Frankfurter Flughafen sucht Gespräch
publiziert: Mittwoch, 22. Feb 2012 / 11:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Feb 2012 / 12:26 Uhr
Fraport setzt zur Zeit Aushilfskräfte ein.
Fraport setzt zur Zeit Aushilfskräfte ein.

Frankfurt/Main - Bewegung im Streik am Frankfurter Flughafen: Der Flughafenbetreiber Fraport hat der Gewerkschaft der Flugsicherung am Mittwoch schriftlich Gespräche angeboten. Die Gewerkschaft GdF reagierte zurückhaltend.

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Das Gesprächsangebot ist mit der Aufforderung verbunden, die Streikmassnahmen auf dem Vorfeld des Flughafens umgehend zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wie Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte mitteilte. «Dass diese Auseinandersetzung weiter zulasten der Passagiere und Fluggesellschaften geht, muss ein Ende haben.»

Fraport sei bereits in einigen Punkten auf die Forderungen der Gewerkschaft eingegangen und habe sie teilweise auch nahezu erfüllt. Andere Forderungen bezeichnete der Flughafenbetreieber aber als zuhoch.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Dirk Vogelsang, reagierte zurückhaltend auf das Gesprächsangebot. Es liege ihm noch nicht vor, sagte er zur Nachrichtenagentur dapd. Die Gewerkschaft habe bereits Kompromissbereitschaft gezeigt, indem sie den Schlichterspruch in dem Lohnkonflikt angenommen habe.

Vogelsang forderte, diesen als Basis für weitere Gespräche zu nehmen. Innerhalb des Schlichterspruchs gebe es schliesslich nur noch wenige Konfliktpunkte.

200 Arbeiter im Streik

Am Mittwoch wurde der Streik knapp 200 Mitarbeiter auf dem Vorfeld am Frankfurter Flughafen fortgesetzt. Nach Angaben des Flughafenbetreibers sind insgesamt 1260 Flüge geplant, davon wurden 163 annulliert. Es könnten aber im Laufe des Tages noch einige hinzukommen.

Fraport setzt Aushilfskräfte ein, die die Abwicklung des Verkehrs immer besser in den Griff bekommen. Gespräche zwischen den Tarifparteien gab es zunächst keine. Die Situation war verfahren.

Ersatzkräfte hatten am Dienstag die Abfertigung von mehr als 80 Prozent der geplanten Flüge gesichert und für einen laut Fraport «geregelten» Betrieb gesorgt. Auch für einen längeren Arbeitskampf sieht sich das Unternehmen gut gerüstet.

«Wir haben uns darauf vorbereitet, auch längere Streikphasen zu überstehen», sagte Firmensprecher Mike Schweitzer. Nach Angaben von Fraport verlangt die GdF für die Lotsen und Kontrolleure Lohnerhöhungen von bis zu 70 Prozent. Die Gewerkschaften weisen dies zurück und sprechen von Fantasiezahlen.

(bert/sda)

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