Erklärungen überwiegend positiv aufgenommen
Einzig SVP will Hildebrand schicken
publiziert: Donnerstag, 5. Jan 2012 / 21:24 Uhr
Christoph Mörgeli: «Hildebrand muss gehen.»
Christoph Mörgeli: «Hildebrand muss gehen.»

Bern - Die öffentlichen Erklärungen von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand sind von den Parteien überwiegend positiv aufgenommen worden. Mit seinem Vorschlag nach strengeren Reglementen rennt Hildebrand offene Türen ein. Einen Rücktritt verlangt einzig die SVP.

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«Hildebrand muss gehen», sagte Nationalrat Christoph Mörgeli (ZH) am Donnerstag auf Anfrage. Es dürfe schlicht nicht sein, dass der oberste Währungshüter oder seine Angehörigen mit Devisen handeln würden. «Es braucht keine Gesetze, die das verbieten - so etwas versteht sich von selbst.»

Hildebrands Vorschlag, neue Reglemente einzuführen, bezeichnete Mörgeli als «Nebenschauplatz». Mit neuen Regeln würden auch immer neue Schlupflöcher geschaffen. Unter dem Strich habe Hildebrand die Affäre mit seinen Ausführungen sogar noch schlimmer gemacht, indem er die Vorwürfe gegen ihn politisiert habe.

«Aussage gegen Aussage»

Der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof hingegen begrüsste Hildebrands Vorschlag nach strengeren Reglemente für die Direktionsmitglieder der Nationalbank. Die Reglemente müssten zugeschnitten werden auf typische Konflikte, in welche die Spitze der Nationalbank hineingeraten könnte.

«Wenn die Fakten, wie sie Hildebrand am Donnerstag auf den Tisch gelegt hat, stimmen, müsse er nicht zurücktreten», sagte Bischof weiter. Auch habe die Nationalbank in diesem Fall keinen Reputationsschaden erlitten.

Ob man Hildebrand glauben könne, sei allerdings schwer zu beurteilen, sagte Bischof. «Es steht Aussage gegen Ausage». Doch sei es nun an der Gegenseite - namentlich an den Informanten der «Weltwoche» - zu beweisen, dass Hildebrand die umstrittene Devisentransaktion selbst ausgeführt habe.

«Überzeugende und transparente» Erläuterungen

Strengere Regeln befürwortet auch der Genfer FDP-Nationalrat Christian Lüscher. Die Erläuterungen von Hildebrand bezeichnete er als «überzeugend und transparent». Dieser Aspekt der Affäre sei für ihn erledigt, sagte er gegenüber der sda. Geklärt werden müssten nun aber die Fragen im Zusammenhang mit dem Bankgeheimnis.

Auch für die SP-Nationalrätin Ada Marra (VD) steht ein Rücktritt Hildebrands nicht zur Diskussion. Bereits am Mittwoch hatte SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer angekündigt, sie wolle abklären lassen, ob es in Bezug auf Transaktionen von Nationalbank-Kadern gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestehe.

Fundamentalkritik der Grünen

Die Grünen kritisierten die «zögerliche» Informationspolitik von Nationalbank und Bundesrat. Gleichzeitig fordern auch sie ein neues Reglement. Transaktionen mit Devisen sollen für die Mitglieder des erweiterten Direktoriums der Nationalbank nur noch in Ausnahmefällen möglich sein.

Weiter üben die Grünen Fundamentalkritik: «Es ist ein Hohn gegenüber der grossen Mehrheit der Bevölkerung, dass einzelne Privilegierte mit einer simplen Devisentransaktion 60'000 Franken verdienen können», schreibt die Partei. Dies sei Ausdruck eines ungerechten Finanzsystems, das dringend reformiert werden müsse.

SVP verlangt ausserordentliche Session und PUK

Die SVP-Leitung verlangt eine ausserordentliche Session zur Schweizerischen Nationalbank (SNB) und deren Aufsicht, wie SVP-Vizepräsident Christoph Blocher am Donnerstagabend in einem Interview mit dem TV-Privatsender Tele Züri sagte. Zudem solle es eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) geben.

Er selbst sei im Laufe des Novembers «von verschiedenen Anwälten» darüber informiert worden, dass leitende Leute der SNB Währungsgeschäfte gemacht hätten. Weil er diese Geschäfte für ungeheuerlich halte, habe er den Bundesrat als Aufsichtsbehörde der SNB informiert.

Zur Frage, ob es sich um gestohlenes Material handelt, auf das sich die Vorwürfe stützen, wollte Blocher nichts sagen. Er gebe keine Auskunft darüber, wer ihm was gesagt habe, sagte er.

(bg/sda)

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Die Wahrheit wird langsam erkannt
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Konturen-eines-Komplotts/...

Ein guter Artikel. Hildebrand wird noch lange politisch verfolgt werden von Blocher. Es sei denn, jemand hat den Mut diesem endlich das Handwerk zu legen, juristische Mittel gibt es da genügend.
PUK gegen Blocher
das müsste man machen wenn schon.
Dieser hat mit gestohlenen Bankdaten hausiert.
Und Anwalt Lei (SVP) muss auch dran glauben.

Beide haben nachweislich kriminell gehandelt.

Die SVP hat längst ihre Glaubwürdigkeit verloren.

Hätte Blocher sein Maul gehalten gestern und die SVP nicht auch noch aktiv in diesen Rufmordskandal verwickelt, wäre es gut gewesen.

So aber fährt Blocher die SVP vollends an die Wand.

Denn Rache ist Alles.

Blocher wird nicht locker lassen und versuchen Hildebrand doch noch zu erledigen. Das kennt man ja.

Wenigstens bin ich am heutigen Tag überzeugt, dass es langsam auch vielen anderen Leuten dämmert wie gefährlich dieser Mann für die Schwweiz geworden ist.

Selbst die WW und Köppel werden sich gut überlegen nochmals von Blocher und seinen Rachekampagnen instrumentalisiert zu werden.
Gerade Köppel hat einen imensen Schaden eingefahren mit dieser abstrusen Story, sogar rechtlich wird er noch dafür büssen müssen.
Klagen werden vorbereitet und das ist gut so.
SVP ist unglaubwürdiger denn je
Die Forderungen der SVP sind absolut lächerlich. Wieder einmal Messen die Herren in der Führungsriege nicht mit den gleichen Ellen. Nach meiner Ansicht sollte nun endlich Schluss sein mit solchen Querelen. Die Schaden nur der Schweiz, die sie ja sooo Schützen wollen.
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Buchautor Marvin Steinberg.
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  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
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