Aufwertung des Frankens gefährdet Renten
Frankenstärke vernichtet Milliarden an Pensionskassengeldern
publiziert: Sonntag, 14. Aug 2011 / 08:17 Uhr
Daniel Lampart, SGB-Chefökonom
Daniel Lampart, SGB-Chefökonom

Bern - Die Aufwertung des Frankens gefährdet auch die Renten von Schweizer Arbeitnehmern. Nach Berechnungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) wurden dadurch in den letzten 20 Monaten bei den Pensionskassen bis zu 50 Milliarden Franken vernichtet.

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Dies sagte SGB-Ökonom Daniel Lampart in einem Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». Er kritisierte auch die Pläne von Bundesrat Didier Burkhalter zur Senkung der Renten via Reduktion des Umwandlungssatzes als «nicht seriös begründet». Einmal mehr sei das Innendepartement «sehr salopp unterwegs, was die ökonomischen Grundlagen von wichtigen Sozialwerken angeht».

Untergrenze zum Euro

Lampart plädierte dafür, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine Untergrenze für den Wechselkurs mit dem Euro festlegt. «Ich tendiere auf 1,40 Franken für 1 Euro», sagte er. Die Untergrenze müsse ökonomisch solide begründet sein.

Der Ökonom erinnerte daran, dass das SNB-Direktorium einen «konkreten Auftrag» habe. «Weigern sich die Direktoren, etwas gegen den starken Franken zu unternehmen, muss man das Nationalbankgesetz präzisieren.»

Jaeger: SNB kann nicht viel tun

Diesen Einschätzungen widerspricht Franz Jaeger, Professor an der Hochschule St. Gallen. In einem Gastbeitrag in «Der Sonntag» schreibt der Professor für Wirtschaftspolitik, da die Frankenstärke nicht hausgemacht sei, könne die Schweiz selbst wenig tun.

Die Frankenkrise werde «verursacht durch die Schwäche zweier wirtschaftlicher Weltmächte. Die Krisentreiber liegen somit weitestgehend ausserhalb jeglicher Reichweite schweizerischer Wirtschafts- und Währungspolitik.» Gemeint sind der Euroraum und die USA.

Die SNB könne angesichts der Grössenverhältnisse nichts anderes tun, «als den durch Spekulation, Angst und Panik obendrein ausgelösten Aufwertungsabsurditäten die Spitze zu brechen.»

Es liege jetzt am Bundesrat, «alles zu tun, um die frankenabwertenden Geld- und Kapitalwegflüsse via Kapitalverkehrsbilanz massiv zu verstärken», schrieb Jaeger.

Maurer gegen kurzfristige Interventionen

Bundesrat Ueli Maurer sprach sich gegenüber «Der Sonntag» gegen kurzfristige Interventionen aus. Angesprochen auf das Massnahmenpaket gegen den starken Franken, das Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann am kommenden Mittwoch im Bundesrat einbringen will, sagte Maurer, er sei gegenüber kurzfristigen Massnahmen skeptisch.

(asu/sda)

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