Weitere Korruptionsermittlungen in Pakistan
Ermittlungen gegen Pakistans Präsident sollen weitergehen
publiziert: Dienstag, 18. Sep 2012 / 16:26 Uhr
Der Oberste Gerichtshof verlangt die Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen den amtierenden Staatschef. (Archivbild)
Der Oberste Gerichtshof verlangt die Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen den amtierenden Staatschef. (Archivbild)

Islamabad - Pakistans Ministerpräsident Raja Pervez Ashraf hat im Streit mit der Justiz um Korruptionsvorwürfe gegen Präsident Asif Ali Zardari eingelenkt. Er teilte am Dienstag mit, die Regierung wolle die Schweiz darum bitten, dem Verbleib von 12 Millionen Dollar aus den 1990er Jahren nachzugehen.

Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
7 Meldungen im Zusammenhang
Ein Brief aus dem Jahr 2007, in dem die Schweiz aufgefordert wurde, die Ermittlungen gegen Zardari zu stoppen, werde widerrufen, sagte Ashraf vor dem Obersten Gerichtshof.

Das Gericht fordert seit Monaten von der Regierung, die Schweizer Justiz um die Wiederaufnahme von Ermittlungen gegen Präsident Zardari zu ersuchen. Ashrafs Vorgänger Yousaf Raza Gilani hatte sich dieser Anordnung widersetzt und musste zurücktreten.

Jahrelang Schweizer Konten blockiert

Zardari war Mitte der 1990er Jahre Investitionsminister im Kabinett seiner Ende 2007 getöteten Ehefrau Benazir Bhutto. Er soll Provisionen von 10 Prozent und mehr kassiert und das so angehäufte Millionenvermögen ins Ausland geschafft haben.

Allein in der Schweiz waren jahrelang Konten mit 72 Millionen Franken blockiert. Die Ermittlungen in Genf waren 1997 nach einem Rechtshilfegesuch aus Pakistan aufgenommen worden.

Ein Genfer Richter hatte Zardari und Benazir Bhutto 2003 wegen Beteiligung an Geldwäscherei zu sechs Monaten Gefängnis bedingt verurteilt, wogegen das Paar rekurrierte. Zu einem abschliessenden Urteil kam es nicht, weil Pakistan Mitte 2008 das Verfahren einstellen liess.

2009 hob das Oberste Gericht dann das umstrittene Amnestiegesetz von Oktober 2007 auf, das Zardari, mehrere seiner Minister und tausende politischer Aktivisten vor Strafverfolgung geschützt hatte. Der Oberste Gerichtshof verlangt die Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen den amtierenden Staatschef.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Islamabad - Nach dem Tod eines Ermittlers im Verfahren gegen Pakistans Ministerpräsidenten Raja Pervez Ashraf und andere Politiker hat die Justiz die Ermittlungen vorläufig ... mehr lesen
Das Verfahren wird wieder aufgenommen, sobald die Ermittlungen zum Tod geklärt sind.
Islamabad/Bern - Der Oberste Gerichtshof Pakistans hat am Mittwoch einen Brief genehmigt, in dem die Regierung ... mehr lesen
Gegen Asif Ali Zardari soll die Schweiz gegen sämtliche Korruptionsvorwürfe ermitteln.
Islamabad - Regierungschef Raja Pervez Ashraf erhält mehr Zeit, um die Behörden der Schweiz um eine Wiederaufnahme von Korruptionsermittlungen gegen Pakistans Präsident Asif Ali Zardari zu ersuchen. Der Oberste Gerichtshof verlängerte am Montag in Islamabad die Frist um drei Wochen. mehr lesen 
Islamabad - Wegen Vorwürfen der Missachtung der Justiz hat der Oberste Gerichtshof in Pakistan nun auch den neuen Regierungschef Raja Pervez Ashraf ins Visier genommen. Er muss am 27. August vor Gericht erscheinen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Islamabad - Das pakistanische Parlament hat am Freitag Raja Pervez Ashraf mit grosser Mehrheit zum neuen Regierungschef gewählt. Ashraf war nur die zweite Wahl, nachdem gegen den ersten Kandidaten ein Haftbefehl erlassen wurde. Aber auch Ashraf hat dunkle Kapitel in seiner Vergangenheit. mehr lesen 
Islamabad - Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari hat den Minister für Textilindustrie, Makhdoom Shahabuddin, für das Amt des Premierministers nominiert. Die Wahl sollte am Freitag stattfinden. mehr lesen 
Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
Die grösste Euro-Banknote verabschiedet sich.
Die grösste Euro-Banknote verabschiedet sich.
EZB schafft die grösste Euro-Banknote ab  Frankfurt - Die 500-Euro-Note wird abgeschafft. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) entschied am Mittwoch, dass die Ausgabe der grössten Euro-Banknote «gegen Ende 2018» eingestellt wird, wie die EZB in Frankfurt mitteilte. 
Millionenzahlungen in die USA  Frankfurt - Sieben grosse Banken, unter ihnen die Credit Suisse, haben in den USA eine Klage wegen ...  
Auf die Credit Suisse entfallen 50 Millionen Dollar.
BVK-Affäre  Zürich - Das Zürcher Obergericht hat am Mittwoch den 61-jährigen Alfred Castelberg wegen gewerbsmässigen Betrugs sowie einfachen Betrugs schuldig gesprochen. Der frühere Direktor der Credit Suisse kassierte dafür eine Freiheitsstrafe von drei Jahren.  
Titel Forum Teaser
Elektroautos sind auf dem Vormarsch.
Green Investment Tesla drückt bei Produktion aufs Gaspedal Palo Alto - Der Elektroauto-Hersteller Tesla will ...
Flurin Müller war 2015 mit dem venture leaders Programm in Boston und New York
Startup News XING kauft Zürcher Startup BuddyBroker Die XING AG übernimmt den venture leaders 2015 BuddyBroker und ihr Produkt eqipia. eqipia ist das führende automatisierte Mitarbeiterempfehlungs-Programm in der ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
04.05.2016
04.05.2016
04.05.2016
03.05.2016
03.05.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 3°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 5°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 2°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 3°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 2°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 3°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 11°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten