Verhärtete Fronten
Gategroup-Investoren bestehen auf ihrer Maximalforderung
publiziert: Montag, 21. Mrz 2016 / 09:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 21. Mrz 2016 / 19:58 Uhr
Bei Gategroup will man auf Kontinuität setzen.
Bei Gategroup will man auf Kontinuität setzen.

Zürich - Im Konflikt beim angeschlagenen Flugverpfleger Gategroup bleiben die Fronten verhärtet: Das Kompromissangebot des Airline-Caterers geht den oppositionellen Hedgefunds RBR Capital Advisors und Cologny Advisors nicht weit genug.

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Der bisherige Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid solle an der nächsten Generalversammlung abgewählt werden, bekräftigen die Investoren am Montag ihre Forderung in einem offenen Brief an die anderen Aktionäre.

Man habe bereits mit mehreren "sehr hochkarätigen" Kandidaten gesprochen, die bereit seien, diese Position zu übernehmen, heisst es weiter. Auch die beiden Verwaltungsratsmitglieder Anthonie Stal und Remo Brunschwiler sollten ihren Stuhl räumen, lautet die unveränderte Forderung der Hedgefunds. Im Gegenzug sollen der Chef von RBR Capital Rudolf Bohli sowie Nils Engel neu in das Gremium gewählt werden.

Kompromissvorschlag reicht nicht

Gategroup hatte am Montagmorgen Kompromissbereitschaft signalisiert: Der Gruppe empfahl der Generalversammlung von Mitte April alle Verwaltungsräte zur Wiederwahl. Darunter auch der oppositionelle Hedgefonds-Vertreter Gerard van Kesteren, den man bisher loswerden wollte. Gleichzeitig kündigte Verwaltungsratspräsident Schmid an, auf die Generalversammlung 2017 aus dem Aufsichtsgremium zurückzutreten.

Die Hedgefunds anerkennen in den Schreiben zwar die jüngsten Fortschritte, die gemacht worden seien. Es müsse aber noch viel mehr getan werden, um Gategroup wieder zu gesunden..

Zeichen der Kontinuität

Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid dagegen zeigte sich von der Einigung mit Van Kesteren zufrieden. Das gebe in der aktuellen Phase der Strategieumsetzung ein klares Zeichen der Kontinuität, hiess es in der Mitteilung von Gategroup

Van Kesteren liess sich zitieren, er sei erfreut, wie der Verwaltungsrat in schwierigen Zeiten eine Lösung für das Unternehmen ausgearbeitet habe. Er werde seinen Teil "durch die volle Unterstützung des Verwaltungsrats, seines Präsidenten und der gemeinsam mit dem Management entwickelten Strategie" beitragen.

Langwieriger Machtkampf

Die angeschlagene Gategroup sieht sich seit längerem von den beiden Minderheitsaktionären bedrängt. Sie halten 11,3 Prozent an dem Unternehmen und verlangten wiederholt Änderungen im Verwaltungsrat. Besonders ein Dorn im Auge ist ihnen Schmid.

Mitte Februar gab der Verwaltungsrat bekannt, er wolle an der Generalversammlung zwei zusätzliche Mitglieder einschliesslich des Präsidenten wählen lassen. Gategroup widersetzte sich in der Folge aber der Wiederwahl van Kesterens.

Mit der am Montag publizierten Einigung ist zumindest diese Forderung vom Tisch. Zudem kommt Schmids Rücktritt 2017 den Wünschen der Hedgefonds entgegen.

Auf Sparkurs

Gategroup fuhr 2015 wegen Wechselkurseffekten, Restrukturierungskosten und Rückstellungen einen Verlust von 63,4 Millionen Franken ein. Ohne diese Effekte hätte sich die Lage aber leicht verbessert.

Mit der Gateway-2020-Strategie stellte die Gruppe im letzten Jahr einen neuen Turnaround-Plan vor. Beispielsweise sollen 300 Führungspositionen abgebaut werden. Die Hälfte der dadurch angestrebten Einsparungen von 20 Millionen Franken konnte laut Gategroup bereits umgesetzt werden.

(fest/sda)

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