Die meisten Lehrerstellen besetzt
publiziert: Montag, 13. Aug 2012 / 19:34 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Aug 2012 / 15:40 Uhr
Das Profil der Bewerberinnen und Bewerber entspricht in vielen Fällen nicht den Anforderungen der Schule. (Symbolbild)
Das Profil der Bewerberinnen und Bewerber entspricht in vielen Fällen nicht den Anforderungen der Schule. (Symbolbild)

Bern - Nach Jahren des Lehrkräftemangels zeichnet sich in der Schweiz zu Schulbeginn eine leichte Entspannung der Situation ab. In vielen Kantonen konnten die meisten freien Stellen besetzt werden - häufig dank Quereinsteigerinnen und -einsteigern.

Richtig anstellen leicht gemacht
quitt.ch
Badenerstrasse 141
8004 Zürich
4 Meldungen im Zusammenhang
Im Kanton Zürich sind eine Woche vor Schulbeginn nur noch einzelne Stellen offen, wie Martin Wendelspiess, Chef des Zürcher Volksschulamtes, der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage erklärte. Im Juni noch waren im Kanton Zürich 146 Lehrerstellen für das Schuljahr 2012/13 unbesetzt.

«Die Situation ist auch dank der Quereinsteigerkurse deutlich besser als in den letzten zehn Jahren.» Entwarnen will Wendelspiess aber im Hinblick auf steigende Schülerzahlen nicht. Das Bundesamt für Statistik (BFS) geht nämlich davon aus, dass der Kanton bis 2020 rund 13 Prozent mehr Primarschülerinnen und -schüler zählen wird.

Im Kanton Bern haben sich am Montag rund 100'000 Kinder und Jugendliche wieder hinter ihre Pulte geklemmt - und alle Klassen hatten eine Lehrerin oder einen Lehrer vor sich. Einzig zwei Teilzeitstellen konnten bis Schulbeginn nicht besetzt werden.

Verschnaufpause aber keine Entwarnung

Doch auch der bernische Erziehungsdirektor entwarnt nicht. Neben dem wachsenden Schülerbestand - gemäss BFS wird er bis 2020 um gut 5 Prozent zunehmen - machen ihm die guten Zürcher Lehrerlöhne zu schaffen, wie er vergangene Woche erklärte.

Aufatmen dürfte auch der Kanton Aargau. Nachdem er im Mai noch 276 offene Stellen für Lehrkräfte verzeichnete sind jetzt bis auf «ein paar wenige Kleinstpensen» alle Stellen besetzt.

Regierungsrat Alex Hürzeler führt die gestiegene Attraktivität des Lehrerberufs auf «lohnrelevante und arbeitsentlastende Massnahmen» zurück. Zugleich wurden im Kanton Aargau erneut mehr Lehrkräfte aus Deutschland und Österreich und auch Quereinsteiger eingestellt.

Beat Zemp, Zentralpräsident des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH), warnt jedoch davor, aufzuatmen. Weder Studierende im Klassenzimmer noch Quereinsteigende könnten die rund 30'000 Lehrerinnen und Lehrer ersetzen, die in den kommenden zehn Jahren pensioniert würden. Es brauche mehr junge Menschen, welche die reguläre Lehrer-Ausbildung absolvierten.

Zweifel an der Qualität

Wenn auch fast alle Stellen besetzt sind und keine Klasse ohne Lehrperson ist, so sind nicht alle Verantwortlichen von der Qualität ihrer neuen Lehrkräfte überzeugt. «Das Profil der Bewerberinnen und Bewerber entspricht in vielen Fällen nicht den Anforderungen der Schule», erklärte Zemp.

«Häufig haben die Schulleiter keine echte Auswahl», sagte auch Martin Wendelspiess. Aber im Kanton Zürich würden die Ausbildungsanforderungen «so lange wie möglich durchgesetzt».

Der Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH) hatte im Juni mitgeteilt, dass gemäss einer Umfrage viele Schulleiter gezwungen seien, Stellen mit unzureichend qualifizierten Lehrpersonen zu besetzen.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Lehrerdachverbände der Schweiz, Deutschlands und Österreichs kritisieren die heutigen Rahmenbedingungen der ... mehr lesen
Im deutschsprachigen Raum nimmt der Lehrermangel zu.
Die neuen Zulassungs-Regeln gelten ab 1. August 2012. (Symbolbild)
Bern - Der Lehrermangel zwingt die Kantone, neue Wege zu gehen: Künftig sollen auch erfahrene Berufsleute ohne Matur ... mehr lesen
Bern - Rund 40 Prozent der offenen Stellen in den Volksschulen der deutschsprachigen Schweiz sind noch nicht besetzt. Dies ... mehr lesen
Lehrermangel: Es ist schwieriger, Lehrpersonen für die Mittelstufe zu rekrutieren.
Anwaltskanzlei für Arbeitsrecht
Anwaltspraxis A. Gantenbein
Sonnhaldenstrasse 28
9536 Schwarzenbach
Die Suchmaschine für Jobs und Stellenangebote
x28 AG
Seestrasse 40
8800 Thalwill
Auch ausgebildete Büezer haben mehr Lohn verdient. (Symbolbild)
Auch ausgebildete Büezer haben mehr Lohn verdient. ...
Generell 2 bis 2,5 Prozent  Bern - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert für 2015 Lohnerhöhungen von 2 bis 2,5 Prozent. Da grosse Teile der Schweizer Wirtschaft rund liefen, sei das Geld für die Lohnerhöhungen vorhanden. 
Travail.Suisse - Lohnerhöhung verlangt Bern - Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse fordert fürs kommende Jahr Lohnerhöhungen in der ... 1
Während die Managerlöhne stark gestiegen seien, hätten die übrigen Arbeitnehmer nur geringfügig mehr verdient. (Symbolbild)
Konjunktur  Zürich/Berlin - Geopolitische Krisen wie etwa in der Ukraine trüben die Konjunktur in Europa. Sowohl in der Schweiz als auch in der Euro-Zone hat sich die Zuversicht der Industrie im August abgeschwächt. So rechnen die Industrieunternehmen in der Schweiz etwa mit weniger Aufträgen.  
Schweizer Industrie schafft Trendwende Zürich - Die Schweizer Industrie hat die Trendwende geschafft: Die wirtschaftliche Lage bei Industrieunternehmen ...
Experten rechnen mit einer erhöhten Nachfrage. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
Green Investment Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Juliane Fritz, Investment Manager b-to-v Partners AG
Startup News Auf der Suche nach dem nötigen Kleingeld? Tipps von einer Investment Managerin Venture Capitalist über Business Angels zu Inkubatoren: Es gibt viele Wege wie man als Startup Investoren finden kann. Die ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Richtig anstellen leicht gemacht
quitt.ch
Badenerstrasse 141
8004 Zürich
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
CULTURAL NETWORK Logo
29.08.2014
MICHAELLY RENAÎTRE PAR NATURE Logo
28.08.2014
SAVIA Klinische Fusspflege Logo
27.08.2014
27.08.2014
26.08.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 7°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 9°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 9°C 17°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten