AKW Mühleberg geht wieder ans Netz
ENSI gibt grünes Licht für AKW Mühleberg
publiziert: Samstag, 24. Sep 2011 / 14:58 Uhr / aktualisiert: Samstag, 24. Sep 2011 / 15:50 Uhr
Das 1972 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Mühleberg des Energiekonzerns BKW.
Das 1972 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Mühleberg des Energiekonzerns BKW.

Bern - Das AKW Mühleberg darf wieder ans Netz. Knapp drei Monate nach der Abschaltung und einer Nachrüstung hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspekorat (ENSI) die Anlage am Freitag wieder freigegeben. Das AKW wird in den nächsten Tagen hochgefahren.

5 Meldungen im Zusammenhang
Derzeit sei die Wiederanfahr-Prozedur mit verschiedenen Tests im Gang, sagte BKW-Sprecher Antonio Sommavilla am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Wann genau das AKW wieder ans Netz geht, konnte Sommavilla nicht sagen. Wenn die Tests erfolgreich seien, werde die Anlage aber «zeitnah» wieder in Betrieb genommen.

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima hatte die BKW das AKW Mühleberg Ende Juni abgeschaltet. Sie war dadurch einer wahrscheinlichen Ausserbetriebnahme durch das ENSI zuvorgekommen. Grund waren Bedenken, dass bei einem extremen Hochwasser eine Wasserzuleitung verstopft werden könnte.

Minimum an Sicherheit

Anfang September hatte die Aufsichtsbehörde die geplanten Massnahmen als ausreichend beurteilt und die Freigabe nach deren Umsetzung in Aussicht gestellt. In den letzten Wochen waren beim AKW Mühleberg drei zusätzliche Ansaugstutzen bei der Kühlwasserentnahme aus der Aare eingebaut und weitere Sicherheitsmassnahmen umgesetzt worden.

Damit sei gewährleistet, dass die Wasserversorgung des Notstandgebäudes nach Eintreten eines Extremereignisses verstopfungssicher erfolge, schreibt das ENSI in einer Mitteilung vom Samstag. Die Aufsichtsbehörde hat die von der BKW durchgeführten Arbeiten inzwischen geprüft und abgenommen.

Damit erfüllt das AKW Mühleberg aber nicht mehr als die Minimalanforderungen an die Sicherheit. Für den Langzeitbetrieb fordert das ENSI ein zusätzliches Kühlsystem. Auf dem Prüfstand ist derzeit ein Kompaktkühler, der den Reaktor im Notfall mit Luft kühlen könnte.

Langzeitbewilligung ungewiss

Bis Ende März 2012 müssen alle Schweizer AKW zudem den Nachweis erbringen, dass sie einem Extrem-Erdbeben standhalten können und auch gegen einen dadurch verursachten Bruch eines Staudammes gewappnet sind. Erst danach entscheidet das ENSI über die Langzeitbewilligung für das AKW Mühleberg.

(asu/sda)

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Glashaus
Sie sassen offenbar auch neben den Fenster beim Lesen.

Gratis ist es für die Betreiber diesen Herzustellen in einer amortisierten Anlage.. Aber wir werden kräftig weiter abgezockt mit demnächst viel teurerem Atomstrom.
Das ist ein Widerspruch der sehr gerne übersehen wird.
Warum soll man dem Steuerzahler etwas zurückgeben, ist ja lächerlich in einer "freien" Marktwirtschaft nicht wahr.

Im Gegenteil, wenn dann plötzliche haarstäubende Kosten für den Rückbau fällig werden und den Mehrkosten wegen diversen "Überraschungen" während des Rückbaus, wird dann sicher wieder die hohle Hand gemacht beim Steuerzahler.
Vorläufig verloren.
Da die Politik ja jetzt den "definitiven" Ausstieg beschlossen hat, wird es den Konzernen auch leichter fallen, zusätzlich anfallende, nicht vorhergesehene Kosten mit gutem Gewissen auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einigen Ueberraschungen führen :-)
Ich freue mich auf die endlosen Streitereien um die Abfallagerung - denn nach wie vor will den niemand haben. Da wird dann die Wiederverwertung plötzlich eine interessante Alternative werden...

Das werden aber nicht die einzigen Ueberraschungen sein. Auch der definitive "Einstieg" in "neue" Energieträger wird noch einige Ueberraschungen und vor allem Kosten bringen, noch bevor eine Produktion in nennenswerter Höhe erfolgen kann.
Ganz zu schweigen von den Ueberraschungen in Sachen "Sparen". Da braucht man jetzt wahrlich kein Prophet zu sein, um das voraussehen zu können.

Das eine Schöne daran ist ja, dass die Ausstiegs-Turbos jetzt in der Pflicht sind, was Infrastrukturbau betrifft.
Das andere Schöne daran ist, dass auch in Sachen "Sparen" genau die richtigen betroffen sein werden. Es sind vor allem die Vielverbraucher unter den Privaten, die auf einen raschen Ausstieg pochen.

Im Gegensatz zu den materiellen Verlusten lässt sich halt die Schadenfreude nicht sozialisieren.
Ach, der mit dem Fensterplatz
im kurzen Nachdenken.

Es produziert also GRATIS Strom? Merkwürdig, sonst behaupten Eure Leute ja immer, der Atomstrom werde nächstens massiv teurer. Naja, in Sachen Widersprüchen sind die Aussteiger ja Spitze.
Ist amortisiert aber . . .
. . . nun fängt erst die Zeit an, in der der gesetzlich vorgeschriebene Rückbau und die Abfallentsorgung finanziert werden soll. Dieser Ausstieg könnte uns noch einige Überraschungen bescheren.
Wäre es sowieso
Das Werk wurde vom Steuerzahler bezahlt, ist amortisiert und produziert jetzt im Prinzip gratis Strom. Selbst wenn ein neues gebaut worden wäre, hätte es mindestens bis 2030 gedauert bis die ganzen Initiativen und Gerichtsverfahren abgeschlossen wären und dann hätte es während der Bauarbeiten immer und immer wieder nachgerüstet werden müssen. Da es ja nur ein alter Reaktortyp hätte sein können. Oder ein aufgemotzter alter Reaktortyp. Da wären Mehrkosten in Millionen oder Milliarden Höhe dazu gekommen, nebst laaangen Bauverzögerungen und daneben wäre der alte Bock immer noch im Betrieb.

Also ist Ihre Antwort auf die berechtigten Bedenken von Heinrich Frei, Blödsinn.
Und dank Leuten wie Ihnen
wird es jetzt noch eine ganze Weile am Netz bleiben müssen.

Danke, lieber Heinrich!
AKW-Mühleberg: trotzt Rissen wieder in Betrieb
Das Kernkraftwerk Mühleberg darf nach den Hochwasserschutz-Nachrüstungen wieder in Betrieb genommen werden. Der Reaktor in Mühleberg produziert sei 1972 Strom, also seit 39 Jahren. Er weist in Sachen Erdbebensicherheit Mängel auf. In den 1990er Jahren wurden auch Risse an Schweissnähten im nicht-druckführenden Kernmantel festgestellt. Die Risse werden mit Klammern zusammengehalten. – Autos, Staubsauger und Kühlschränke die wir 1972 kauften landeten längst auf der Schrotthalde. Auch Zürcher und Berner Trams die vierzig Jahre alt sind wrackt man langsam aber sicher ab.
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