«Wir sind bereit und fähig zu handeln»
EZB-Präsident droht mit Strafzinsen auf Einlagen
publiziert: Donnerstag, 5. Dez 2013 / 17:34 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Dez 2013 / 23:27 Uhr
EZB-Präsident Mario Draghi. (Archivbild)
EZB-Präsident Mario Draghi. (Archivbild)

Frankfurt/London - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Bereitschaft zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik bekräftigt. «Wir sind bereit und fähig zu handeln», sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt.

4 Meldungen im Zusammenhang
Es stünden verschiedene Instrumente zur Verfügung. Auf der Sitzung der EZB-Spitze habe man auch «kurz und oberflächlich» über die Möglichkeit eines Strafzinses gesprochen. Dies wäre der Fall, wenn die Währungshüter den sogenannten Einlagesatz, den Institute normalerweise bekommen, wenn sie Geld bei der EZB parken, von derzeit 0 Prozent senkten.

Faktisch würden damit die Banken für Guthaben bei der EZB Zinsen zahlen müssen, anstatt welche dafür zu erhalten. Ziel eines solchen Schrittes wäre es, die Geschäftsbanken zu drängen mehr Kredite zu vergeben, statt das Geld bei ihr zu bunkern.

Eine weitere Möglichkeit, die Wirtschaft anzukurbeln sind Refinanzierungsgeschäfte, bei der sich Banken für längere Zeit Geld bei der EZB sichern können. Ende 2011/Anfang 2012 hatten sich Banken rund eine Billion Euro bei der Zentralbank für je drei Jahre gesichert.

Draghi sagte dazu, die aktuelle Situation sei nicht vergleichbar. Denn - anders als heute - sei die Unsicherheit damals sehr gross gewesen.

Festhalten am Leitzins

Die EZB erwartet trotz der wirtschaftlichen Belebung im nächsten Jahr eine weiter abnehmende Inflation in der Euro-Zone. Die Ökonomen senkten ihre Prognose für die Teuerungsrate 2014 von 1,3 auf 1,1 Prozent.

«Wir dürften eine längere Phase niedriger Inflation erleben», sagte Draghi. Die Euro-Währungshüter hatten ihren Leitzins im November auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gedrückt, um die Gefahr einer Deflation - einem Preisverfall auf breiter Front - frühzeitig zu bannen.

2015 soll die Teuerungsrate auf 1,3 Prozent steigen, das wäre immer noch weniger als in diesem Jahr mit 1,4 Prozent. Die EZB spricht nur bei Werten von knapp unter 2 Prozent von stabilen Preisen. Draghi erwartet «eine schrittweise Aufwärtsbewegung» in Richtung dieser Marke. An diesem Leitzins hält die EZB auch im Dezember fest, wie sie heute mitteilte.

Langsame Erholung

Etwas optimistischer als noch im September bewertet die EZB die Konjunktur in der Euro-Zone. Die Währungshüter hoben ihre Wachstumsprognose für 2014 von 1,0 auf 1,1 Prozent an und erwarten 2015 ein Plus von 1,5 Prozent.

«Die Konjunktur erholt sich in einem geringen Tempo», sagte Draghi. In diesem Jahr dürfte das Bruttoinlandprodukt um 0,4 Prozent schrumpfen.

(bg/sda)

Machen Sie auch mit! Diese wirtschaft.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zum Jahresende ist die Inflation in ... mehr lesen
Die Teuerung in der Euro-Zone geht zurück.
Trübe Stimmung an der Wall Street.
Die unerwartet zügige Erholung der US-Wirtschaft hat am Donnerstag erneut die Wall Street belastet. Es wird befürchtet, dass die Notenbank ihre massive Stützung der Konjunktur bereits ... mehr lesen
Frankfurt/London - Die Europäische ... mehr lesen
Notenbankchef Mark Carney hat die Zinspolitik an die Lage am Arbeitsmarkt gekoppelt.(Archivbild)
Europas Finanzsystem soll so stabil sein wie seit Jahren nicht mehr. (Archivbild)
Die Stabilität des Finanzsystems in der Euro-Zone ist nach Ansicht der EZB fast wieder so hoch wie vor Beginn der globalen Finanzkrise im Sommer 2007. Allerdings blieben die ... mehr lesen
Wirtschaftsmotor Inflation
«Wir dürften eine längere Phase niedriger Inflation erleben»,

