Europa steht am Rande der Depression
publiziert: Sonntag, 22. Feb 2009 / 08:47 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 22. Feb 2009 / 09:16 Uhr

London/Paris - Anders als bisherige Prognosen hält eine Analyse der Exane BNP Paribas eine Depression in Europa für möglich. Der konjunkturelle Abschwung würde demnach ein an Dauer und Tiefe höheres Niveau erreichen als bislang angenommen.

Kürzertreten in Grossbritannien: Analysten halten einen Langzeitabschwung für möglich.
Kürzertreten in Grossbritannien: Analysten halten einen Langzeitabschwung für möglich.
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Während der überwiegende Grossteil der Wirtschaftsprognosen noch von einer tiefen Rezession spricht, die schon in der zweiten Jahreshälfte 2009 beendet sein könnte, gehen die Analysten der Exane BNP Paribas von einem weitaus düstereren Szenario aus.

Grossbritannien, Irland, Spanien und die Niederlande seien besonders stark von einer Depression gefährdet. Auch Deutschland könne härter getroffen werden als andere europäische Staaten.

Rückgang um rund vier Prozent

Im europäischen Durchschnitt erwarten die Wirtschaftsexperten in diesem Jahr ein um rund vier Prozent schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Auswirkungen der aktuellen Krise äussern sich aufgrund verschiedener Faktoren bei den einzelnen Europa-Staaten unterschiedlich.

Zwar sei in Deutschland keine Depression zu erwarten. Der konjunkturelle Abschwung greife jedoch tiefer als etwa in Frankreich. Das Deflationsrisiko sei in Deutschland höher als in anderen Ländern. Die Analysten räumen ein, dass eine exakte Vorhersage der Wirtschaftsdaten derzeit überaus schwierig sei, da historische Vergleiche zur aktuellen Krise kaum vorhanden seien.

Neues Konjunkturtief in Sicht

Angesichts der negativen Sparraten entwickelter Volkswirtschaften und eines Ungleichgewichts der Ersparnisse würden die Konjunkturdaten jedoch einem neuen Tief entgegensteuern.

Mit einem prognostizierten BIP-Minus von über sieben Prozent führen Grossbritannien, Irland, Spanien und die Niederlande den Abwärtstrend an. Damit stehen sie einer drohenden Depression am nächsten. Dies sei in erster Linie auf die schneller eintretenden und schwerwiegenderen Folgen der Krise am Arbeitsmarkt zurückzuführen.

Resteuropa noch gut

Gegenüber den vier betroffenen Staaten könne sich Resteuropa vergleichsweise gut über Wasser halten. Darüber hinaus bestimmen politische Vorkehrungen zugunsten automatischer Stabilisierungsmechanismen sowie die Diversifikation der konjunkturellen Struktur die Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Dauer und Umfang. Besonders Grossbritannien weise dahingehend äusserst unvorteilhafte Voraussetzungen auf.

(tri/pte)

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