Dokument mit Madoff-Geschädigten veröffentlicht
publiziert: Freitag, 6. Feb 2009 / 21:26 Uhr

New York - Bei seinem Milliarden-Betrug hat Bernard Madoff vor dem Geld seiner Familie nicht Halt gemacht. Unter den Opfern des Anlageschwindlers sind auch Madoffs Frau Ruth, die Söhne sowie der Bruder des ehemaligen US-Börsenchefs.

Madoff bezifferte den Schaden auf 50 Mrd. Dollar.
Madoff bezifferte den Schaden auf 50 Mrd. Dollar.
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Das geht aus einem 163-seitigen Dokument hervor, das ein Gericht in New York veröffentlicht hat. Auf jeder Seite stehen die Namen von 80 Opfern, darunter Banken, Konzerne, Stiftungen, Wohltätigkeitsorganisation oder Einzelpersonen. Die Höhe der jeweiligen Investments werden aber nicht genannt.

Zu den tausenden Opfern des 70-jährigen Madoff gehören demnach zahlreiche Prominente, etwa die Hollywood-Stars John Malkovich und Kevin Bacon, CNN-Talkmaster Larry King. Pikanterweise taucht in dem Dokument auch der Name des derzeitigen Anwalts von Madoff auf, Ira Sorkin.

Namen mit Schweizer Bezug

Das Dokument enthält auch zahlreiche Namen mit Schweizer Bezug. Zu den grössten Opfern Madoffs gehören - wie bereits bekannt - auch Kunden der Genfer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP). Weitere Genfer Adressen stützen die Vermutung, dass hierzulande das Westschweizer Finanzzentrum besonders stark betroffen ist.

Es sind aber auch Zürcher, Zuger, Basler oder Luganeser Einträge zu finden. Auch Willy Strothotte, Verwaltungsratspräsident der Rohstoffkonzerne Glencore und Xstrata, kroch Madoff anscheinend auf den Leim, wie der Finanznachrichtendienst «finnews.ch» entdeckt hat.

Madoff bezifferte den Schaden auf 50 Mrd. Dollar. Experten gehen aber von einem tieferen Wert aus. Der tatsächliche Verlust der Anleger dürfte somit eher rund 20 Mrd. Dollar betragen.

(smw/sda)

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