Na und? Inflation ist der Sozialismus der Reichen. Eine Deflation wäre spannender.
Die Inflation als einziger Wirtschaftsmotor ist kein nachhaltiges Rezept, aber leider gelebte Realität.
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien überwiesen.
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien ...
Konto auf Bahamas aufgegeben  Buenos Aires - Der argentinische Präsident Mauricio Macri will sein auf den Bahamas geparktes Geld nun in Staatsanleihen in der Heimat investieren. Er habe den Verwalter des Kontos angewiesen, die 1,2 Millionen US-Dollar aus der Karibik nach Argentinien zu überweisen. mehr lesen 
Fassungslos und tief erschüttert  Zürich - Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn hat sich das Leben genommen. Er wurde 59 Jahre alt. Für den Konzern ist es bereits der zweite Suizid eines hochrangigen Managers innert ... mehr lesen
Senn war sechs Jahre lang Zurich-Chef.
Janet Yellen hat die Märkte auf die Zinserhöhung vorbereitet.
Geldpolitische Straffung  Washington - US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die Märkte auf eine baldige Zinserhöhung vorbereitet. Wahrscheinlich sei eine geldpolitische Straffung «in den kommenden Monaten ... mehr lesen  
Hohe Bankgebühren  Bern - Bankkunden sehen oft davon ab, ... mehr lesen
Banken haben die Erwartungen nicht erfüllt.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Energie sparen, Elektroauto
Startup News So spart man mit dem Elektroauto Die Anschaffung eines Elektroautos mag sich für manche immer noch ein wenig futuristisch anhören, sind sie ja tatsächlich in der Form, wie wir sie heute kennen, erst ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Videos werden in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger - der User favorisiert dieses Medium.
Publinews Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und bringt den Menschen wie den Unternehmen wunderbare Möglichkeiten. Viele Tätigkeiten werden ... mehr lesen
Viele Offshore Firmen für Aktenschränke und andere Produkte haben sich in der Schweiz niedergelassen.
Publinews Im Jahr 2018 ist die Schweizer Wirtschaft kräftig gewachsen. Doch waren die guten Resultate im zweiten Halbjahr eher verhalten. Seit diesem ... mehr lesen
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht ... mehr lesen
...für Oma und Opa, Gotti und Götti sowie all die anderen lieben Menschen.
Publinews An diesen Weihnachtsgeschenken hat man das ganze Jahr lang Freude  Verstauben deine schönsten Fotos? Wir präsentieren sechs Ideen, wie du aus deinen besten Aufnahmen coole Weihnachtsgeschenke machst. mehr lesen
Jetzt bewerben bei «Die Höhle der Löwen»!
Startup News Das weltweit bekannte Erfolgsformat der Gründer-Show kommt dank TV24 2019 endlich auch in die Schweiz. mehr lesen
Die spezielle Trägermatrix erlaubt es den Tumoren, ihre natürliche 3D-Struktur zu bilden.
Startup News Erfolgreiche Unternehmer, die zu Start-up-Investoren und schliesslich selbst zum kreativen Jungunternehmer werden, gibt es nicht nur in San Francisco und in ... mehr lesen
HP Instant Ink
Startup News Nie wieder tintenlos! Dank Instant Ink haben Sie immer Tinte daheim - noch bevor sie Ihnen ausgeht. Automatisch durch den Drucker bestellt und kostenlos ... mehr lesen
Schweizer Flagge
Startup News Gründet ein Schweizer Jungunternehmer eine Tochtergesellschaft in Form einer GmbH in Deutschland stellt sich zu ... mehr lesen
Startup
Startup News Der Gründergeist und der Erfolg des Silicon Valley und auch Silicon Wadi hat viele junge Unternehmer in ganz Europa inspiriert. In Europa hat ... mehr lesen
Maurizio Lipari, Geschäftsführer und Inhaber pebe AG.
Publinews Interview  In den Siebziger Jahren gründete ein gewisser Peter Baumann in Frauenfeld ein EDV-Unternehmen. Trotz verschiedener Änderungen in der ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
SWISS GLAM ROCK FEST Logo
17.04.2019
CRYPTO VALLEY JOURNAL CVJ.CH Logo
17.04.2019
TESL THE ENGLISH SCHOOL LUGANO Logo
17.04.2019
Da Long Yi Logo
17.04.2019
17.04.2019
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 5°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 5°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 6°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 5°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 5°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 7°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 10°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten