Fast 53'000 Kleinkinder vom Milchskandal betroffen
publiziert: Montag, 22. Sep 2008 / 08:05 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Sep 2008 / 15:07 Uhr

Peking - Der Skandal um verseuchte Milchprodukte in China nimmt immer erschreckendere Ausmasse an. Nach einem offiziellem Überblick mussten fast 53'000 Kleinkinder nach Konsum von mit Melamin vergiftetem Milchpulver ärztlich behandelt werden.

Nestlé nahm sogar ein Milchprodukt vom chinesischen Markt.
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Knapp 13'000 Kleinkinder befanden sich noch im Spital, 104 davon in einem ersten Zustand, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag in Peking sagte.

Acht von zehn der insgesamt 52'857 behandelten Kleinkinder waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums unter zwei Jahre alt. Seit Bekanntwerden des Skandals vor rund zehn Tagen starben vier Babys nach dem Verzehr von Milchpulver, das Melamin enthielt.

Die Industriechemikalie, die vor allem in Klebstoff und zur Herstellung von Plastikgegenständen verwendet wird, kann bei Babys Nierensteine auslösen. Durch den Stoff soll ein höherer Eiweissgehalt in Lebensmitteln vorgetäuscht werden.

Chefkontrolleur geht

Als Reaktion auf den Milchskandal erklärte der Chef der staatlichen Qualitätskontrolle, Li Changjiang, seinen Rücktritt. Dies sei mit Zustimmung der Regierung erfolgt, berichtete die amtlich Nachrichtenagentur Xinhua. Seinen Platz soll der bisherige Vize-Generalsekretär des chinesischen Staatsrates, Wang Yong, einnehmen.

Die chinesische Regierung hatte den Verantwortlichen bereits am Wochenende mit drastischen Strafen gedroht und künftig schärfere Kontrollen in der Milchindustrie versprochen. Präsident Hu Jintao warf Parteikadern schwere Versäumnisse vor.

Zahlreiche Länder in Asien und Afrika setzten aus Angst vor gesundheitsschädlichen Lebensmitteln den Import von chinesischer Milch sowie chinesischen Produkten, die Milch enthalten, aus. Nach Europa kamen die Milchprodukte nicht.

Der Skandal hatte mit der Entdeckung der Chemikalie in Baby-Milchpulver des chinesischen Herstellers Sanlu begonnen. Eine von den Behörden veranlasste Massenuntersuchung hatte ergeben, dass Proben von 22 Herstellern Melamin enthielten.

Auf rechtem Weg

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die chinesischen Behörden bei der Bewältigung des Milchskandals jetzt auf dem rechten Weg. «Sie machen es nun auf die richtige Art und Weise», sagte eine WHO-Sprecherin am Montag in Genf, nachdem die Organisation China zuvor heftig kritisiert hatte.

WHO-Vertreter in Asien hatten den Behörden vorgeworfen, nicht schnell genug gehandelt zu haben. «Diese Verschleppung der Berichte war nicht richtig», sagte die Sprecherin.

(fest/sda)

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