Ferien mit Alt-Bundesrat Leuenberger ab 6900 Franken
publiziert: Dienstag, 25. Sep 2012 / 10:31 Uhr
Neben Benedikt Wechsler wird auch Moritz Leuenberger an der Reise teilnehmen.
Neben Benedikt Wechsler wird auch Moritz Leuenberger an der Reise teilnehmen.

Bern - «Background Diplomatique - Reisen mit Persönlichkeiten aus der Diplomatie»: Das bietet künftig das Reisebüro Globetrotter an. Für den Kontakt zu Botschaftern sorgt ein Diplomat im Dienstes des Aussendepartements. Eine Grauzone, wie das EDA zugibt.

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«Alles ist transparent, alt Botschafter Benedikt Wechsler hat vom Aussendepartement die Erlaubnis erhalten, sich in seiner Freizeit diesem Projekt zu widmen», sagte Jean-Marc Crevoisier, Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte einen Bericht der Westschweizer Zeitung «Le Matin».

«Die Tatsache, dass sich Diplomaten der Bevölkerung öffnen, ist eine gute Sache», sagte Crevoisier. Allerdings dürften schon Fragen gestellt werden. Etwa ob die Vermischung von Diplomatie und bezahlter touristischer Arbeit zulässig sei. Der kommerzielle Aspekt sei tatsächlich eine «Grauzone».

Wechsler arbeitet Teilzeit als diplomatischer Berater für das Staatssekretariat im EDA. Und nebenbei führt er im kommenden Jahr zusammen mit alt Bundesrat Moritz Leuenberger eine Reise für maximal fünfzehn Interessierte nach New York und Washington durch.

Vorgesehen ist ein Treffen mit UNO-Botschafter Paul Seger und dem Schweizer Botschafter Manuel Sager in Washington. Auf dem Programm stehen weitere Treffen unter anderem mit den Exekutivdirektoren, welche die Schweiz bei der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds vertreten.

Diplomaten als Türöffner

Ziel der Background-Reisen ist es, eine bestimmte Region mit der Expertise von vorwiegend ehemaligen diplomatischen Vertretern aus der Schweiz zu bereisen, wie der Geschäftsführer von Globetrotter, Ruedi Bless, in einem Prospekt wirbt. Die ehemaligen Diplomaten seien in der Lage, als «Türöffner» vor Ort spannende Begegnungen zu organisieren.

«Die diplomatischen Reiseführer ermöglichen einen Einblick in die Politik und die Wirtschaft eines Landes», sagte Bless auf Anfrage. Es gehe auch darum eine gewisse Öffnung und Transparenz der Schweizer Diplomatie aufzuzeigen. Angeboten werden im kommenden je eine Reise nach Kuba, nach Aserbaidschan und Georgien, Brasilien, Katar und Oman sowie nach Burma.

Die Reisen mit den Diplomaten dauern acht bis fünfzehn Tage und kosten zwischen 6900 und 9900 Franken. Allerdings führten die Diplomaten nicht fürs Geld durch die Regionen, sondern aus Freude, sagte Bless.

Evaluation steht noch aus

Die Bewilligung für das Reiseangebot wurde Anfang Jahr in der Übergangsphase von Micheline Calmy-Rey zu Didier Burkhalter erteilt, sagte EDA-Sprecher Crevoisier weiter. Ende Jahr werde das Konzept überprüft.

Globetrotter-Chef Bless betonte, dass die Idee der diplomatischen Hintergrundreisen die Idee seines Reiseunternehmens war. Er habe sich daraufhin auf die Suche nach einem Partner gemacht, der eine Verbindung mit Botschaftern herstellen könnte und sei mit Wechsler fündig geworden.

Bless gründete 1996 zusammen mit dem Journalisten und Nahost-Experten Erich Gysling bereits Background Tours für Studienreisen. Dabei arbeitet der Reiseanbieter mit Schweizer Korrespondenten verschiedener Medien zusammen.

(bert/sda)

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Nur wenn....
Nur wenn ich mit Moritzli in den Kongo darf und ihn da im Busch verlieren kann.
2 Szenarien
A:
Die SVP verlangt eine PUK, den Rücktritt von EWS und die Ausschaffung von Leuenberger.

B: Die SVP erkennt hier ihre Chance und bietet sofort solche Reisen an mit ihren Lieblingen, den beiden Christophs, Toni und Toni, This, Oskar, Erich und/oder Natalie.
EWS muss trotzdem zurücktreten.
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