Historischer Tiefstwert
EZB senkt Leitzins auf 0,75 Prozent
publiziert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 13:55 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 15:58 Uhr
Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main.
Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main.

Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt im Kampf gegen die Finanz- und Schuldenkrise ihren Leitzins von 1,0 auf 0,75 Prozent. Das teilte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mit. Damit liegt der Schlüsselzins für die europäischen Banken erstmals in der EZB-Geschichte unter einem Prozent.

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An den Märkten war erwartet worden, dass der Zins um einen Viertel Prozentpunkt gekappt wird, da dadurch die Refinanzierungsbedingungen für die unter der Krise ächzenden Banken einfacher werden.

Der EZB-Rat senkte auch den sogenannten Einlagezinssatz, den Zins, den Banken von der EZB gutgeschrieben bekommen, wenn sie Geld bei ihr parken. Er sinkt von 0,25 auf 0,00 Prozent.

Auch der Zins, den Banken zahlen müssen, wenn sie sich kurzfristig Liquidität bei der Notenbank besorgen müssen, sinkt - und zwar von 1,75 auf 1,5 Prozent. Die Gründe für die Beschlüsse wird EZB-Präsident Mario Draghi am Nachmittag vor den Medien erläutern.

Niedrige Zinsen verbilligen Kredite. Das erhöht tendenziell die Investitionsneigung von Unternehmen und die Konsumfreude der Konsumenten - und kann so die Konjunktur ankurbeln. Zugleich befeuern niedrige Zinsen aber die Inflation.

Euro verliert gegenüber Dollar deutlich an Wert

Nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank hat der Euro am Donnerstag deutlich an Wert verloren. Die europäische Gemeinschaftswährung sackte zeitweise um 1,5 Cent auf bis zu 1,2375 Dollar ab. Am Vorabend hatte er in New York noch bei 1,2525 Dollar notiert.

Der Wechselkurs des Euro zum Franken veränderte sich nur unwesentlich. Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich hingegen nach der geldpolitischen Lockerungsrunde in der Eurozone, Grossbritannien und China mit schwächerer Tendenz. Der Schweizer Leitindex SMI rutschte nach einem kleinen Gewinn am Vormittag leicht ins Minus.

Auch andere Finanzmärkte reagierten mit Abschlägen. Der deutsche Leitindex DAX drehte nach dem EZB-Entscheid ins Minus und verlor bis 15.30 Uhr 0,7 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Vor der EZB-Mitteilung hatte der Leitindex noch knapp ein Prozent im Plus gelegen.

(bert/sda)

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Reine Bankensubvention
die der Wirtschaft nichts bringen wird, gar nichts.

Denn die Banken werden das Gratisgeld horten oder wieder für irrsinnige Dinge verspekulieren.

Im Prinzip müsste die EZB die Banken zwingen, das Geld zu einem grossen Teil wieder weiterzugeben als Kredite. Aber eben, das wollen die ja gar nicht.
Es geht nur darum, den Banken Zeit zu verschaffen dass sie auf wundersame Weise aus der Krise kommen werden.

Die EZB ist auch nur noch ein Handlanger der Hochfinanz.

Wann werden endlich genug Leute zur Einsicht kommen, dass die Bankenbranche uns alle in den Abgrund stürzen wird, wenn man nicht grundlegend was ändert?
Die EZB fürchtet eine negative Inflationsrate.
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