FDP: Abstriche an der Weissgeldstrategie
publiziert: Samstag, 3. Apr 2010 / 10:45 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 4. Apr 2010 / 14:10 Uhr

Viele Freisinnige nehmen von Fulvio Pellis angestrebter «Weissgeldstrategie» offenbar Abstand.

Will Bankgeheimnis nicht kampflos aufgeben: Rolf Schweiger.
Will Bankgeheimnis nicht kampflos aufgeben: Rolf Schweiger.
6 Meldungen im Zusammenhang
Eine von Ständerat Rolf Schweiger angeführte Arbeitsgruppe empfiehlt nun, an der Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und -betrug festzuhalten, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ in ihrer Samstagsausgabe schreibt. Die Arbeitsgruppe, die am Donnerstag tagte, begründet dies mit dem Schutz der Privatsphäre.

Ebenfalls stellt sich die Arbeitsgruppe gegen Kontrollpflichten für Banken hinsichtlich der Steuerehrlichkeit ausländischer Kunden. Laut Schweiger will man die Entwicklung auf der internationalen Ebene abwarten, bevor neue Regeln für den Schweizer Finanzplatz aufgestellt werden.

«Interne Stellungnahme»

In zwei Wochen soll das Gremium die Anträge zu Handen der Delegiertenversammlung vom 24. April formulieren. Dies sagte Pelli auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Vorschläge der FDP-Finanzexperten wollte der Parteipräsident jedoch nicht kommentieren. Es handle sich dabei lediglich um eine Stellungnahme in der parteiinternen Vernehmlassung, sagte er.

Viele Freisinnige stellen sich offenbar gegen die von FDP-Präsident Fulvio Pelli und verschiedenen Werkplatzvertretern Anfang März vorgestellte «Weissgeldstrategie».

Interne Kritik

Das öffentliche Vorpreschen Fulvio Pellis vor den Medien war FPD-intern auf Kritik gestossen. Pelli und verschiedene Werkplatzvertreter wie die FDP-Nationalräte Otto Ineichen und Philipp Müller verlangten zuhanden der FDP-Delegiertenversammlung, im Schweizer Recht den neuen Straftatbestand «Erschwerte Steuerhinterziehung» zu schaffen. Dieser würde ähnlich hart geahndet wie Steuerbetrug.

Ausserdem sollten die Schweizer Banken künftig nur noch Geld von ausländischen Kunden annehmen, wenn bewiesen ist, dass auf den Geldern Steuern bezahlt wurden.

Von der Wirtschafts- zur Abzockerpartei

Gemäss dem abtretenden Berner Kantonalpräsidenten Johannes Matyassy hat die Nähe zum Finanzplatz der FDP ein Imageproblem eingebracht. «Die FDP wird als Wirtschaftspartei gesehen. Wirtschaft gleich Abzocker, also FDP gleich Abzocker», sagte er in einem Interview mit der Berner Zeitung «Der Bund».

Seiner Meinung nach muss die FDP dafür sorgen, dass die Schweiz als Weissgeld-Finanzplatz wahrgenommen wird, ohne aber den Kern des Bankgeheimnisses aufzugeben oder den Banken Kontrollpflichten aufzubürden.

(ht/sda/news.ch)

Machen Sie auch mit! Diese wirtschaft.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli. (Archivibild)
Bern - FDP-Präsident Fulvio Pelli ... mehr lesen 2
Bern - FDP-Parteichef Fulvio Pelli ... mehr lesen 16
Rückschlag für FDP-Präsident Fulvio Pelli.
«Das Feigenblatt ist zu durchsichtig», sagte Nationalrat Werner Messmer.
Bern - Im parteiinternen Streit um die Zukunft des Bankgeheimnisses bläst FDP-Präsident Fulvio Pelli und seinen Mitstreitern vom Finanzplatz her ein scharfer Wind ins Gesicht. Trotz des ... mehr lesen 1
Berlin - Die Schweiz und Deutschland ... mehr lesen
Über Abgeltungssteuer und freien Marktzutritt wird weiter verhandelt: Hans-Rudolf Merz.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die FDP geht mit einem neuen Vorschlag in die Offensive: Fulvio Pelli stellte sie heute vor.
Bern - Die FDP will die ... mehr lesen
Ja. lieber thomy, das
meinte ich ziemlich relativ.
Es gibt jedoch keine Partei, ausser den Grünen und der SP, die noch einigermassen vernünftige Politik machen. Die CVP ist einmal hier und einmal da und ausserdem auch noch dort, die SVP zu nichts zu gebrauchen höchstens zum "Nägel mit Köpfen zu machen", die wir nicht brauchen, siehe Ueli der Maurer, ja, wer bleibt da noch?
Aber die FDP hat sehr gute junge Leute, die bereits merken, dass es mit der FDP als reine Bankenpartei nicht weitergehen kann.
Der Wasserfallen z. B. sagt klar und deutlich, Steuerhinterziehung ist unsozial. Schon die Wortwahl sozial ist aus dem Munde eines FDP-lers eine Sensation. Also da tut sich was. Da muss sich auch was tun sonst verschwindet diese Partei langsam von der Bildfläche.
Hier noch ein kleiner Witz:
Leuthard ist empört, dass ihr das VBS nicht mehr den Helikopter zur Verfügung stellt. Sie geht zu Ueli Maurers Büro, reisst die Türe auf ? am Tisch sitzt Christoph Blocher.? gelesen beim Stadtwanderer
Lieber Magnus
Sie meinen und sagten, dass Zitat "Es wäre schade, wenn gerade die FDP zwischen den Fronten zerrieben würde. Sie ist und bleibt einer der beiden wichtigsten Parteien der Schweiz!".

Ich bin unterdessen und im Nachgang zu den jetzt wirksam werdenden Sünden vieler FDP- und auch SVP-Politiker und beruflich Manager, in z.T. höchsten wirtschaftlichen Ämtern, gar nicht mehr der Auffassung, war es nie, dass diese FDP Mitglieder und -Sympathisanten einfach so ohne Groll zu spüren bleiben sollten!

Der Groll ist gross und die FDP ist AUCH massgeblich dafür verantwortlich. Ob es der FDP noch den "Kopf" kosten wird oder wie klein dieser "Kopf" noch zurechtgestutzt werden wird, dies hängt auch von der FDP selbst ab.

Als "Prüfstein" sehe ich das Anbinden der Banken und Industriegiganten bezgl. der immer noch und wieder völlig überzogenen Salär- und Bonistrategie, die jedes Mass übersteigt und nicht verstanden wird - vom Volk, das bald ja wieder wählen und abstimmen wird!
Matyassi tanzt auch nur den Tanz der Semantik
Entweder oder, das ist die Frage der FDP: Die Jungen sehen wieder einmal weiter als die alten Strategen. Der Wasserfallen sagt es klar und deutlich: "Steuerhinterziehung ist asozial." Fertig Punkt.
Wenn die FDP den Wählerschwund aufhalten will, dann braucht es klare, verständliche Politik und nicht diese Wischi Waschi-Phrasen.
Grosse Teile der Bevölkerung fragen sich doch schon seit Langem, weshalb man die Grossen Geldheinis um jeden Preis schützen will, der kleine Mann jedoch nicht einmal die Spur einer Möglichkeit hätte, Steuern zu hinterziehen.
Steuerhinterziehung ist nicht nur unsozial sondern auch ungerecht. Zweierlei Rechte, eines für Reiche, eines für Arme kann es und darf es nicht geben, leider haben wir aber diese Situation heute.
Es wäre schade, wenn gerade die FDP zwischen den Fronten zerrieben würde. Sie ist und bleibt einer der beiden wichtigsten Parteien der Schweiz!
Es geht in erster Linie darum, im Inland einen automatischen Informationsaustausch (AIA) in Steuersachen zu verhindern.
Es geht in erster Linie darum, im Inland einen automatischen ...
«Ja zum Schutz der Privatsphäre»  Bern - Die Wirtschaftskommission des Nationalrates (WAK-N) hat einen direkten Gegenentwurf zur Volksinitiative «Ja zum Schutz der Privatsphäre» verabschiedet. Dieser will, gleich wie die Initianten, das Bankgeheimnis in der Verfassung verankern. mehr lesen 
Etschmayer Im Juni kommt das kommunistisch-anarchische Projekt des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) zur Abstimmung. Eine Vorlage, die bei einer Annahme die sofortige Auflösung der Schweiz, einen Kometeneinschlag in Bern, eine Heuschreckenplage und noch drei bis vier andere Katastrophen biblischen Ausmasses zur Folge hätte. mehr lesen  
Zu langsam?  Bern - Der scheidende Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), Patrick Odier, sieht den Bankensektor nach den seit 2008 eingeleiteten Neuerungen gut aufgestellt. ... mehr lesen
Gemäss der SBVg steuert der Sektor 6 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der Schweiz bei.
Juan Carlos Varela, Präsident Panama, verspricht Transparenz.
Spätestens ab 2018  Tokio - Panama will seinen Ruf als Steueroase abstreifen und sich spätestens ab 2018 am ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
EasyGov am Laptop
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die nötigen Behördengänge Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) baut den Online-Schalter für Unterneh-men EasyGov.swiss bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr aus. Mit ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Geduld und Zeit.
Publinews Einige Fragen werden gestellt, die wohl so alt wie die Börse selbst sind. Dazu gehört etwa die (fast schon traditionelle) Frage, die gerne von Anfängern ... mehr lesen
2,6 Prozent der Rendite lassen sich auf die Dividenden.
Publinews Wer sein Geld gewinnbringend veranlagen möchte, der muss sich heute gegen das klassische Sparbuch oder Tages- wie Festgeld entscheiden. Denn die ... mehr lesen
Geräte im Homeoffice
Publinews In einigen Betrieben wurde die Arbeit im Homeoffice bereits teilweise als Option bereitgestellt. Spätestens seit der Corona-Krise musste ... mehr lesen
Mit dem neuen IFJ Mutationsservice können Handelsregistereinträge schnell und einfach geändert werden.
Publinews Das IFJ Institut für Jungunternehmen bietet seit kurzem einen praktischen Online-Mutationsservice an. Handelsregistereinträge können ganz einfach in wenigen Klicks geändert ... mehr lesen
Kryptowährung
Publinews Staaten in aller Welt diskutieren aktuell über die Einführung einer nationalen Kryptowährung der Schweiz. Hier soll mit einem E-Franken eine ... mehr lesen
Auf bewährte Mittel zurückgreifen.
Publinews Egal, ob es um die Reinigung der eigenen vier Wände oder auch des Unternehmens geht - Sauberkeit ist nur einer der vielen Punkte, der hier im Vordergrund ... mehr lesen
Interessenten das Gefühl geben, die richtige Wahl zu treffen.
Publinews Der Beruf des Immobilienmaklers ist eine vielfältige Tätigkeit, die in Zeiten wachsender Märkte lukrative Gehaltsaussichten bietet. ... mehr lesen
Der grosse Durchbruch.
Publinews Immer mehr Menschen wollen sich angesichts günstiger Zinsen ihren Wohntraum erfüllen. Das Eigenheim im Grünen erscheint dadurch erschwinglich zu sein. mehr lesen
Können Art und Weise der eigenen Lebensführung stark beeinflussen.
Publinews CBD Produkte werden mittlerweile in einer Vielzahl angeboten. Doch um was handelt es sich bei diesem pflanzlichen Produkt eigentlich genau? Welche Eigenschaften ... mehr lesen
Startup Forum Graubünden 2020
Publinews Trotz Corona Ausnahmezustand durften die Organisatoren des diesjährigen Startup Forum Graubünden am 02. Juni 2020 über 200 Gäste auf ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
TENKO Logo
11.08.2020
SOOFT Logo
11.08.2020
11.08.2020
11.08.2020
ORITAGE Logo
11.08.2020
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Basel 20°C 33°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
St. Gallen 18°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Bern 18°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Luzern 19°C 30°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Genf 21°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Lugano 22°C 31°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten