Fluglärmverteilung wird zur Knacknuss
publiziert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 10:21 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 15:37 Uhr
Verteilung des Fluglärms innerhalb der Schweiz wird Herausforderung.
Verteilung des Fluglärms innerhalb der Schweiz wird Herausforderung.

Zürich - Nach Ansicht des Zürcher Regierungsrates hat der zwischen der Schweiz und Deutschland ausgehandelte Kompromiss im Fluglärmstreit «schwerwiegende Folgen für den Kanton Zürich».

5 Meldungen im Zusammenhang
Eine abschliessende Beurteilung könne jedoch erst gemacht werden, wenn das Ergebnis der schweizinternen Lastenverteilung feststehe. Der Staatsvertrag beinhaltet eine erhebliche Ausweitung der flugfreien Zeiten für Süddeutschland und führt damit zu einer Verlagerung des Fluglärms in die Schweiz.

Im Zentrum der Interessenabwägung stehen gemäss Mitteilung der Zürcher Regierung vom Donnerstag deshalb die massive Mehrbelastung der Zürcher Bevölkerung durch den Fluglärm sowie die volkswirtschaftliche Bedeutung und die angemessene Entwicklung des Flughafens.

Gespräche zur Lärmverteilung

Bundesrätin Doris Leuthard wird gemäss Mitteilung im Spätsommer die betroffenen Kantone zu einer Besprechung über die definitive Lärmverteilung innerhalb der Schweiz einladen.

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion ihrerseits werde mit der konsultativen Konferenz Flughafen Zürich, in welcher die betroffenen Regionen vertreten sind, das Gespräch aufnehmen.

Die von Bundesrätin Leuthard ausgehandelte Betriebsform soll 2020 in Kraft treten und erfordert zwingend den Ausbau des Pistensystems (Pistenverlängerung) am Flughafen Zürich.

Neben der Ratifizierung durch die Parlamente der Schweiz und Deutschlands braucht es deshalb für die Umsetzung des Staatsvertrags gestützt auf das Zürcher Flughafengesetz zusätzliche Entscheide von Regierungsrat und Kantonsrat des Kantons Zürich sowie einen allfälligen Volksentscheid.

Zürcher Parteien wehren sich gegen Pistenausbau

Zürcher Parteien teilen die Ansicht des Regierungsrates, dass der zwischen der Schweiz und Deutschland ausgehandelte Kompromiss im Fluglärmstreit schwerwiegende Folgen für den Kanton Zürich hat. Sie sprechen sich gegen den im Vertrag geforderten Pistenausbau aus.

Die SP Kanton Zürich wendet sich gegen jeglichen Ausbau der Kapazitäten am Flughafen, wie die Partei am Donnerstag mitteilte. Folglich komme auch eine Pistenverlängerung nicht in Frage.

Die Grünen lehnen den Pistenausbau aus klimapolitischen Gründen «entschieden» ab. Für die EVP ist die Pistenverlängerung ebenfalls «kein gangbarer Weg».

