«Du musst dir die richtigen Fragen stellen!»
publiziert: Freitag, 10. Jun 2011 / 11:15 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Jun 2011 / 11:36 Uhr
Arnaud Betrand: Erfolgsunternehmer mit erst 26 Jahren
Arnaud Betrand: Erfolgsunternehmer mit erst 26 Jahren

Während die neuen venture leaders gerade ihre ersten Tage in Boston verbringen, ist der frühere Gewinner Arnaud Bertrand weiterhin dick im Geschäft. Sein Startup Housetrip, das komplette Ferienwohnungen zum Preis eines Hotelzimmers vermietet, zählt zu den besten in Europa. Vor ein paar Tagen wurde Bertrand im Vorfeld des G8-Gipfels in Paris als Redner zu einem exklusiven Internet-Forum eingeladen. Ein Interview mit dem jungen Erfolgsunternehmer.

1 Meldung im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Mehr über HouseTrip
Webseite des Ferienwohnungsportals
housetrip.com

mehr über venture leaders
Mit der Schweizer Startup Nationalmannschaft nach Boston
ventureleaders.ch

Lang überlegen musste Arnaud Bertrand nicht, als eine Einladung von Nicolas Sarkozy höchstpersönlich kam. Denn die Gästeliste des e-G8 Gipfelsaus Vorstandschefs, Technologieexperten, Jung-Unternehmern und Bloggern, war gespickt mit den interessantesten Unternehmerpersönlichkeiten unserer Zeit, wie z.B. Google-Chef Eric Schmidt, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Skype-Gründer Niklas Zennström oder Medienmogul Rupert Murdoch. Umso interessanter waren für den Jungunternehmer die vielen Eindrücke der Veranstaltung, in der es um die Regularien und die «Zivilisierung» des Internets ging und aufzeigen wollte, wie das Internet wirtschaftliches Wachstum fördern kann.

Freiheit dem Internet

«Wie viele Leute, habe auch ich eine Abneigung gegenüber Regierungen, wenn sie das Internet kontrollieren wollen - das geht gegen dessen Prinzipien», meint Bertrand. «Genau das bremst Innovation und es würde dann kaum so tolle Angebote, wie Spotify, Hulu oder auch iTunes geben.» Unternehmen, wie Industrie müssen sich so immer wieder neu erfinden, was am Ende auch die User mit einbezieht. Andrew Mason Gründer und CEO von Groupon brachte es auf der Konferenz auf den Punkt, als er auf die Frage antwortete, ob er denn Angst vor Facebook und deren Einstieg ins Coupon- und Rabattgeschäft habe: «Wenn Facebook Groupon platt macht, würde das bedeuten, dass sie die Wünsche der User besser erfüllen, was wiederum bedeutet, dass es das Beste für die Allgemeinheit ist.»

Zu den Themen des Internet-Forums haben wir Arnaud Bertrand zum Interview gebeten.

«Arnaud, auf dem e-G8-Gipfel galt das Internet als 8. Kontinent, der immer mehr zum Wirtschaftswachstum beiträgt. Mit welchem Beschluss könnte eine Regierung deiner Meinung nach konkret die Gründung von Online-Startups fördern?»

Arnaud Bertrand: «Um Jeff Jarvis an der Konferenz zu zitieren wäre es ein guter Schritt, Startups generell nicht zu schaden, d.h. sie nur mit einem Minimum von Bürokratie, niedrigen Rechtskosten, usw. einfach sich frei entwickeln lassen. Finanzierung ist ebenso enorm wichtig. So könnten Regierungen verstärkt Strukturen schaffen, um Startkapital an erfolgsversprechende Startups zu vergeben. Sie sollten auch die Entstehungen von IT-Wissenszentren, wie das z.B. in Silicon Valley oder im geringeren Mass in London der Fall ist, begünstigen. Eben genau dort, wo sich ständig ein exzellenter Pool aus den verschiedensten Bereichen bewegt und sich entwickelt. Die Schweiz macht sich bereits gut in den ersten zwei Lösungen, in der letzten leider noch nicht.»

«Du bist ein Verfechter für die Freiheiten des Internets: Siehst du das Internet auch als Waffe der Demokratie in Anbetracht der letzten Situationen in Ägypten und Nordafrika?»

