Erwartungen im August etwas optimistischer
publiziert: Montag, 23. Aug 2010 / 08:42 Uhr
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39,5 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten einen Anstieg der kurzfristigen Zinsen in den nächsten sechs Monaten.
39,5 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten einen Anstieg der kurzfristigen Zinsen in den nächsten sechs Monaten.

Zürich - Die Konjunkturerwartungen haben sich gemäss dem Finanzmarkttest der Credit Suisse und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im August wieder etwas verbessert. Der Credit Suisse ZEW Indikator verzeichnete einen Zugewinn von 6,9 Punkten und erreichte 9,1 Punkte.

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Die Erwartungen hinsichtlich des Zinsumfelds haben sich im August ebenfalls weiter erhöht. Inzwischen erwarten 39,5 Prozent der Umfrageteilnehmer (+15,1 Prozentpunkte) einen Anstieg der kurzfristigen Zinsen innerhalb der nächsten sechs Monate. Gleichzeitig sanken jedoch die Inflationserwartungen leicht, der entsprechende Saldo steht mit 2,3 Punkten (-4,4 Punkte) nur noch knapp im positiven Bereich. Allerdings erwartet nur knapp 16 Prozent der Befragten einen weiteren Inflationsrückgang, während die überwiegende Mehrheit (65,9%) von einer stagnierenden Inflationsrate auf den derzeitigen Niveaus ausgeht.

Leichte Verbesserung

Der Credit Suisse ZEW Indikator der Konjunkturerwartungen hat sich nach der Abschwächung in den beiden Vormonaten wieder etwas verbessert. Im August kletterte der Index um 6,9 auf 9,1 Punkte. Damit erwartet nun ein Viertel der befragten Finanzmarktexperten (+7,2 Prozentpunkte) eine Verbesserung der Konjunkturlage in den nächsten sechs Monaten. Der Anteil der Experten, die von einer schwächeren wirtschaftlichen Tendenz ausgehen, blieb gleichzeitig fast unverändert bei 15,9 Prozent (+0,3 Prozentpunkte). Eine unveränderte Konjunkturlage erwarten 59,1 Prozent.

Die Einschätzung der gegenwärtigen Konjunktursituation ist im Vergleich zum Vormonat erneut etwas optimistischer ausgefallen. Der entsprechende Saldo stieg um 5,1 auf 27,3 Punkte. Zwar beurteilt nach wie vor die grosse Mehrheit von 72,7 Prozent die aktuelle Lage als «normal», keiner der Befragten bezeichnete die Situation aber als «schlecht».

Inflationserwartungen

Die Inflationserwartungen sind im August sehr tief geblieben. Der Anteil der Umfrageteilnehmer, die über die nächsten sechs Monate von einem sinkenden Preisniveau ausgehen, ist um 7 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent gestiegen. Umgekehrt erwarten im August 18,2 Prozent (+2,6 Prozentpunkte), dass die Inflation über diesen Zeithorizont ansteigen wird, während die Mehrheit der Finanzmarktexperten eine unveränderte Inflationsrate auf den derzeit tiefen Niveaus für wahrscheinlich hält.

Zinsentwicklung

Die Erwartungen bezüglich der kurzfristigen Zinsen stiegen im August erneut, und der entsprechende Saldo stieg von 22,2 Punkten auf 34,8 Punkte. Der Anteil der Finanzmarktexperten, die in der kürzeren Frist von Zinserhöhungen ausgehen, stieg um 15,1 Prozentpunkte auf 39,5 Prozent. Dagegen erwarten 55,8 Prozent (-17,6 Prozentpunkte) ein unverändertes Zinsumfeld.

SMI und Franken

Immer noch 60,5 Prozent der Befragten erwarten einen Anstieg des Swiss Market Index im nächsten Halbjahr. Dieser Anteil liegt aber um 7,7 Prozentpunkte tiefer als noch im Vormonat, und der Saldo zum Schweizer Aktienmarkt hat dadurch im August erneut etwas eingebüsst. Immerhin erwarten nur 16,3 Prozent (-1,9 Prozentpunkte) der Befragten einen Kursrückgang, und die verbleibenden 23,3 Prozent erwarten einen unveränderten Indexstand.

Der Anteil der Finanzmarktexperten, der eine Abwertung des Frankens gegenüber dem Euro erwartet, erhöhte sich im August um 10,2 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent. Gleichzeitig erwarten die Teilnehmer den Franken gegenüber USD, JPY und GBP tendenziell stärker als im Vormonat.

(gl/KMU Magazin)

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