Facebook im Kleinformat und eine Reise in die Welt der Musikindustrie
publiziert: Dienstag, 9. Mrz 2010 / 14:48 Uhr

Wer sich als Unternehmen punkto Community-Bildung nicht mit einer Facebook-Fanseite oder einem Twitter-Account begnügen will, ist bei Hyperweek am richtigen Ort. Das Startup um Raphaël Briner, einem ehemaligen venture leader Teilnehmer, hat ein Framework für soziale Netzwerke entwickelt. Am gestrigen 12. Web Monday stellte der Startup-Gründer aus der Romandie sein Projekt vor.

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Dania Gerhardt von Amazee eröffnet den 12. Web Monday
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Weiterführende Links zur Meldung:

Web Monday

www.amazee.com/web-monday-zurich#0

Über 70 ICT-Freaks, Startup-Gründer und andere unternehmerisch Interessierte fanden sich in den Räumlichkeiten von Wuala ein, um sich am 12. Zürcher Web Monday die Startup-Präsentationen von Hyperweek, imusician digital und oSkope anzuhören.

Mit Hyperweek zur eigenen Community
Das Startup von Raphaël Briner hat sich auf die Entwicklung von Framework für soziale Netzwerke spezialisiert. Kunden sind Unternehmen, die in ihrem spezifischen Tätigkeitsfeld eine Community aufbauen möchten. Dabei können die User miteinander Informationen teilen, untereinander kommunizieren und wiederum verschiedenen Untergruppen beitreten – eben all das, was man auch auf Facebook tun kann, mit dem Unterschied, dass sich da alle Welt tummelt und nicht nur spezifisch interessierte Personen. Als Beispiel stellte Briner die neu gelaunchte Seite von Innoswiss.com vor, die das Ziel hat, den Austausch von Schweizer Innovatoren und ihre internationale Vernetzung zu fördern.

Musikindustrie: wer Fuss fassen will, muss den Markt kennen
Die Musikbranche ist ein hartes Geschäft und wer da Fuss fassen will, muss den Markt genau kennen. Das illustrierte Shigs Amemiya, Mitgründer von imusician digital, anhand eines kurzen Ausflugs in die Entwicklungsgeschichte der Musikindustrie. Während sich noch in den 1990er der eine oder andere die Nase mit dem Verkauf von CDs zu damalig stolzen Preisen von 30 Franken vergoldete, sind heute viele Menschen nicht mehr bereit, für Musik zu bezahlen. Laut Shigs empfinden heute die meisten einen Preis von rund 5 bis 8 Franken für eine CD als angemessen. Rund 60% konsumieren Musik illegal, in dem sie CDs brennen oder sich Alben beim Kollegen vom Computer herunterladen.

Weltweiter Vertrieb von digitaler Musik
Den Startup-Gründern von imusician digital ist es aber trotzdem gelungen, sich auf diesem hart umkämpften Markt zu etablieren und haben soeben den Break-Even erreicht. Dabei setzen Shigs Amemiya und Tobias Wirz auf den weltweiten Vertrieb von digitaler Musik. Wer ihren Service nützen möchte, kann einen Account eröffnen und in einem simplen Fünfschritte-Prozess sein Musikalbum zu einem Preis von 45 Franken hochladen. Imusician kümmert sich anschliessend darum, dass das Album auf allen relevanten Plattformen wie zum Beispiel iTunes oder Amazon zum Verkauf angeboten wird. Über ihr Konto können die Bands laufend prüfen, wer sich in welchem Land welche Songs herunter geladen hat und die Bezahlung per Knopfdruck auslösen. Zurzeit setzen rund 3‘000 Musiker auf den Dienst des Startups.

Visuelle Suche mit oSkope
Vor dem geselligen Beisammensein beim anschliessenden Apéro präsentierte Alain Leclerc von Bonin das Projekt oSkope der Grafikagentur Visualcontext. Dabei geht es um die Entwicklung einer visuellen Suche, die dem User ein besseres Erlebnisgefühl beim Online-Shoppen bietet. So können mit ihrem Service beispielsweise viel mehr Bilder auf einen Blick angezeigt und verschiedene Auswertungen – visual dargestellt – durchgeführt werden.

(es/venturelab)

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