Finanzzusage nach Hungerrevolte in Haiti
publiziert: Sonntag, 13. Apr 2008 / 22:52 Uhr

Port-au-Prince - Angesichts der Hungerrevolte in Haiti hat die Weltbank eine Soforthilfe von 10 Mio. Dollar zugesagt. Zudem soll bald eine Expertengruppe nach Haiti reisen, um mit den Behörden über ein Krisenprogramm zu beraten.

Haitis Präsident René Préval.
Haitis Präsident René Préval.
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Die Soforthilfe sei nötig, weil «arme Familien die Lebensmittelpreise nicht mehr tragen können», hiess es in der Erklärung der Weltbank in Washington. Zuvor hatte bereits Venezuelas Präsident Hugo Chávez Hilfslieferungen angekündigt. Caracas werde 364 Tonnen Lebensmittel schicken.

Haiti ist das ärmste Land des amerikanischen Kontinents. Bei den Unruhen auf der Karibikinsel waren in den vergangenen Tagen fünf Menschen getötet und 200 verletzt worden. Am Sonntag beruhigte sich die Lage.

Die UNO-Mission in Haiti (MINUSTAH) verurteilte unterdessen die tödlichen Schüsse auf einen nigerianischen Polizisten der Mission. Der 36-Jährige war am Samstag in der Hauptstadt Port-au-Prince getötet worden. Er trug zu diesem Zeitpunkt Zivilkleidung.

Haitis Präsident René Préval kündigte nach den Massenprotesten eine Preissenkung für Reis an. Der Preis für einen 50-Kilogramm-Sack Reis werde um acht Dollar gesenkt, sagte er. Innerhalb einer Woche hatte sich der Preis für das Grundnahrungsmittel auf 70 Dollar verdoppelt.

(dl/sda)

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