Arnaud Bertrand: «Ich würde nicht sagen, dass das Internet eine Waffe ist, aber es ist auf jeden Fall ein fantastisches Kommunikationsmittel, das Ideen schnell verbreiten kann. Wenn eine Idee reif ist - wie z.B. zuletzt die Demokratie in den bekannten Gebieten - hilft das Internet, diese in Lichtgeschwindigkeit zu verbreiten. Das macht eine Revolution in nur wenigen Tagen möglich. Das ist natürlich eine positive Entwicklung. Es könnte aber auch gefährlich werden, wenn etwas Destruktives verbreitet werden würden - aber so etwas haben wir bisher noch nicht erlebt.»

«Für viele, wie auch für dich, ist das Internet zu einem Segen geworden. Wie schätzt du die Macht von Facebook, Google & Co ein? Kann sie uns vielleicht sogar gefährlich werden?»

Arnaud Bertrand: «Auf Firmen wie Google, die eine solch unglaubliche Menge an Informationen über das Individuum haben, sollte die Regierung ein Auge haben, damit die Privatsphäre des Einzelnen geschützt bleibt. Für mich ist es OK, wenn bei Gmail passende Werbung zu meiner Mail angezeigt werden, so lange der Inhalt nicht von einem anderen gelesen werden kann. Cookies sind genauso in Ordnung und unverzichtbar, wenn man sich im Internet bewegt. Es bleibt also OK, so lange nur Maschinen deine Wege nachverfolgen und ich dabei ein Individuum bleibe.»

«Du hattest 2009 die Gelegenheit im Rahmen von venture leaders deine Businessidee vor amerikanischen Investoren vorzustellen. Was hat es dir gebracht?»

Arnaud Bertrand: «Auf diesem Weg sind wir an einen Investor gekommen. Also war es diesbezüglich ein sehr lohnenswert.» (grinst)

«Welche Tipps hast du dabei für andere Startups für die Finanzierung? Housetrip konnte sich ja schon mehrere Investoren sichern.»

Arnaud Bertrand: «Einen Investor zu finden ist der ein toller erster Schritt, der zeigt, ob dein Startup eine Erfolgschance hat und du gleichzeitig der richtige Leader dafür bist - denn du bist ja dafür verantwortlich. Wenn du keinen Investor findest, musst du dir einige harte Fragen stellen: entweder machst du etwas falsch oder es liegt an deinem Startup. Ich weiss, dass klingt ein bisschen hart, aber ich glaube an die Veränderung: wenn du dir die richtigen Fragen stellst, bist du auf dem besten Weg es zum positiven zu verändern. Wichtig ist es, die passenden Investoren zu haben. Nur Geld zu bekommen, weil man einen Wettbewerb gewonnen hat zählt nicht und hat überhaupt nichts mit dem Erfolgspotential des Startups zu tun - das beweissen zahlreiche Beispiele.»

«Was sind deine nächsten Pläne mit Housetrip?»

Arnaud Bertrand: «Unser nächster Meilenstein wird sein insgesamt einen durchschnittlichen Umsatz von CHF 100 Mio. zu erwirtschaften. Wir hoffen, dass es bereits nächstes Jahr soweit ist.»

«Stell dir vor, du wärst kein erfolgreicher Jungunternehmer, sondern könntest dir jeden Job auf der Welt aussuchen und hättest sofort alle Fertigkeiten dafür - was wäre das?»

Arnaud Bertrand: «Dann würde ich gern ein Web-Entwickler sein. Ich denke Webentwickler haben einen absolut riesigen Einfluss: Sie können fantastische Programme entwickeln, die die Welt nach Belieben darstellen können.»

«Arnaud, herzlichen Dank für deine Antworten und weiterhin viel Erfolg!»

Mehr über HouseTrip

Das einfache Konzept von HouseTrip beruht darauf, dem Feriengast eine Ferienwohnung oder eine Villa zum Preis eines Hotelzimmers anzubieten. Die Buchung auf HouseTrip.com ist einfach und sicher. Einfach, weil der Gast die Wohnung genauso wie ein Hotelzimmer online bucht und per Kreditkarte zahlt. Sicher, weil HouseTrip.com transparent arbeitet. Der Kunde zahlt über eine sichere Verbindung, und der Vermieter erhält die Miete erst nach Eintreffen des Feriengasts. Auch die Ferienwohnungsvermieter profitieren von den kostenlosen Inseraten auf HouseTrip.com. HouseTrip.com ist seit Januar 2010 online. Das Portal bietet derzeit Ferienwohnungen an mehr als 350 Reisezielen weltweit an. Täglich kommen neue Unterkunftsangebote hinzu. Das Unternehmen finanziert sich neben dem Kapital von Index Ventures auch dank verschiedener Business Angels.

(th/venturelab)

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