Laut BFE
Gasversorgung auch in Krisenlagen gewährleistet
publiziert: Freitag, 29. Aug 2014 / 11:17 Uhr
Den Gasherd auch in schweren Zeiten zum schwitzen bringen. (Symbolbild)
Den Gasherd auch in schweren Zeiten zum schwitzen bringen. (Symbolbild)

Bern - Die Schweizer Erdgasversorgung ist laut Bundesamt für Energie (BFE) gut gegen Risiken und Krisen gerüstet. Das Departement für Umwelt, Energie, Verkehr und Kommunikation (UVEK) stellte diese Woche Brüssel seine Stellungnahme zum «Stresstest Energiesicherheit» zu.

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Der BFE-Bericht «Risikobewertung Erdgasversorgung Schweiz» bildet die Grundlage für diese Stellungnahme. Er ist im Hinblick auf die angestrebte verstärkte Kooperation der Schweiz mit dem Gaskrisenmanagement der EU erarbeitet worden, wie das BFE am Freitag mitteilte.

Reale Ereignisse

Die in der Risikobewertung untersuchten Störszenarien orientierten sich an realen Ereignissen der letzten Jahre, die zu kritischen Situationen in der Gasversorgung geführt hatten. In diesen Situationen habe die Versorgung der Schweizer Gaskunden immer aufrecht erhalten werden können, hält das BFE dazu fest.

Die Erdgasversorgung der Schweizer Kunden könne sowohl beim Ausfall der grössten Versorgungsinfrastruktur als auch unter aussergewöhnlichen Witterungs- oder Verbrauchsbedingungen gewährleistet werden. Entscheidend dafür seien in erster Linie die Importkapazitäten der Erdgasnetze, da die Schweiz nicht über grosse Gasspeicher, Gasproduktion oder LNG-Anlagen (Verflüssigtes Erdgas) im Inland verfüge.

300'000 Gasanlagen in der Schweiz

Von den rund 300'000 Gasanlagen in der Schweiz könnten etwa 7000 Anlagen in Industrie- und Dienstleistungsbetrieben sowie bei grossen Heizungsanlagen von Erdgas auf Erdöl umgeschaltet werden.

Mit der Umschaltung dieser so genannten Zweistoffanlagen könne der Gasverbrauch innerhalb kurzer Zeit um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Im Fall einer gleichzeitigen generellen Heizölunterversorgung bestehen Heizöl-Pflichtlager im Umfang des Verbrauchs von viereinhalb Monaten, die verwendet werden könnten.

Der hohe Anteil von Erdgas-Kunden mit Zweistoffanlagen bleibe für die Versorgungssicherheit der Schweiz auch künftig bedeutend, obwohl in den Krisensituationen der vergangenen Jahre Umschaltungen vollständig oder teilweise mit zusätzlichen Käufen von Erdgas am Markt verhindert werden konnten. Als Beispiele werden die Krise Ukraine-Russland von 2009 oder der Unterbruch der Transitgasleitung bei Guttannen 2010 genannt.

Gas vom Süden her

Die geplante Umrüstung der Transitgas-Leitung werde die Umkehrung der Flussrichtung ermöglichen, so dass künftig auch Gas von Süden her transportiert werden könne. Dadurch werde sich die Sicherheit der Schweizer Erdgasversorgung weiter verbessern. Es wird damit gerechnet, dass der so genannte Reverse-Flow ab 2018 in Betrieb gehen kann.

2013 deckte das zu 100 Prozent importierte Erdgas 13,5 Prozent des Endenergieverbrauchs in der Schweiz ab. Grösste Verbrauchergruppe seien die Haushalte mit rund 43 Prozent gewesen, gefolgt von der Industrie mit 33 Prozent und den Dienstleistungen mit 23 Prozent. Die Endverbraucherausgaben für Erdgas beliefen sich im vergangenen Jahr auf 2,84 Milliarden Franken.

(awe/sda)

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