Für die SVP stellt sich die Frage nach dem Pistenausbau gar nicht. Das Luftverkehrsabkommen der Schweiz mit Deutschland ist aus ihrer Sicht als «Knebelvertrag und Kapitulationserklärung von Bundesrätin Leuthard» abzulehnen.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Das eidgenössische Parlament wird Mitte 2013 über den Fluglärm-Staatsvertrag entscheiden. Diesen Termin hat das ... mehr lesen
Fluglärm-Staatsvertrag kommt Mitte 2013 ins Parlament
Im September soll der Fluglärm-Vertrag unterzeichnet werden.
Berlin - Der Fluglärm-Vertrag kann unterzeichnet werden. Eine Woche nach der ... mehr lesen
Bern - Der Bundesrat hat am Mittwoch den Staatsvertrag mit Deutschland im Fluglärmstreit gutgeheissen. Gleichzeitig hat er ... mehr lesen
Der Staatsvertrag soll im September unterzeichnet werden.
Der Vorschlag findet sich in einem vertraulichen Diskussionspapier.
Zürich - Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) schlägt vor, dass der Bund künftig alleine über das Pistensystem an ... mehr lesen 1
Zürich - Das umstrittene neue Regime für ausländische Taxis am Flughafen Zürich kann in Kraft treten. Der genau Zeitpunkt ... mehr lesen
Neues Regime für ausländische Taxis kann in Kraft treten.
Die Suche nach dem Flugzeug geht weiter.
Die Suche nach dem Flugzeug geht weiter.
Verschollene Boeing unauffindbar  Sydney - Das an der Westküste Australiens angespülte Treibgut gehört nach offiziellen Angaben sehr wahrscheinlich nicht zu dem verschollenen Malaysia-Airlines-Flugzeug. Das gab die australische Behörde ATSB am Donnerstag nach einer Fotoauswertung bekannt. 
Wrackteil von MH370 am Strand von Australien? Sydney - In Australien ist Treibgut angespült worden, das von dem verschwundenen ...
Die Suche nach dem Wrack bleibt immer noch erfolgslos. (Archivbild)
Zyklon «Jack» behindert Suche nach Flug MH370 massiv Sydney - Ein Zyklon über dem Indischen Ozean hat am Dienstag die ...
MH370-Suche mit U-Boot erfolglos Kuala Lumpur - Weitere Tauchgänge der U-Boot-Drohne Bluefin-21 im Indischen Ozean haben ...
Trotz mehr Umsatz  Seattle - Der US-Flugzeugbauer Boeing ist trotz reissender Nachfrage nach seinen Verkehrsfliegern mit weniger Gewinn ins Jahr gestartet. ...
Trotz hoher Nachfrage hat der US-Flugzeugbauer Boeing weniger Gewinn erzielt.
Blinder Passagier an Bord?
Luftverkehr  San Jose - Ein blinder Passagier im Fahrwerk eines Flugzeugs hat in den USA eine Diskussion über ...  
Titel Forum Teaser
  • tigerkralle aus Winznau 87
    Nörgeler Grüne Das ENSI sagtalles OK !!!!!!!¨Also last Müleberg laufen und zieht allen ... Mo, 21.04.14 11:46
  • HeinrichFrei aus Zürich 320
    Atomkraftwerk Mühleberg bei Bern das Risse hat sofort abschalten Fessenheim und auch die anderen Atomkraftwerke Frankreichs sind auch ... Mo, 21.04.14 09:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 808
    Oh, oh, Schäfchen "vorab etwas zur Rhetorik. Da gibt es eine einfache Technik, die häufig ... So, 20.04.14 19:02
  • keinschaf aus Henau 2223
    Unser Herr Chefökonom des SGB ... Sa, 19.04.14 15:19
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Metzger & Bankster Vermischen Sie bitte die Bankster & Metztger nicht die ganze ... Sa, 19.04.14 07:07
  • keinschaf aus Henau 2223
    Korrektur "Die arbeiten offenbar alle in Grossunternehmen und in der Baubranche, ... Fr, 18.04.14 22:11
  • keinschaf aus Henau 2223
    Ironie! Liebe Heidi... ich weiss, es ist nicht immer einfach, geschriebene und ... Fr, 18.04.14 22:01
  • Heidi aus Oberburg 959
    Das ist nicht wahr Ich arbeite in der Baubranche, und da ist niemand für Fr. 22.00/h ... Fr, 18.04.14 21:50
Kathy Riklin ist Nationalrätin der CVP und Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK der Strategiegruppe EnergieSchweiz.
Green Investment Klimapolitik: «Business as usual» ist hochriskant Die jüngsten Berichte des UN-Klimarats ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
16.04.2014
15.04.2014
B BERYL DJ Logo
15.04.2014
14.04.2014
14.04.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 8°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 6°C 15°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 8°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 8°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 8°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 9°C 21°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 10°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten