ENSI gibt Schweizer Kernanlagen gute Noten
publiziert: Freitag, 29. Jun 2012 / 17:46 Uhr
Das AKW Leibstadt (Bild) meldete elf und das AKW Beznau sieben Vorkommnisse.
Das AKW Leibstadt (Bild) meldete elf und das AKW Beznau sieben Vorkommnisse.

Brugg AG - Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) stellt den Atomanlagen in der Schweiz auch für das Jahr 2011 ein gutes Zeugnis aus. Die Aufsichtsbehörde zählte 31 meldepflichtige Vorkommnisse - ein Viertel weniger als 2010.

Erneuerbare Energie
7 Meldungen im Zusammenhang
Wie das ENSI am Freitag weiter mitteilte, befinden sich die Anlagen in der Schweiz in einem sicherheitstechnisch guten Zustand und weisen auch im internationalen Vergleich einen hohen Sicherheitsstandard auf.

Das AKW Leibstadt meldete elf und das AKW Beznau sieben Vorkommnisse. Weitere fünf Vorkommnisse betrafen das AKW Gösgen und vier das AKW Mühleberg. Die Behörde ordnete ein Vorkommnis beim AKW Mühleberg der Stufe 1 auf der von 0 bis 7 reichenden internationalen Ereignisskala INES zu.

Die AKW-Betreiberin BKW war zum Schluss gekommen, dass eine gleichzeitige Verstopfung der Ansaugvorrichtungen der Notstandsystem-Wasserfassung bei einem Extremhochwasser nicht ausgeschlossen werden könne.

Die BKW hatte das AKW deshalb im Juni fünf Wochen vor dem geplanten Revisionstermin ausser Betrieb genommen und das Werk nachgerüstet. Im September erlaubte das ENSI der BKW das Wiederanfahren des Reaktors. Das AKW entspreche heute den gesetzlichen Anforderungen, hält das ENSI fest.

Strahlenschutz immer gewährleistet

Drei weitere Vorkommnisse zählte die Aufsichtsbehörde auch bei den Kernanlagen des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Villigen AG und ein Vorkommnis beim Forschungsreaktor der ETH Lausanne. Alles rund lief beim atomaren Zwischenlager in Würenlingen AG und beim Forschungsreaktor der Universität Basel.

Der Schutz vor ionisierender Strahlung war für die Bevölkerung und die strahlenexponierten Personen in den Kernanlagen gemäss ENSI zu jeder Zeit gewährleistet. Die Abgaben von radioaktiven Stoffen an die Umwelt via Abwasser und Abluft aus den Schweizer Kernanlagen seien 2011 weit unterhalb der bewilligten Werten gelegen.

Erkenntnisse aus Fukushima

Das Reaktorunglück im japanischen Fukushima prägte die Arbeit der Atomaufsichtsbehörde im vergangenen Jahr stark. Das ENSI erliess aufgrund der Erkenntnisse aus Japan eine Vielzahl von Verfügungen und verlangte von den AKW-Betreibern eine Reihe von Nachweisen und Überprüfungen.

Das ENSI kam nach ersten Abklärungen zum Schluss, dass aufgrund der bisherigen Erkenntnisse aus Fukushima keine unmittelbare Gefahr für die Schweizer Bevölkerung bestehe und keines der Atomkraftwerke vorsorglich abgeschaltet werden müsse.

Dennoch gebe es Verbesserungsbedarf. Erste wichtige Massnahmen seien bereits umgesetzt, andere seien in einem Aktionsplan zusammengefasst und würden bis 2015 abgearbeitet, schreibt das ENSI.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brugg - Die Reaktordruckbehälter der Atomkraftwerke Mühleberg und ... mehr lesen 2
Nach aufgefundenen Fehler in Belgien werden die AKW`s in der Schweiz nochmals geprüft.
Wien - Das österreichische Umweltministerium hat eine Studie zur Sicherheit des AKW Mühleberg verfassen lassen. Diese ... mehr lesen
Die österreichische Regierung schliesst offenbar auch eine Klage gegen Mühleberg nicht aus.
Bern - Die Organisation der Automaufsichtsbehörden der EU-Staaten (ENSREG) gibt den Schweizer AKW ... mehr lesen
EU-Atomaufsichtsbehörden geben Schweizer AKW gute Noten.
Weitere Artikel im Zusammenhang
AKW Mühleberg.
Brugg AG - Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ... mehr lesen
Brugg AG - Eine Expertengruppe der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) hat am Montag mit der Überprüfung des ... mehr lesen
ENSI-Direktor Hans Wanner: «Es ist hilfreich, selber Verbesserungspotenzial aufzuzeigen.»
Nutzen Sie die kostenlose Energie von der Sonne!
Helvetic Energy GmbH
Winterthurerstrasse 702
8247 Flurlingen
...bis 30% Heizkosten sparen und CO2 reduzieren!
Branchenverband, Ihr kompetenter Partner für Elektro-, Energie- und Informationstechnik
Electrosuisse
Luppmenstrasse 1
8320 Fehraltorf
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
Den Gasherd auch in schweren Zeiten zum schwitzen bringen. (Symbolbild)
Den Gasherd auch in schweren Zeiten zum ...
Laut BFE  Bern - Die Schweizer Erdgasversorgung ist laut Bundesamt für Energie (BFE) gut gegen Risiken und Krisen gerüstet. Das Departement für Umwelt, Energie, Verkehr und Kommunikation (UVEK) stellte diese Woche Brüssel seine Stellungnahme zum «Stresstest Energiesicherheit» zu. 
«Es ist ein ehrgeiziges und dennoch realistisches Ziel». (Symbolbild)
EU-Kommission will 30 Prozent Energie einsparen bis 2030 Brüssel - Die EU-Staaten sollen für den Klimaschutz ihren Energiekonsum bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent senken. Das ... 2
ETH-Zukunftsblog Aktuelle Werte rar  Gesamtwirtschaftliche ökonomische Modelle, mit denen man die Wirkung von energiepolitischen Instrumenten abschätzen kann, basieren auf vielfältigen Annahmen. Ein wichtiger Baustein dafür ist das Verhalten von Konsumenten bei Energiepreisänderungen. Doch aktuelle Schweizer Literaturwerte dazu sind rar.  
Die Einspeisung von privat erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien zu einem Garantiepreis erhöht die Kosten.
Strompreise steigen 2015 um 3,7 Prozent Aarau - Die Strompreise dürften in der Schweiz im kommenden Jahr um durchschnittlich 3,7 Prozent steigen. Das hat der Verband ...
Titel Forum Teaser
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
Green Investment Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Juliane Fritz, Investment Manager b-to-v Partners AG
Startup News Auf der Suche nach dem nötigen Kleingeld? Tipps von einer Investment Managerin Venture Capitalist über Business Angels zu Inkubatoren: Es gibt viele Wege wie man als Startup Investoren finden kann. Die ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Erneuerbare Energie
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
27.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 13°C 17°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 11°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 15°C 20°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 14°C 23°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 16°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 16°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 20°C 26°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten