Euro-Kurs sinkt erstmals unter 1,28 Franken
publiziert: Mittwoch, 8. Sep 2010 / 12:27 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Sep 2010 / 18:02 Uhr
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Der Euro verliert weiter an Wert.
Der Euro verliert weiter an Wert.

Zürich - Die Schwäche des Euro hält weiterhin an. Am Mittwochmorgen ist die europäische Einheitswährung gegenüber dem Schweizer Franken auf einen neuen historischen Tiefstand gefallen: Erstmals war ein Euro für weniger als 1,28 Franken zu haben.

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Im Laufe des Morgens sank der Euro-Kurs zwischenzeitlich bis auf 1,2766 Franken. Danach stieg er allerdings wieder und notierte gegen Abend wieder deutlich über 1,2850 Franken.

Für die Nervosität am Kapitalmarkt - der Euro entwickelte sich auch schwach gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen - wurde in Analystenkreisen die Veröffentlichung der Konjunkturzahlen von finanzpolitisch arg angeschlagenen EU-Ländern wie Griechenland sowie die Unsicherheit in Zusammenhang mit der Ausgabe von portugiesischen Staatsanleihen verantwortlich gemacht.

Die Anleger scheuten das Risiko und stiessen deshalb den Euro ab, lautete der Tenor am Mittwoch. Auf der Suche nach sicheren Anlagen flüchten die Investoren offensichtlich vor allem in den Schweizer Franken und den japanischen Yen, die bereits in Vergangenheit oft als sichere Fluchtwährungen herhalten mussten.

Die japanische Währung war am Mittwoch gegenüber dem Dollar denn zwischenzeitlich auch so viel wert wie seit 15 Jahren nicht mehr. Auch der Schweizer Franken legte gegenüber dem Dollar weiter zu. Am Mittwochmorgen näherte sich der US-Dollarkurs erneut bedrohlich der Parität, die letztmals Ende 2009 eingetreten war.

Im Laufe des Tages stieg der Dollar-Kurs aber wieder. Gegen Abend bewegte er sich um die 1,01 Franken herum und damit nur leicht tiefer als am Vortag.

(fest/sda)

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Hat was
Ein Text, den man durchaus auch mehrmals posten kann.
Ist auch meine Meinung.
Die Wirtschaft hat sich schon immer den Gegebenheiten und der Realität anpassen müssen, um zu überleben.
Wir erinnern uns noch an die Untergangsszenarien, als die Steuer auf's Benzin mal um 5 Rappen erhöht werden sollte. Laut den Wirtschaftsvertretern, wäre damals die Schweizer Wirtschaft zum Erliegen gekommen. Wenn ich mich richtig erinnere, lag der Benzinpreis damals irgendwo bei 1.10 Rappen / Liter.
Schlecht ist
Die "neue" Generation der SNB zahlt also Lehrgeld...hmmm...
Lehrgeld in Höhe von Milliarden. Normale Menschen würden dafür sehr lange ins Gefängnis kommen. Banker dürfen aber Alles und erhalten dafür auch noch Boni.

Trotzdem finde/fand ich Hildebrand eigentlich ganz gut. Leider hat er aber jämmerliche Rechtfertigungs-Kommentar in die Presse gesetzt (8 % Arbeitslose usw.), man erinnere sich.

Und jetzt heisst es halt aussitzen. Mehr kann man da wohl auch nicht mehr machen.
Im übrigen wäre Hildebrand wohl massiv kritisiert worden, hätte er die EURO Käufe nicht gemacht, dann hiesse es jetzt, es sei seine Schuld, dass der EURO unter 1.28 gerutscht ist. Tja, so ist das Leben.

Die EU, den EURO usw. wird es auch in 20, 40, 60 Jahren noch geben, keine Angst (oder Hoffnung in Ihrem Fall).
Denn es gibt keine Alternative. Sonst haben wir in 20 Jahren nämlich Kriege in Europa.

