Airline-Caterer in den roten Zahlen
Gategroup schreibt Verlust von 63,4 Millionen Franken
publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 07:52 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 08:28 Uhr
Der Airline-Caterer Gategroup leidet unter den Wechselkursverlusten.
Der Airline-Caterer Gategroup leidet unter den Wechselkursverlusten.

Kloten - Der Airline-Caterer Gategroup ist 2015 in die roten Zahlen gerutscht. Wechselkursverluste, Restrukturierungskosten und weitere Sondereffekte brockten Gategroup einen den Aktionären zurechenbarer Verlust von 63,4 Millionen Franken ein.

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Im Vorjahr hatte der Flugzeug-Verpfleger noch einen Gewinn von 38,9 Millionen Franken geschrieben. Ohne die Wechselkurseffekte, eine Vorfälligkeitsgebühr für eine Refinanzierung und die weiteren Sondereffekte hätte der Gewinn im abgelaufenen Jahr 41,0 Millionen Franken betragen, teilte Gategroup am Donnerstag mit.

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Amortisationen und Abschreibungen (EBITDA) sackte um 15,5 Prozent auf 142,4 Millionen Franken ab. Als Gründe für den Rückgang gibt Gategroup Sondereffekte von 27 Millionen Franken für eine Rückstellung für den ratifizierten US-Tarifvertrag an, sonstige Rückstellungen sowie «Kosten im Zusammenhang mit Aktionärsaktivismus». Im Februar war der Machtkampf mit zwei Minderheitsaktionären wieder aufgebrochen.

Die beiden Hedgefonds RBR Capital und Cologny zeigen sich bereits seit längerem unzufrieden mit dem Geschäftsverlauf bei Gategroup. Sie kritisieren miserable Geschäftsergebnisse, mangelnde Corporate Governance und unzureichende Kontrolle der Geschäftsleitung.

Deshalb wollen sie ihren Einfluss auf Gategroup erhöhen, indem sie an der Generalversammlung vom 14. April Veränderungen im Verwaltungsrat herbeiführen wollen. Gategroup hingegen wehrt sich gegen diese Pläne.

Gategroup sieht sich auf Kurs

In der Mitteilung vom Donnerstag betonte das Unternehmen denn auch, es sei auf Kurs. Die Umsetzung der Gateway-2020-Strategie mit dem Fokus auf Wachstum in Kombination mit Kosteneffizienz führe bereits im ersten Jahr des Fünfjahresplans zur Margenverbesserung.

Ohne die Sonder- und Wechselkurseffekte sei das bereinigte EBITDA zu konstanten Wechselkursen um 7,2 Prozent auf 180,8 Millionen Franken gestiegen, die Marge habe sich damit um 0,2 Prozentpunkte erhöht, schreibt das Unternehmen.

Der Umsatz wuchs laut der Mitteilung währungsbereinigt um 3,3 Prozent. Auf den ausgewiesenen Umsatz drückte aber die Frankenstärke. Werden die im Ausland erzielten Einnahmen in Franken umgerechnet, ergibt sich ein leichtes Umsatzminus von 0,4 Prozent auf 2,996 Milliarden Franken.

Die Zusammenarbeit von Verwaltungsrat, Geschäftsführung und dem ganzen Gategroup-Team trage Früchte, schreibt Gategroup. Die Hälfte der angestrebten Gemeinkostenreduktion sei umgesetzt. Bis Ende 2016 will das Unternehmen 300 Stellen streichen. Dadurch erhofft sich Gategroup Einsparungen von jährlich 20 Millionen Franken.

(kris/sda)

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