Enron-Verwaltungsräte zahlen Millionen
publiziert: Sonntag, 9. Jan 2005 / 11:50 Uhr

New York - Zehn ehemalige Verwaltungsrats-Mitglieder des US-Energiehändlers Enron haben sich in einem Vergleich zur Zahlung von umgerechnet 15,4 Mio. Franken aus eigener Tasche bereit erklärt. Dies berichtet die New York Times.

Aktionäre und Gläubiger hatten bei dem Enron-Kollaps Milliarden verloren.
Aktionäre und Gläubiger hatten bei dem Enron-Kollaps Milliarden verloren.
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Die Zahlung sei Teil eines Aktionärsklagen-Vergleichs von rund 200 Mio. Franken. Enron hatte im Dezember 2001 nach einem spektakulären Bilanzskandal ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Die Aktionäre und Gläubiger hatten bei dem Enron-Kollaps Milliarden verloren.

Die Enron-Manager und Verwaltungsratsmitglieder waren mit insgesamt 237 Mio. Franken gegen Aktionärs- und andere Klagen versichert. Davon sollen die Aktionäre nach Darstellung der Zeitung insgesamt 184 Mio. Franken und die Gläubiger 38 Mio. Franken erhalten. Es stünden somit für die Rechtskosten des früheren Enron-Chefs Kenneth Lay und Jeffrey Skilling nur noch 15 Mio. Franken zur Verfügung.

Dokumente vernichtet

Unterdessen hat das oberste amerikanische Bundesgericht in einen auf Enron bezogenen Fall eingegriffen. Das Gericht will nach Angaben der Zeitung die strafrechtliche Verurteilung des Wirtschaftsprüfungsunternehmen Arthur Andersen überprüfen.

Andersen, der ehemalige Wirtschaftsprüfer von Enron, hatte viele Enron-bezogene Dokumente zerstört. Das Gericht will nach Angaben der Zeitung prüfen, ob die Klage wegen Justizbehinderung gegen Andersen eine angemessene Anwendung einer Zeugenbeeinflussungs-Regel war, die das Unternehmen verletzt haben soll.

Andersen habe nach der Verurteilung im Juni 2002 seine Wirtschaftsprüfungstätigkeit eingestellt. Die Gesellschaft habe jetzt nur noch 200 Mitarbeiter gegenüber früher 28 000.

(rp/sda)

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