Fertigprodukte liegen im Trend
publiziert: Freitag, 14. Jul 2006 / 22:52 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Jul 2006 / 10:21 Uhr

Bern - Die Zeiten sind hektisch. Auch beim Essen muss es schnell gehen. Trotz Hochkonjunktur der Discounter sind viele Konsumenten bereit, die nicht gerade tiefen Preise für Fertigprodukte zu bezahlen. Der Schweizer Convenience-Markt profitiert.

Mit Betty Bossi allein erzielte Coop 2005 vor allem mit Convenience rund 400 Mio. Franken.
Mit Betty Bossi allein erzielte Coop 2005 vor allem mit Convenience rund 400 Mio. Franken.
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In den Regalen der Grossverteiler nehmen Convenience-Produkte (Fertiggerichte) immer mehr Platz in Anspruch. Die Palette reicht von der Fertigsauce bis zum vorgekochten Mikrowellenmenu. Absoluter Renner sind die gewaschenen und gerüsteten Fertigsalate.

Branchenführer Coop

Der Markt für Convenience in der Schweiz wird auf rund 1,3 Mrd. (nur Tankstellenshops) bis 3 Mrd. Fr. geschätzt. Abgrenzungsprobleme bei den Produkten und unterschiedliche Vertriebskanäle (Miteinbezug der Kioske) führen zu verschieden hohen Schätzungen.

Die beiden Grossverteiler Coop und Migros dominieren den Schweizer Markt fast vollständig. Branchenführer ist Coop mit einem Marktanteil zwischen 45 und 50 Prozent, wie Coop-Sprecher Karl Weisskopf auf Anfrage erklärt. Der Marktanteil von Migros liege leicht darunter.

Coop schätzt den eigenen Jahresumsatz mit Convenience-Produkten auf rund 800 Mio. Franken. Mit Betty Bossi allein erzielte Coop 2005 vor allem mit Convenience rund 400 Mio. Franken. Zusätzlich setzten die Pronto-Shops 317 Mio. Fr. um.

Zugeknöpft gibt sich die Migros. Der Grossverteiler gibt keine Umsatzzahlen Convenience bekannt und will auch den Marktanteil nicht beziffern. Zum Stand der Zusammenarbeit mit Valora in der Cevanova AG mit ihren 137 Avec-Läden heisst es lediglich «wir sind im Aufbau». Auch die Migros räumt aber ein, dass Fertigprodukte einem Trend entsprechen und daher will Migros dabei bleiben.

Bäume wachsen nicht in den Himmel

In der Tat wächst der Convenience-Markt stetig aufgrund der steigenden Mobilität der Bevölkerung und der vermehrten Verpflegung unterwegs. Doch die Bäume wachsen inzwischen nicht mehr in den Himmel. Während die Zuwachsraten von 2002 bis 2004 förmlich explodierten, nimmt der Markt inzwischen nur noch mässig zu.

Das Beispiel Betty Bossi illustriert das rasante Wachstum sowie das Abflachen in den vergangenen Jahren. Beim Start von Betty Bossi 2002 betrug der Umsatz fast 100 Mio. Franken. Ein Jahr später kletterte er auf 360 Mio. Franken. 2004 setzte Betty Bossi fast 400 Mio. Fr. um und im vergangenen Jahren knapp über 400 Mio. Franken.

Imageprodukt

Der Umsatz ist aber immer noch klar steigend, wie es bei Coop heisst. Bei der heutigen grossen Bedeutung sind Zuwachsraten wie zu Beginn schlicht nicht mehr zu erreichen. Coop hat sich nach eigenen Angaben mit Convenience profilieren können. Es seien Imageprodukte. Eine gewisse Konkurrenzierung gebe es mit Weight Watchers und den eigenen Restaurants.

Das Vorurteil «Convenience gleich Fast Food» scheint kaum mehr zu gelten. Bewusst werden gerade Früchte und Gemüse angeboten. Die Fertigprodukte kosten deutlich mehr als die Ausgangsprodukte. Mehr Verarbeitung und Logistik sowie höhere Abschreibungen sind der Grund dafür. Die Margen sollen aber mit anderen Produkten vergleichbar sein.

(Alexa Clemenz Berger/sda)

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