Die globalen Verteilkämpfe sind bereits im Gange, wenn auch noch im "zivilisierten" Rahmen. Aber da gebe ich Ihnen recht, diese Verteilkämpfe werden noch zu sehr grossen Problemen führen.
EURO-Wert sinkt und sinkt . . .
Vor 65 Jahren haben wir den US$ mit CH 4.30 umgerechnet. Auch damals ging ein Weh-
klagen durch die Wirtschaft, wenn er auch nur ein paar Rappen schwächer wurde. Auch damals wurden für seine Stützung massenweiss US$ eingekauft. Wirkung Null. Verlust
zu Lasten Aller, ausgebucht. Das kann Herr Hildebrand aus eigener Erfahrung ja nicht wissen. Die Manipulationen der SNB waren also schon damals nutzlos. Heutiger Umrechnungssatz
zeitweise im CH-Rappenbereich! Jetzt das gleiche Spielchen mit dem EURO. Und wie der
Kurs in 65 Jahren ist, wird der SNB-Boss kaum erleben. Aber ein respektables Salär ist ihm
für lange Zeit gewiss !
Kunstdünger
steigert die Erträge, richtig.
Nur können ihn sich die wirklich armen Bauern nicht leisten oder wissen nicht fachgerecht damit umzugehen.
Diesen Leuten ist mit Ausbildung und organischem Dünger viel mehr geholfen (z.B. mit Hilfe von Biovision)
Es ist ja nicht so, dass Phosphat in der Natur grundsätzlich Mangelware wäre, nur ist viel Phosphat organisch gebunden. Wenn das bergmännisch abbaubare Phosphat zur Neige geht, wird nichts anderes übrig bleiben, als die organischen Phosphatdünger miteinzubeziehen, also das was die Biobauern und viele Bauern in Entwicklungsländern heute schon tun.
Gut ist
Ach Thomy. Die Leute sind gut in ihrem Fach. Sag ich als jemand, der seine BWL und VWL Vorlesungen abgesessen und seine Lohntüte auch mal von einer Schweizer Bank gefüllt bekommen hat.
Mir macht weniger das Lehrgeld, dass die neue Generation der SNB Leute zahlt, Sorgen, als vielmehr die Tatsache, dass wir bei Erdöl und Phosphat den Zenit überschritten haben.

Laut den aktuellen Schätzungen dauert es noch zwanzig Jahre, bis wir nicht mehr genügend Erdöl haben, um den heutigen Lebensstandard zu halten.
Phosphat wird benötigt, um Kunstdünger herzustellen. Ohne Kunstdünger keine Ernten in der Grösse, die wir brauchen, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Die Phosphatvorräte sind auch innerhalb der nächsten zwanzig Jahre erschöpft. Es gibt heute noch keine Alternative zu Phosphat.

Die Finanzblasen, die wir künstlich geschaffen haben, werden spätestens dann platzen, wenn die globalen Verteilkämpfe beginnen. Das sind die Probleme, die wir haben.
Ob der Euro 1.30 oder 1.28 kostet, wird in Zukunft kein Thema mehr sen. Vielleicht gibt es in zwanzig Jahren nicht mal mehr Papiergeld, sondern man muss in Naturalien zahlen.
Ich frage mich, wie lange diese offensichtlich - sorry - Deppen da oben ...
... auf ihren fett gepolsterten Pseudo-Bänkelersesseln noch wursteln können, OHNE dass irgend eine/r unserer hochwohlgelobten National- oder Ständeräte und -rätinnen sich langsam schlaftrunken erhebt und merkt, was da - eben - mit dem Volksvermögen geschieht!

Es reicht mir jetzt dann wirklich, diese teuren Unfähigkeiten weiter mit meinen und unseren Verlusten mit-finanzieren zu müssen, derweil die offensichtlich ebenfalls zu den Spielern zu zählenden Nationalbank-Bänkeler ihre dummen Spielchen spielen, nur um das Volk glauben zu lassen, dass wir die kleine Schweiz die grosse EU, resp. den Euro stützen könnten ... Lachhaft, meine ich, dass wir derart fehleranfällige so genannte Spitzenbeamte an solch brisanten Stellen noch teuer bezahlen müssen!

Kleine Frage: Beziehen diese Herren auch Boni und: Für was eigentlich? Frauen wären dort oben wohl die besseren Banker - weil ehrlicher, verantwortungsbewusster und vorsichtiger - UND schlauer wohl auch!
David gegen Goliath
Die SNB glaubte, mit ihren Interventionen die Talfahrt des Euro stoppen zu können. Nun sitzt sie auf Devisenbeständen, die sich massiv entwertet haben. Auch so kann man Volksvermögen vernichten. http://www.cash.ch/news/topnews/credit_suisse_kritisiert_frankenpoliti...
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