Trotz politischem Druck
EZB hält Leitzins weiter bei einem Prozent
publiziert: Donnerstag, 3. Mai 2012 / 16:01 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Mai 2012 / 16:35 Uhr
Am Leitzins wird nicht geschraubt.
Am Leitzins wird nicht geschraubt.

Barcelona - Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt sich von neuen Sorgen um die Finanzstabilität nicht zu weiteren Krisenhilfen drängen. Auch bei der auswärtigen Sitzung in Barcelona drehte der EZB-Rat nicht an der Zinsschraube.

Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
5 Meldungen im Zusammenhang
Der Leitzins bleibt auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte. Nach ihrer jüngsten Geldflut sehen die Währungshüter Politik und Banken am Zug. Im Dezember und Februar hatte die EZB den Banken extrem billiges Geld für bis zu drei Jahre angeboten.

Die Institute liehen sich insgesamt gut 1 Billion Euro. Notenbank-Präsident Mario Draghi hatte gemahnt, die Krisenhilfe zu Reformen zu nutzen. Der Italiener brachte zudem die Idee eines Wachstumspaktes auf: «Ein Wachstumspakt kann bedeuten: Wir brauchen eine Fortsetzung der Strukturreformen, unterschiedlich für alle Länder.»

Druck auf EZB gestiegen

Zuletzt hatte es am Finanzmarkt Spekulationen gegeben, Draghi könnte die Möglichkeit einer Zinssenkung für den Fall signalisieren, dass die Krise sich verschärft.

Der Druck zu weiteren Schritten der Notenbank war zuletzt gestiegen - unter anderem aufgrund diverser Forderungen beider Kandidaten im französischen Präsidentschaftswahlkampf, Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und seines Konkurrenten François Hollande.

Angesichts der nach wie vor weit über 2 Prozent liegenden Inflationsrate in der Euro-Zone halten viele Ökonomen eine solche Kehrtwende der EZB aber für unwahrscheinlich.

Keine Schnellschüsse

Draghi erteilte am Donnerstag weiteren schnellen Krisenmassnahmen der Notenbank - etwa zur Stützung des Reformkurses in Spanien - eine Absage: Die EZB habe mit ihrer jüngsten Flut extrem billigen Geldes ihren Beitrag zur Entspannung der Märkte geleistet. Dadurch sei eine Kreditklemme verhindert worden.

Es brauche Zeit, bis das Geld in der Wirtschaft ankomme. «Ich glaube, ich kann dem nicht sehr viel mehr hinzufügen», sagte der Italiener. Über eine weitere Senkung des Leitzinses im Euroraum unter das Rekordniveau von 1,0 Prozent habe der EZB-Rat am Donnerstag nicht diskutiert.

Am Finanzmarkt sorgte er damit für Enttäuschung bei Investoren, die zumindest auf die Andeutung einer Zinssenkung gehofft hatten. Der Dax gab in Frankfurt etwas nach, während der Euro am Devisenmarkt kaum verändert notierte.

Wegen der Proteste gegen den strikten Sparkurs der Regierung in Madrid fand das Treffen der Zentralbanker in der Wirtschaftsmetropole Kataloniens unter massiv erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Spanien steht seit Wochen im Zentrum der Euro-Schuldenkrise.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) wirft die Notenpresse an: Sie ist bereit, im Kampf gegen die Euro-Krise an den ... mehr lesen
EZB-Präsident Draghi kündigt Staatsanleihen-Kaufprogramm an.
Berlin - Teures Tanken und Heizen verhindern ein deutliches Abflauen der Inflation in der Euro-Zone. Die Inflationsrate fiel von 2,7 ... mehr lesen
Die Teuerung liegt auf dem niedrigsten Wert seit vergangenen August.
Die Europäische Zentralbank lässt den Leitzins bei 1,0 Prozent.
Frankfurt - Europas Währungshüter fordern nach ihrer jüngsten Geldflut Konsequenzen von Banken und Politik. «Es sind ... mehr lesen
Frankfurt - Kurz vor Ende der Zustimmungsfrist für den griechischen Schuldenschnitt halten Europas Währungshüter ihr Pulver trocken. Die Zinsen im Euroraum bleiben wie erwartet auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte. mehr lesen 
Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
Janet Yellen macht auf Risiken aufmerksam.
Janet Yellen macht auf Risiken ...
Ölpreise und China belasten  Washington - US-Notenbankchefin Janet Yellen will an ihrer Politik der moderaten Zinserhöhungen festhalten. Sie sieht aber Risiken durch eine schwächer gewordene US-Konjunktur und das Stottern des Wachstums in China. 
Betriebsgewinn geht zurück  Hinwil ZH - Die in der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik tätige Belimo-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem ...
Der Umsatz von Belimo blieb stabil, der Betriebs-und Reingewinn gingen zurück.
Der Aktienmarkt hat sich heute wieder etwas stabilisiert.
Kurze Verschnaufspause  Zürich - Nach den Kursstürzen der Vortage hat sich der Schweizer Aktienmarkt am ...  
Aktienkurse der Grossbanken verlieren Bern - Die Aktienkurse der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse haben am Montag vor dem Hintergrund der ...
Beide Banken präsentieren in der laufenden Woche ihre Jahresergebnisse.
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3761
    Glaub ich nicht Na dazu müsste man das TTIP-Abkommen aber ja auch erst mal lesen ... So, 07.02.16 11:23
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Abkommen TTIP ist das Beste was Europa passieren kann. Es braucht strenge ... Do, 04.02.16 09:55
  • Pacino aus Brittnau 710
    Zu spät . . . Die atomare Verseuchung ist beispielsweise im Irak, aber auch in Japan, ... Di, 19.01.16 07:52
  • HeinrichFrei aus Zürich 407
    Davos: Wird auch über eine weltweite atomare Abrüstung diskutiert? Wird in Davos auch über eine weltweite atomare Abrüstung diskutiert? ... Mo, 18.01.16 14:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Seit... dem Anschlag durch den Islamisten Merah ist die Rate an antisemitischen ... Mo, 11.01.16 17:52
  • Pacino aus Brittnau 710
    Rosarote Brille . . . Wir wären schon längst in der Lage, intelligentere Energiesysteme (auch ... Mo, 04.01.16 18:38
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Dass... die Chinesen in der Rüstungstechnologie noch deutlich hinterherhinken ... Do, 31.12.15 16:45
  • Kassandra aus Frauenfeld 1664
    Wind und Sonne kann man auch durch Sanktionen und Kriege nicht lahmlegen! Die ... Mo, 28.12.15 17:53
Meister wechselt von der CS zu Implenia.
Green Investment Hans-Ulrich Meister soll Implenia-Präsident werden Zürich - Von der Bank- in die Baubranche: ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
09.02.2016
09.02.2016
m MULTIWAVE Logo
08.02.2016
M MASTER CHRONOMETER Logo
08.02.2016
05.02.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -2°C -2°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel -2°C -1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen -1°C 1°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 2°C 4°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 3°C 5°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 3°C 10°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten