Finanzbranche stemmt sich gegen neue Abgaben
publiziert: Donnerstag, 10. Jun 2010 / 21:58 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Jun 2010 / 22:54 Uhr

Wien - Die Banken fahren in ihrem Kampf gegen eine strenge Regulierung der Finanzmärkte schweres Geschütz auf. Die derzeit diskutierten Vorschläge kosteten bei Umsetzung fast zehn Millionen Jobs, warnte der Internationale Bankenverband (IIF) in Wien.

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Josef Ackermann ist Vorsitzender des IIF. (Archivbild)
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Denn die Neuregelungen drohten das Wachstum der wichtigsten Wirtschaftsräume in den nächsten fünf Jahren um drei Prozent zu bremsen.

Der Verband, dem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vorsitzt, vertritt weltweit über 400 Institute und stemmt sich vehement gegen neue Bankenabgaben, scharfe Kapitalvorschriften und andere engere Zügel für die Branche.

Eine Reform der bestehenden Regelwerke sei notwendig für die Stabilität der Banken und auch wichtig für die Weltwirtschaft, räumte Ackermann ein. Einige der Vorschläge wiesen auch in die richtig Richtung.

«Es gibt aber einen Preis dafür, das Banksystem sicherer und stabiler zu machen: Und dieser Preis wird unvermeidbar von der Realwirtschaft getragen», betonte IIF-Direktor Peter Sands, Chef der britischen Bank Standard Chartered.

Cecchetti: Auswirkungen vernachlässigbar

Widerspruch kommt von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ): Deren Chefökonom Stephen Cecchetti hatte unlängst betont, die Auswirkungen der neuen Bankvorschriften auf das Wirtschaftswachstum seien vernachlässigbar.

Die Banken basierten ihre Schreckensszenarien auf der Annahme, dass sie ihr Verhalten bei neuen Regeln gar nicht änderten. Zudem gingen die Institute von maximalen Folgen maximaler Änderung bei der Regulierung aus.

Ungeachtet der Kritik forderte Ackermann vom kommenden Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer in Kanada Augenmass und Ausgewogenheit bei den neuen Bankvorschriften.

Die Staats- und Regierungschefs der G20 wollen an ihrem Treffen am 26. und 27. Juni über die Konsequenzen aus der Finanzkrise diskutieren - und wie man die Institute an den Aufräumarbeiten beteiligen kann.

(bert/sda)

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Nicht nur Profitabilität !
Grossbanken wünschen und gehen davon aus, dass auf Dauer alles möglichst so belassen wird, wie es ist und war. Mehr Regulierung und Kontrolle sowie Steuern, Gebühren usw. werden von ihnen mit sachlich fragwürdigen Argumenten und Methoden bekämpft.! Solche würden „nur Kosten verursachen, ihre Profitabilität beeinträchtigen, den Finanzplatz und schliesslich die ganze Volkswirtschaft und Millionen von Arbeitsplätzen in Mitleidenschaft ziehen“. Lauter tendenziös prognostizierte Schreckenszenarien ! Gemäss glaubwürdigerer widersprechender Aussage sind solche „bezüglich Wirtschaftswachstum vernachlässigbar“ !! Interventionen in ihre Organisationsstruktur betr. Grössenordnung sowie in ihr überbordendes Lohn- und Vergütungswesen "widersprächen den Grundsätzen liberaler Politik". Im Ernstfall erwartet man aber vom Staat Stützungs- wenn nicht sogar Rettungsmassnahmen.
Uneinsichtig verteidigen sie ihren Anspruch auf Selbstregulierung. Grössenwahn, Machtanspruch, Rücksichtslosigkeit, Unverschämtheit sind an der Tagesordnung. Nicht vorab weltweite Vermögensverwaltung mit gigantischem Risiko, nicht mehr vorab Profitabilität sondern Dienst am Gemeinwohl im Rahmen ihrer ursprünglichen Kernaufgabe z. h. von Privatkundschaft und Realwirtschaft ist jetzt gefordert. Aussagen wie „Der Preis für die Reform der Regelwerke zur Stabilisierung und Sicherheit der Banken werde durch die Realwirtschaft zu tragen sein“, ist eine Zumutung ! Die systematische Beseitigung der Abhängigkeit der echte Wertschöpfung und Beschäftigung schaffenden Realwirtschaft (Werkplatz und Landwirtschaft), von der weitgehend unproduktiven Finanzwirtschaft und ihrem ausser Kontrolle geratenem Bankensystem (dessen angeblich über 10%iger Anteil am BIP sich widerholt in -0 auflöst, ist unabdingbar. Gefragt sind somit globales Umdenken und Handeln bei Wertepluralismus.
Frei Marktwirftschat ist....
.... wenn man den Tod anderer in Kauf nimmt.
Die wahren Terroristen
Diese gefährlichen Trottel müssen von der Politik gestoppt werden. Der neo liberale Wirtschaftstraum ist geplatzt. Nur will man das nicht wahrhaben.
ARROGANT - wie eh und je
Als Erstes muss nun die Parteienfinanzierung geregelt werden, damit die Politiker losgelöst von ihren Sponsoren urteilen und handeln können. Die arroganten Banker haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt und sind sich keiner Schuld bewusst. Dass viele Banken nicht kollabiert sind und das Weltwirtschaftssytem noch funktioniert, verdanken sie schlussendlich den Steuerzahlern. Nun müssen die Banken akzeptieren, dass strenge Regulierungen diskutiert und irgendwann vielleicht mal umgesetzt werden müssen. Es reicht, wenn die Risiken beim Betrieb eines AKW's nicht versichert werden können.
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    Flussdichte Immerhin wird Tesla in den SI-Einheiten verewigt. Die physikalische ... heute 05:26
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    Ja stimmt Ich finde es einfach so interessant, dass das Elektroauto über 100 ... gestern 18:43
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