EU-Kommission sieht baldige Erholung der Wirtschaftslage
publiziert: Montag, 14. Sep 2009 / 13:13 Uhr

Brüssel - Nach einem dramatischen Einbruch erholt sich die Konjunktur in Europa wieder. Nach Ansicht der EU-Kommission müssen die Konjunkturprogramme der EU-Staaten und die Reparatur des Finanzsektors aber fortgesetzt werden, da das Wachstum schwach bleibe.

Die Lage hat sich vor allem wegen den  milliardenschweren staatlichen Konjunkturspritzen deutlich verbessert. (Symbolbild)
Die Lage hat sich vor allem wegen den milliardenschweren staatlichen Konjunkturspritzen deutlich verbessert. (Symbolbild)
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Für das Gesamtjahr 2009 geht die Kommission weiterhin von einem beispiellos starken Einbruch der Wirtschaftsleistung um 4 Prozent in der Euro-Zone und in der EU aus.

Trotz der besseren Lage hob die Kommission damit ihre Prognose nicht an, weil die Wirtschaft im ersten Quartal viel stärker geschrumpft war als zunächst angenommen.

Für Deutschland sind die Aussichten dagegen wegen des überraschenden Wachstums im Frühjahr nicht mehr ganz so düster wie im Mai: Die Kommission erwartet jetzt einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 5,1 Prozent nach 5,4 Prozent bei der vorangegangenen Prognose.

Konjunkturspritzen sei Dank

Seit dem zweiten Quartal habe sich die Lage vor allem dank der milliardenschweren staatlichen Konjunkturspritzen deutlich verbessert. «Aber die schwache Wirtschaft wird bei der Beschäftigung und den öffentlichen Finanzen weiter ihren Tribut fordern», erklärte EU-Wirtschafts- und Währungskommissar.

Die EU-Länder müssten ihre Konjunkturprogramme vorantreiben und die Sanierung der Banken beschleunigen, damit Haushalte und Unternehmen an Kredite kämen. Zugleich müsse ein Ausweg aus der rapide steigenden Staatsverschuldung gesucht werden.

Für Frankreich hob die Kommission ihre Prognose kräftig an. Sie geht nun von einem Minus von 2,1 Prozent aus - im Mai waren es noch minus 3,0 Prozent. In Italien, Spanien, Grossbritannien und den Niederlanden erwartet die Kommission dagegen einen stärkeren Konjunktureinbruch als zuvor.

(sl/sda)

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