Die grossen Probleme der Flugzeugriesen
publiziert: Mittwoch, 16. Dez 2009 / 11:14 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Dez 2009 / 16:56 Uhr

Die beiden Prestigeprojekte der Flugzeugriesen Boeing und Airbus sind keine Überflieger. Airbus hat mit dem Militärflieger A400M und Boeing mit dem Langstreckenjet Dreamliner Probleme.

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Bei den Erstflügen liegt Airbus mit 1:0 vor dem US-Konkurrenten Boeing in Führung. Ursprünglich sollten zum jetzigen Zeitpunkt schon die ersten Modelle des A400M an Frankreich geliefert worden sein. Nach fast 20 Monaten Verzögerung und Zusatzkosten in Milliardenhöhe kann Airbus-Chef Thomas Enders aber schon froh sein, dass Europas grösster eigener Militärflieger 2009 abgehoben hat, wie die «Financial Times Deutschland» (FTD) schreibt.

Boeing will nun nachziehen, obwohl der Start des 787 Dreamliners bereits fünfmal verschoben werden musste: Am Dienstagabend hob der neuartige Langstreckenjet im Grossraum Seattle erstmals ab. Drei Jahre hinken die Amerikaner dem ursprünglichen Zeitplan schon hinterher.

Neuer technischer Standard

Der neue Langstreckenflieger soll einen neuen technischen Standard im Flugzeugbau setzten: Erstmals sind Rumpf und Flügel bei einem grossen Passagiermodell aus Faserverbundwerkstoff, so die «FTD». Analysten schätzen die Kosten auf rund 15 Mrd. Dollar. Durch die mehrfachen Verzögerungen könnten nochmals Mehrkosten von bis zu 11 Mrd. Dollar entstehen, heisst es. Bisher sollen Aufträge für rund 840 Maschinen eingegangen sein.

Auch nach dem holprigen Start dürften auf die Hersteller grosse Herausforderungen zurollen. Eigentlich wollte Airbus mit seinem A400M-Flug über Sevilla auch die angereisten Politiker aus den sieben europäischen Bestellländern beeindrucken, das dürfte jedoch ins Wasser gefallen sein, denn wegen technischer Probleme fordert der Konzern nun rund 5,3 Mrd. Euro mehr an Steuergeldern. Der Festpreis aus dem Jahre 2003 betrug rund 20 Mrd. Euro.

Mit dem A400M will Airbus die Vorherrschaft von Boeing und Lockheed Martin beim Bau grosser Militärtransporter endlich brechen. Der Konzern selbst hat bereits 2,4 Mrd. Euro Verlust mit dem Modell gemacht - weitere Milliardenverluste sind absehbar. Der Ausstieg aus dem Projekt wird geprüft, so die «FTD».

Boeing muss die Kunden besänftigen

Bei Boeing hingegen müssen die Kunden besänftigt werden, die - je länger die Verzögerungen dauern - unruhiger werden und den Dreamliner zum Teil wieder abbestellen. Auch eine weitere Premiere muss Boeing meistern: Voraussichtlich im Januar wird das vergrösserte Jumbomodell 747-8 zu seinem Erstflug abheben - das wäre rund ein Jahr später als angekündigt. Seit etwa 40 Jahren entwickelt und baut Boeing Jumbojets - aber die Technik der vergrösserten Version machte besondere Schwierigkeiten.

Die 747-8 ist ein Angriff auf den Riesenairbus A380. Während Boeing zunächst nur die Frachterversion baut, weil es mit bislang zwei Kunden für die Passagierversion zu wenig Nachfrage gibt, hat Airbus den A380-Frachter wieder auf Eis gelegt. Analystenschätzungen gehen bei der Modernisierung des Jumbojets von 3 bis 4 Mrd. Dollar aus. Hinzu kommen mehrere Hundert Millionen Dollar wegen Verzögerungen, so «FTD» abschliessend.

(tri/news.ch mit Agenturen)

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