Fusion von EADS und BAE geplatzt
publiziert: Mittwoch, 10. Okt 2012 / 14:23 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Okt 2012 / 17:45 Uhr
BAE Systems.
BAE Systems.

London - Die Fusion des deutsch-französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS mit dem britischen Rüstungslieferanten BAE ist am Streit der beteiligten Regierungen gescheitert. EADS, unter anderem Entwickler der Airbus-Flugzeuge, und BAE sehen die Schuld bei der deutschen Regierung.

Mergers & Acquisitions, Management Buy-Outs, Nachfolgelösungen und Finanzierungen
BridgeLink AG
Centralbahnstrasse 7
4002 Basel
1 Meldung im Zusammenhang
Die beiden Unternehmen beschlossen nach eigenen Angaben am Mittwoch, ihre Gespräche über einen Zusammenschluss zu beenden. Es sei klar, dass die Interessen der jeweiligen Regierungen bezüglich der Anteile nicht in Einklang gebracht werden könnten, begründeten sie den Schritt.

Im Falle eines Zusammenschlusses von EADS mit BAE Systems wäre in der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie ein Branchenführer mit einem Umsatz von rund 72 Mrd. Euro und weltweit gut 220'000 Beschäftigten entstanden. Einen neuen Anlauf werde es so schnell nicht geben, hiess es.

Unternehmen enttäuscht

«Es ist natürlich schade, dass wir keinen Erfolg hatten, aber ich bin froh, dass wir es versucht haben», erklärte EADS-Chef Tom Enders, der sich besonders für die Fusion eingesetzt hatte. «Wir sind enttäuscht, dass es uns nicht gelungen ist, mit unseren staatlichen Eigentümern eine Vereinbarung zu finden», klagte BAE-Chef Ian King.

Solange sich das politische Umfeld nicht geändert habe, wollen die Briten keinen neuen Vorstoss wagen. Die deutsche Regierung habe ihre Ablehnung der Fusion nicht begründet, sagte ein EADS-Sprecher. Frankreich und Grossbritannien hätten für einen Zusammenschluss plädiert.

Deutschlands Interessen

«Es gab Probleme mit der deutschen Regierung», hiess es auch von der Seite von BAE. Der Luftfahrtkoordinator der deutschen Regierung, Peter Hintze, verteidigte die Blockade. Deutschland habe lediglich seine industriepolitischen Interessen gewahrt.

Deutschlands Forderungen, nämlich einem gleichen Anteil an neuen Unternehmen wie Frankreich und Grossbritannien sowie weitreichende Standort- und Arbeitsplatzzusicherungen, sei entsprochen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen. Allerdings habe der deutsche Verhandlungsführer Lars-Hendrik Röller letztlich den Daumen über die Fusionspläne gesenkt.

Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière wies den Vorwurf zurück, die Fusion mit der britischen BAE Systems sei an Deutschland gescheitert. «Ich habe die Meinung zur Kenntnis genommen. Ich teile sie nicht», sagte er in Brüssel.

Die beiden Unternehmen hätten am Mittwoch bis 18.00 Uhr (MESZ) Zeit gehabt, bei der britischen Übernahmekommission eine Verlängerung der Fusionsfrist um maximal 28 Tage zu beantragen. Offenbar sahen die Manager aber keine Perspektive, in dieser Zeit mit den Regierungen Frankreichs, Grossbritanniens und Deutschlands eine Einigung über die Beteiligungen der jeweiligen Länder zu erreichen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - In der Rüstungsbranche bahnt sich ein Mega-Zusammenschluss an. Der EADS-Konzern bestätigte am Mittwoch Fusionsgespräche mit dem britische Konkurrenten BAE Systems. Zuvor hatten die Briten über einen möglichen Zusammenschluss informiert. mehr lesen 
Mergers & Acquisitions, Management Buy-Outs, Nachfolgelösungen und Finanzierungen
BridgeLink AG
Centralbahnstrasse 7
4002 Basel
CTS wird Marktführer im Live Entertainment in der Schweiz.
CTS wird Marktführer im Live Entertainment in der Schweiz.
Konzerte  München - Europas grösster Ticketvermarkter CTS Eventim mit Sitz in München übernimmt 80 Prozent der ABC Production, die der Konzertveranstalter André Béchir gegründet hat. 
Rewe übernimmt  Basel - Die Migros Basel zieht sich aus dem defizitären Deutschland-Geschäft zurück. ...
Die Migros kommt bei Rewe unter.
Die Übernahme von Portec soll die Marktpräsenz in Nordamerika steigern.
Stärkung der Marktpräsenz  Sant'Antonino TI - Das Tessiner Fördertechnik-Unternehmen Interroll übernimmt den ...  
Industrie  Winterthur - In Winterthur entstehen rund 200 neue Stellen: Der internationale Werkzeugmaschinen-Hersteller DMG Mori Seiki zieht nach Winterthur. An der Sulzerallee in Hegi will die Firma einen neuen Hauptsitz bauen.  
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3061
    Zeichen für was? Schaden? Also Grendel, Sie wollen also ein Gesetzt annehmen dass der Schweiz ... gestern 21:24
  • grendel aus Herisau 3
    zeichen setzen ich mach mir keine illusionen, dass eine annahme gross verbesserungen ... Mo, 17.06.13 19:24
  • BigBrother aus Arisdorf 1362
    einfach naiv und blauäugig Die Umsetzung der Initiative wird bestimmt einfach sein, denn bei einer ... Mo, 17.06.13 15:56
  • thomy aus Bern 3841
    Liiieeeber jorian ... Einfach so ein (un-)gutes Gefühl ... Jetzt interessiert es mich nicht ... Mo, 17.06.13 11:22
  • jorian aus Gretzenbach 1196
    Humor Sie sind nicht neugierig, warum wollen Sie dann wissen, wer hinter dem ... So, 16.06.13 22:15
  • Heidi aus Oberburg 875
    was nein, thomy? Haben Sie keine Ahnung, obwohl ich das mehrmals hier im Forum erwähnt ... So, 16.06.13 21:58
  • thomy aus Bern 3841
    Nein, liebe Heidi ... ... so genau weiss ich es nicht - Allerhöchstens kann ich etwas ahnen. ... So, 16.06.13 21:08
  • jorian aus Gretzenbach 1196
    Gewerkschaften Ich war bei der UNIA, ich war bei der SYNA und beim SBKPV. Brauchte ... Fr, 14.06.13 06:39
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
17.06.2013
SWISSAVANS AG SWISS CLINICAL AND DIAGNOSTICS Logo
17.06.2013
m2b studio Logo
17.06.2013
MakeUrCake Logo
15.06.2013
DIETER MEIER Logo
14.06.2013
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 22°C 29°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen
Basel 18°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen
St.Gallen 23°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 19°C 32°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen
Luzern 20°C 34°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen
Genf 20°C 31°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen
Lugano 23°C 29°C bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten