Fiat-Chef droht mit Abzug der Produktion aus Italien
publiziert: Mittwoch, 28. Jul 2010 / 18:17 Uhr
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Fiat-Chef Sergio Marchionne.
Fiat-Chef Sergio Marchionne.

Mailand - Im Streit um die Produktionsbedingungen in Italien verschärft Fiat seine Gangart. Konzernchef Sergio Marchionne verlangte am Mittwoch von Gewerkschaften und Regierung Garantien für rentable Fabriken in der Heimat.

1 Meldung im Zusammenhang

Zur Debatte stünden nicht nur Investitionen von 20 Mrd. Euro, sondern auch die Präsenz von Fiat in Italien, sagte Marchionne bei dem Treffen mit Gewerkschaftern und Regierungsvertretern. «Wenn sich Fiat in Italien nicht auf Zusagen verlassen kann, dann müssen wir woanders hingehen.» Italien sei weltweit der einzige Markt, auf dem der Konzern Verluste mache.

Aktion gegen Arbeitsrecht

Das demonstrative Motorengeheul des Traditionskonzerns und grössten Autoproduzenten des Landes folgt auf einen Kavalierstart, mit dem Marchionne das für sein strenges Arbeitsrecht bekannte Italien auf Produktivität trimmen wollte.

Erst rang er Arbeitern in einer Fabrik bei Neapel weitreichende Veränderungen ihrer Verträge ab, dann kündigte er in der vergangenen Woche völlig überraschend die Produktionsverlagerung mehrerer neuer Modelle vom Stammsitz in Turin nach Serbien an.

Kritik von allen Seiten

Dafür schallt ihm Kritik von vielen Seiten entgegen: Nicht nur Arbeitsplätze könnten auf der Strecke bleiben, auch die Rolle Italiens als wichtiger Produktionsstandort sei gefährdet, schimpften Regierungsmitglieder.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi meldete sich persönlich zu Wort und appellierte an die Verantwortung des Autokonzerns. Auch in einer freien Marktwirtschaft zähle er darauf, dass die Verlagerung ins Ausland keine Jobs in Italien gefährde, erklärte er.

(fest/sda)

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...ein nötiges Übel. Entstanden durch den endlosen Missbrauch der Arbeitgeber am Arbeitnehmer.

Nur leider sind die (meisten) Gewerkschaften heute zu mächtig und falsch gesteuert.
Überfällig
Endlich bietet mal einer den masslos arroganten Gewerkschaftern die Stirn und zeigt auf, was der italienischen Wirtschaft am meisten Schaden zufügt : Streik. Es vergeht keine Woche, ohne dass irgendein Berufszweig streikt. So braucht man sich zu wundern, wenn die Produktionen aus Italien flüchten.
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