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen - auf jeder Stufe (!) - AUCH absolut loyal, glaubwürdig und ZUVERLÄSSIG wäre!

Das ist es, was ich aus vielen Gesprächen entnehmen kann. Gerade das ist viel-fach schlicht und einfach nicht der Fall!

Da wundert es nicht, wenn es für Interessierte, u.a. Geheimdienste, auch Firmen selbst, kein Problem zu sein scheint, sich Daten zu beschaffen durch internes Personal, das zu diesem Zweck gekauft ... wurde! Auch Daten von Behörden können so gleichermassen gekauft werden .... Mensch bleibt Mensch, wenn's genug dabei zu verdienen gibt ...! Nicht immer, aber doch immer wieder, wie die vielen Beispiele es zeigen.

Es ist gut so, meine ich - in diesem Fall, wo die Bescheisser - die reichen Steuerhinterzieher u.a. - aufgedeckt werden können.

Das sind mit Bestimmtheit nicht Leute aus der Schicht der Normalverdiener oder sogar Kleinverdiener, sondern, wie immer (!), solche, denen es finanziell so gut geht, dass sich Steuerhinterziehung in jedem Fall zu lohnen scheint!
Und zwar erflogreich.
Die Geheimdienste waren in Ihrer Arbeit sehr erfolgreich.Es wurden Datenmengen abgezügelt gegen die der Daten-CD-Diebstahl Peanuts sind.
Zudem ziehen die Geheimdienste auch Daten von Firmen ab um diese dann im eigenen Land zu verwenden. Die Wirtschaftspionage wird von den Geheimdiensten sehr aktiv betrieben.
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