Verbrauchervertrauen und Arbeitslosigkeit bereiten Sorgen
Frankreichs Wirtschaft beklagt Konsumflaute
publiziert: Montag, 15. Jul 2013 / 12:01 Uhr
François Hollande hat weitere Massnahmen angekündigt. (Archivbild)
François Hollande hat weitere Massnahmen angekündigt. (Archivbild)

Paris - Frankreich ist das geheime Sorgenkind Europas. Der «kranke Mann», wie das Land zuweilen bezeichnet wird, findet bislang keine nachhaltigen Antworten auf die schlechte Wirtschaftslage in seinem Haus.

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Im vergangenen Juni ist das Verbrauchervertrauen auf den niedrigsten Stand seit den Aufzeichnungen von 1972 gefallen. Unsicherheit macht sich in der Bevölkerung breit. «Die Konsumenten waren immer schon der Motor der französischen Wirtschaft», sagt Jean-Paul Fitoussi, Wirtschaftsexperte am Institut d'Études Politiques in Paris. «Woher kommt dann das Wachstum, wenn diese Maschine nicht mehr funktioniert?», fragt er.

Wieder Rezession

Die Sparquote ist 2012 gegenüber dem Jahr zuvor von 17 auf 15,5 Prozent zurückgegangen. Am Monatsende bleibt den Leuten weniger zum «Auf-die-Seite-Legen» übrig, gleichzeitig will der Franzose auf noch schlechtere Zeiten vorbereitet sein. Das Land ist innerhalb von nur vier Jahren bereits zum zweiten Mal in die Rezession gerutscht. Die Arbeitslosenquote liegt gegenwärtig bei 10,9 Prozent, Tendenz steigend. Dieser Wert wurde zuletzt 1997 erreicht. Vor allem die junge Generation ist zunehmend mit beruflicher Perspektivlosigkeit konfrontiert.

Die inferiore Performance des Autobauers PSA Peugeot Citroen steht symbolhaft für das Dilemma, in dem die «Grande Nation» derzeit steckt. Die Politik hat darauf reagiert. Paris spart ausgaben- sowie einnahmenseitig - das heisst Kürzung von Sozialausgaben und Steuererhöhungen. Mit diesen Massnahmen stösst gewöhnlich kein Politiker auf Gegenliebe bei der Bevölkerung. François Hollande hat es in Anbetracht der in Frankreich vergleichsweise gut organisierten Gewerkschaften und traditionellen Streikkultur besonders schwer.

Investitionspaket geschnürt

Während die Ausgaben für Lebensmittel und Wohnen steigen, bleiben die Löhne auf gleichem Niveau. Hollande beschreibt die momentane Situation als ernst und hat unlängst weitere Massnahmen angekündigt, um vor allem der Jugendarbeitslosigkeit einen Riegel vorzuschieben. Wie die New York Times berichtet, plant er Investitionen in der Höhe von zwölf Mrd. Euro für die Industriezweige Energie, Luftfahrt, Gesundheit und IT. Ob dadurch auch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der französischen Unternehmen den so lang erwarteten Schub bekommt, bleibt abzuwarten.

(bert/pte)

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