Esmertec und französische Purple Labs fusionieren
publiziert: Freitag, 13. Feb 2009 / 21:58 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Feb 2009 / 23:49 Uhr

Dübendorf - Der Zürcher Handysoftware-Hersteller Esmertec will mit der französischen Konkurrentin Purple Labs fusionieren. Nach einer Kapitalerhöhung bei Esmertec soll via Aktientausch der europäische Marktführer entstehen.

Esmertec schrieb im ersten Semester 2008 einen Nettoverlust von 5 Mio. Dollar.
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Das neue Unternehmen erhält den Namen Myriad Group und bleibt an der Schweizer Börse SIX kotiert, wie Esmertec mitteilte. 2009 solle ein Umsatz von 125 Mio. Dollar erzielt werden.

Die Fusion von zwei Gleichen werde sich in dem hart umkämpften Markt auch positiv auf die Rentabilität auswirken. Esmertec schrieb im ersten Semester 2008 einen Nettoverlust von 5 Mio. Dollar, neuere Angaben liegen nicht vor.

Purple Labs mit Sitz in Chambéry hat Niederlassungen in Frankreich, Grossbritannien, den USA sowie mehreren asiatischen Ländern und zählt 425 Mitarbeiter, Esmertec kommt auf rund 450. Entsprechend verfüge die neue Myriad Group über ein Team von 800 Software-Entwicklern, hiess es.

Alle grossen Handyhersteller sowie 30 Mobilfunkanbieter bilden die gemeinsame Kundenbasis. Auch technologisch ergänzen sich die Unternehmen: Purple Labs ist auf mobile Browser und Messaging-Funktionen spezialisiert, Esmertec auf Java-Systeme, Android-Plattformen und USSD-Services.

Tausch von Aktien

Der Zusammenschluss soll via Aktientausch erfolgen: Esmertec wird 100 Prozent des Aktienkapitals der nicht kotierten Purple Labs im Tausch für rund 19,7 Millionen eigene Aktien übernehmen. Weitere 4,4 Millionen Aktien sind fällig, falls im laufenden Jahr gewisse Profitabilitäts-Kennziffern erreicht werden.

Die Übernahmekommission habe den Zusammenschluss bereits wohlwollend beurteilt, sagte Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Baumgartner an einer Telefonkonferenz. Zustimmen müssen noch die Esmertec-Anteilseigner an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. März.

Esmertec erwartet, dass die Transaktion vor Ende März abgeschlossen wird. Die Fusion der beiden Gesellschaften soll dann Anfang 2010 vollzogen sein. Die jährlichen Kosteneinsparungen ab diesem Zeitpunkt werden auf 13 Mio. Dollar veranschlagt.

(bert/sda)

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