Gefängnis für ehemalige Gategroup-Managerin
publiziert: Freitag, 7. Sep 2012 / 16:48 Uhr
Der Betrugsfall war durch den «auffälligen Lebensstil» der Täterin aufgeflogen.
Der Betrugsfall war durch den «auffälligen Lebensstil» der Täterin aufgeflogen.

Kopenhagen - Eine ehemalige Managerin des Cateringunternehmens Gategroup ist wegen Veruntreuung vom Amtsgericht der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden.

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Der früheren Nordeuropa-Chefin des Tochterunternehmens Gate Gourmet wurde vorgeworfen, den Konzern in den Jahren 2008 bis 2011 um 24 Mio. Fr. betrogen zu haben. Die Dänin war im März 2011 verhaftet worden. Die Managerin zeigte sich vor Gericht geständig, umgerechnet gut 20 Mio. Fr. abgezweigt zu haben, wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau am Freitag berichtete.

Bei dem Urteil berücksichtigten die Richter, dass die Angeklagte die Ermittlungen unterstützte und Verfehlungen gestanden hat. Staatsanwalt Hans Jacob Folker hatte eine Gefängnisstrafe von sechs Jahren gefordert.

Nachdem die Machenschaften der Frau aufgeflogen waren, trat der damalige Gategroup-Chef Guy Dubois zurück. Der Konzern konnte einen Teil des abgezweigten Geldes sicherstellen und versuchte, weitere Gelder zurückzuholen, wie Gategroup-Sprecher Jean-Luc Ferrazzini auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Bis Ende 2011 hatten 6,6 Mio. Fr. eingetrieben werden können.

Extravaganter Lebensstil

Seit dem Betrugsfall überprüft das Unternehmen die Lebensläufe der Mitarbeitenden nun häufiger auf Unstimmigkeiten, wie Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid angekündigt hat. Für ihren extravaganten Lebensstil habe die Frau «ein durchtriebenes Lügengebilde errichtet», sagte Schmid vor einem Jahr in der «SonntagsZeitung».

«Der Betrug war raffiniert von jemandem angelegt, der die Kontrollsysteme kannte und sie planmässig umging. Wenn jemand so vorgeht, ist es schwierig, Betrügereien aufzudecken», so Schmid. «Bei einem auffälligen Lebensstil, der krass von einer grosszügig definierten 'Norm' abweicht, werden wir aber hellhörig.»

Die Betrugsaffäre entwickelte sich für die Managerin zur Familientragödie, wie Ritzau festhält: Ihr Mann habe sich das Leben genommen und die beiden kleinen Söhne müssten nun für einige Zeit auch ohne Mutter an der Seite aufwachsen.

(bert/sda)

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