
London - Die Fusion des deutsch-französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS mit dem britischen Rüstungslieferanten BAE ist am Streit der beteiligten Regierungen gescheitert. EADS, unter anderem Entwickler der Airbus-Flugzeuge, und BAE sehen die Schuld bei der deutschen Regierung.
Im Falle eines Zusammenschlusses von EADS mit BAE Systems wäre in der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie ein Branchenführer mit einem Umsatz von rund 72 Mrd. Euro und weltweit gut 220'000 Beschäftigten entstanden. Einen neuen Anlauf werde es so schnell nicht geben, hiess es.
Unternehmen enttäuscht
«Es ist natürlich schade, dass wir keinen Erfolg hatten, aber ich bin froh, dass wir es versucht haben», erklärte EADS-Chef Tom Enders, der sich besonders für die Fusion eingesetzt hatte. «Wir sind enttäuscht, dass es uns nicht gelungen ist, mit unseren staatlichen Eigentümern eine Vereinbarung zu finden», klagte BAE-Chef Ian King.
Solange sich das politische Umfeld nicht geändert habe, wollen die Briten keinen neuen Vorstoss wagen. Die deutsche Regierung habe ihre Ablehnung der Fusion nicht begründet, sagte ein EADS-Sprecher. Frankreich und Grossbritannien hätten für einen Zusammenschluss plädiert.
Deutschlands Interessen
«Es gab Probleme mit der deutschen Regierung», hiess es auch von der Seite von BAE. Der Luftfahrtkoordinator der deutschen Regierung, Peter Hintze, verteidigte die Blockade. Deutschland habe lediglich seine industriepolitischen Interessen gewahrt.
Deutschlands Forderungen, nämlich einem gleichen Anteil an neuen Unternehmen wie Frankreich und Grossbritannien sowie weitreichende Standort- und Arbeitsplatzzusicherungen, sei entsprochen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen. Allerdings habe der deutsche Verhandlungsführer Lars-Hendrik Röller letztlich den Daumen über die Fusionspläne gesenkt.
Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière wies den Vorwurf zurück, die Fusion mit der britischen BAE Systems sei an Deutschland gescheitert. «Ich habe die Meinung zur Kenntnis genommen. Ich teile sie nicht», sagte er in Brüssel.
Die beiden Unternehmen hätten am Mittwoch bis 18.00 Uhr (MESZ) Zeit gehabt, bei der britischen Übernahmekommission eine Verlängerung der Fusionsfrist um maximal 28 Tage zu beantragen. Offenbar sahen die Manager aber keine Perspektive, in dieser Zeit mit den Regierungen Frankreichs, Grossbritanniens und Deutschlands eine Einigung über die Beteiligungen der jeweiligen Länder zu erreichen.
(bert/sda)
- Midas aus Dubai 3061
Zeichen für was? Schaden? Also Grendel, Sie wollen also ein Gesetzt annehmen dass der Schweiz ... gestern 21:24 - grendel aus Herisau 3
zeichen setzen ich mach mir keine illusionen, dass eine annahme gross verbesserungen ... Mo, 17.06.13 19:24 - BigBrother aus Arisdorf 1362
einfach naiv und blauäugig Die Umsetzung der Initiative wird bestimmt einfach sein, denn bei einer ... Mo, 17.06.13 15:56 - thomy aus Bern 3841
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was nein, thomy? Haben Sie keine Ahnung, obwohl ich das mehrmals hier im Forum erwähnt ... So, 16.06.13 21:58 - thomy aus Bern 3841
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Gewerkschaften Ich war bei der UNIA, ich war bei der SYNA und beim SBKPV. Brauchte ... Fr, 14.06.13 06:39
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