Doch keine Überlebenden nach Flugzeugabsturz?
publiziert: Montag, 25. Jan 2010 / 06:52 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Jan 2010 / 12:22 Uhr

Beirut - Vor der libanesischen Küste ist am frühen Morgen ein Flugzeug mit 90 Menschen an Bord abgestürzt. Die Maschine der Ethiopian Airlines war auf dem Weg von Beirut nach Addis Abeba. Medienberichte über die Bergung von sieben Überlebenden wurden von öffentlicher Stelle dementiert.

Die Aussicht, auch noch später jemanden lebend retten zu können, wurde von den Behörden in der libanesischen Hauptstadt Beirut als gering eingeschätzt. Ein Vertreter der Ethiopian Airlines sagte am Flughafen von Beirut: «Uns liegen derzeit noch keine Berichte von Überlebenden vor.»

Eine Quelle im libanesischen Sicherheitsapparat bestritt, dass die libanesische Armee - wie ursprünglich von örtlichen Medien berichtet - Überlebende gefunden habe. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden bisher lediglich zehn Tote geborgen.

Schlechtes Wetter

Die Boeing 737-800 war um 2.35 Uhr Ortszeit vom internationalen Flughafen Beirut bei schlechtem Wetter gestartet, 25 Minuten später als planmässig. Schon kurz danach ging der Funkkontakt mit der Maschine verloren, wie Ethiopian Airlines mitteilte.

Augenzeugen schilderten, dass sie ein lautes Geräusch gehört hätten, danach sei ein Flugzeug brennend ins Wasser gestürzt. Ein Flughafensprecher berichtete von einem Blitz, der ins Flugzeug eingeschlagen sein könnte. Am Rafik Hariri International Airport versammelten sich besorgte Angehörige.

Frau von Frankreichs Botschafter an Bord

Bei den Fluggästen handelte es sich überwiegend um Libanesen und Äthiopier. In der Maschine sass auch die Frau des französischen Botschafters in Libanon, Marla Sanchez Pietton, wie aus der Botschaft in Beirut und von libanesischen Sicherheitskräften bestätigt wurde.

Laut Fluggesellschaft stammten 51 Passagiere aus Libanon, 23 aus Äthiopien und zwei aus Grossbritannien. Je ein Fluggast kam aus der Türkei, aus Frankreich, Russland, Kanada, Syrien und Irak.

Libanons Präsident Michel Suleiman sagte vor Journalisten, es gebe keinerlei Hinweise auf einen Terroranschlag. «Bislang schliessen wir einen Anschlag aus», sagte der Staatschef.

An der grossangelegten Rettungsaktion sind nach Angaben der Vereinten Nationen auch ein deutsches und ein italienisches Schiff beteiligt.


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(tri/sda)

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