Repräsentative Umfrage zum E-Mail-Management
E-Mail Flut macht Mitarbeiter krank
publiziert: Montag, 7. Mai 2007 / 07:49 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 07:18 Uhr

Die elektronische Geschäftskommunikation überfordert Unternehmen und Mitarbeiter. Bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit wird mit der Bewältigung der internen und externen E-Mail-Flut verbracht und macht nachweislich krank.

Jeder fünfte User fühlt sich in seiner Konzentration gestört und von wichtigerer Arbeit abgehalten. Die Folge: Stress.
Jeder fünfte User fühlt sich in seiner Konzentration gestört und von wichtigerer Arbeit abgehalten. Die Folge: Stress.
Viele Arbeitsprozesse sind unklar – oder noch schlimmer – E-Mails bleiben einfach unbeantwortet. Nicht auszudenken, wenn Kundenanfragen, Reklamationen, Störungsmeldungen usw. in der Spamflut untergehen, oder wenn das «info@Firma»-Postfach zum Abfallkorb verkommt.

Sinkende Produktivität

E-Mails gehören heute zu den grössten Zeitdieben. Statistiken zeigen, dass das E-Mail-Management der eigenen Mitarbeiter bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit ausmachen. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid in Deutschland zeigt, dass sich 59,3 Prozent der Befragten beklagen, überflüssige oder sinnlose Informationen verarbeiten zu müssen; jeder Fünfte fühlt sich in seiner Konzentration gestört und von wichtigerer Arbeit abgehalten. Die wachsende Belastung durch zu viele Mails und der Druck, schnell antworten zu müssen, den mehr als ein Drittel der Interviewer beklagen, schlägt sich in Unternehmensbilanzen nieder. So könne die Produktivität einer Firma um bis zu 40 Prozent sinken, wenn Angestellte versuchen, parallel zur eigentlichen Arbeit die Mailkorrespondenz zu erledigen.

Informationssucht statt Arbeit

Das «Pseudo-ADS» (Attention Deficit Disorder) ist ein häufig bei Kindern diagnostiziertes Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, das Experten bei E-Mail Lesern immer häufiger zu finden glauben: Wer ständig neue Mails lese und beantworte, verliere die Fähigkeit, an dauerhaften Projekten zu arbeiten und könne sogar eine handfeste Informationssucht entwickeln, erklärt der amerikanische Psychologe Edward Hallowell.

(vs)

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