Die in Libyen festgehaltenen Schweizer sind frei
publiziert: Dienstag, 29. Jul 2008 / 17:13 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Jul 2008 / 22:10 Uhr

Tripolis/Bern - Die beiden seit dem 19. Juli in Libyen festgehaltenen Schweizer sind am Dienstagabend gegen eine Kaution freigelassen worden. Dies teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern mit.

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Die beiden Männer befänden sich in der Schweizer Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis und seien bei guter Gesundheit. Es sei ihnen jedoch nicht gestattet, Libyen zu verlassen, schrieb das EDA.

Verhandlungen werden fortgesetzt

Die bilateralen Verhandlungen zwischen der Schweiz und Libyen würden auf diplomatischer Ebene fortgesetzt, um die Spannungen zwischen den beiden Ländern beizulegen.

Seit Hannibal Gaddafi, Sohn des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi, und seine hochschwangere Ehefrau Aline am 15. Juli in Genf wegen einfacher Körperverletzung, Drohung und Nötigung gegenüber ihren privaten Hausangestellten angeklagt wurden, sind die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen in einer Krise.

Das Ehepaar, das jegliche Vorwürfe abstreitet, wurde nach zwei Tagen Polizeihaft gegen Entrichtung einer Kaution in der Höhe von insgesamt 500 000 Franken auf freien Fuss gesetzt.

Die Festnahmen haben Tripolis zu verschiedenen Vergeltungsmassnahmen wie die Schliessung mehrerer Büroräumlichkeiten von Schweizer Unternehmen auf libyschem Boden veranlasst. Zudem sassen die beiden nun freigelassenen Schweizer eineinhalb Wochen wegen angeblicher Verstösse gegen libysche Aufenthaltsbestimmungen in einem libyschen Gefängnis.

Tripolis rät von Reisen in die Schweiz ab

Libyen riet seinen Bürgern unterdessen davon ab, in die Schweiz einzureisen, um sie vor den «willkürlichen Massnahmen» und vor einer «Erniedrigung» durch die Schweizer Justizbehörden zu bewahren.

«Aufgrund der willkürlichen Massnahmen, des fehlenden Respekts und der Erniedrigung, welche libyschen und arabischen Bürgern durch die Schweizer Behörden zugefügt worden sind, rät (das Ministerium) seinen Bürgern davon ab, in die Schweiz zu reisen,» schrieb das libysche Aussenministerium in einem auf seiner Internet-Seite am Dienstag veröffentlichten und von AFP zitierten Communiqué.

Das EDA «hat vom Communiqué Kenntnis genommen». Wie üblich verzichte das EDA aber auf die Kommentierung von Reiseempfehlungen, die andere Staaten ihren eigenen Bürgern erteilten, sagte EDA- Sprecher Jean-Philippe Jeannerat gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Das EDA seinerseits rät Schweizer Bürgern schon seit Tagen, von Reisen in das afrikanische Land abzusehen.

Swiss: Bereits sechs Flüge gestrichen

Auch der Flugverkehr zwischen beiden Staaten wurde stark eingeschränkt. Die Lufthansa-Tochter Swiss annullierte seit dem 20. Juli bereits sechs Flüge nach Tripolis. Die Fluggesellschaft fliegt gewöhnlich drei Mal in der Woche von Zürich nach Tripolis: Am Dienstag, am Donnerstag und am Sonntag.

Nach der Festnahme Gaddafis verlangte Libyen von der Fluggesellschaft jedoch, ihre wöchentlichen Flüge «aus technischen Gründen» auf einen - jenen am Sonntag - zu reduzieren.

Swiss entschied am vergangenen Sonntag, «aus operationellen Gründen» nicht zu fliegen, sagte Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel am Dienstag auf Anfrage. Schon eine Woche zuvor war der Flug aus denselben Gründen ausgesetzt worden.

(fest/sda)

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