Must-Event für das digitale Business
Die Swiss Online Marketing hat einen grossen Sprung nach vorne gemacht
publiziert: Mittwoch, 21. Mrz 2012 / 09:10 Uhr
Der Besuch habe sich gelohnt.
Der Besuch habe sich gelohnt.

Die Swiss Online Marketing 2012 schloss am Abend des 15. März mit einem neuen Besucherrekord. 2561 Fachbesucher informierten sich bei den 106 Ausstellern über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Digital Marketing. Die Zeichen stehen auch für 2013 auf Wachstum.

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Swiss Online Marketing
«Wir sagen Danke an 106 Aussteller und 2561 Fachbesucher.»
www.swissonlinemarketing.ch

Um der Messe weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und allen Ausstelleranfragen gerecht zu werden, zieht die fünfte Fachmesse für Digital Marketing im Frühjahr 2013 in eine grössere Halle innerhalb der Messe Zürich.

«Die Swiss Online Marketing hat 2012 einen grossen Sprung nach vorne gemacht», freute sich Projektleiter Helge Röhrig vom Veranstalter spring Expositions. So kamen in diesem Jahr weitere namhafte Marktteilnehmer als Aussteller hinzu und zeigten sich mehr als zufrieden mit der Veranstaltung.

Von einem «Must-Event für das digitale Business» sprach etwa Alexander Horrolt, Managing Director bei Goldbach Audience.

«IAB Switzerland war nun das zweite Mal vor Ort dabei und es war für uns eine gute Messe. Wir konnten viele unserer Mitglieder über unsere News informieren und hatten sehr viele Zuhörer bei unseren Podiumsdiskussionen», erklärte Roger Baur, Geschäftsführer IAB Switzerland.

Auch der Stand sei stark frequentiert gewesen: «Wir hatten alle Hände voll zu tun. Wir werden sicher im 2013 wieder dabei sein und freuen uns jetzt schon.» «Man sieht und spürt, dass sich hier etwas sehr attraktives und nachhaltiges für die Schweizer Onlinebranche entwickelt», bestätigte auch Ueli Weber, COO der Publimedia AG und Präsident des IAB Switzerland den positiven Trend. Die Messe habe gegenüber dem Vorjahr einerseits an Besuchern und andererseits an qualitativen Brands zugelegt, so Weber.

Diese starke Präsenz und die hohe Qualität des Vortragsprogramms zeigten sich als besonders attraktiv für die Fachbesucher, die am ersten Messevormittag lange Schlangen bildeten, um in die Halle zu gelangen. Der Besuch habe sich gelohnt, hörte man allenthalben: Die Besucher berichteten von anregenden und informativen Gesprächen an den Messeständen und spannenden Vorträgen und Podiumsdiskussionen in den Praxisforen. Thematische Schwerpunkte lagen auf den Entwicklungen im Mobile Marketing und Mobile Commerce sowie auf den Möglichkeiten des Social Web für das Marketing.

Vom E-Commerce zum Mobile Commerce

«Smartphones und Tablets haben eine Revolution im Onlinehandel ausgelöst», beschrieb Keynote-Speaker Christian Erhard, Leiter Online Partnership Management bei eBay, am ersten Messetag die aktuelle Entwicklung im E-Commerce. Die mobilen Internetnutzer hätten vom Aufstehen bis zum Schlafengehen Zugriff auf ein kleines Shopping-Universum und nutzten es, um mehr Informationen zu einem Produkt zu finden, für Preisvergleiche, für die Suche nach Händlern und auch vermehrt für den direkten Einkauf.

«Die Welt wird mobil!», rief Erhard dem Publikum zu. Sein Unternehmen verzeichne beim Mobile Commerce derzeit ein jährliches Umsatzwachstum von 300 Prozent.

Online-Händler müssten sich auf das spezifische Nutzerverhalten von Mobile-Nutzern einstellen und entsprechend für mobile Browser optimierte Webseiten oder auch Apps anbieten. Auch für Affiliates habe die Entwicklung einiges zu bieten: Sie könnten Interessenten von ihrer mobilen Webseite oder einer App in den eBay-Store leiten, oder in Zukunft sogar von ihrer App direkt in die eBay-App, so Erhard.

Auch das mobile Bezahlen werde sich verändern, sagte Tobias Wirth, Senior Product Manager Mobile Services bei Six Multipay, in einer Podiumsdiskussion des Schweizer Dialogmarketing Verbands voraus. Das Smartphone werde demnach bald als elektronisches Portemonnaie die Funktionen von Kreditkarten, Coupons und Kundenkarten übernehmen und bargeldloses Zahlen ermöglichen. Noch in diesem Jahr werde die Technologie dafür in Schweizer Geschäften Einzug halten, erklärte Wirth.

Smartphones und Tablets machen die Palette für Marketer interessanter

«Mobile Werbung ist extrem effektiv», erklärte Chris Öhlund, Head of Digital Media der Blick-Gruppe im Rahmen der Podiumsdiskussion. Es gebe kein vergleichbares Medium, das wie das iPad die Interaktivität des Internets mit der Emotionalität des Fernsehens verbinde. Es brauche aber gegenüber den Werbekunden noch viel Überzeugungsarbeit und Showcases, um zu zeigen, wie es funktionieren könne.

Verschiedene mobile Werbeformate stellte Dr. Martin Widmer, Partner bei der Serranetga AG in seinem Vortrag im Praxisforum vor. Eine gute Verankerung der Marke und eine hohe Interaktion mit dem Nutzer böten Apps wie zum Beispiel eine spezielle Training App für Frauen der Firma Nike. Hier verbinde ein digitaler Personal Trainer einen hohen Nutzen und Informationen zu aktuellen Sportkollektionen. Aber auch mobile Bannerwerbung oder Landingpages, Werbevideos vor Filmen oder mobile Onlineshops zeigten eine vielversprechende Entwicklung, die mit einem weiteren Ausbau der Infrastruktur noch ein hohes Potenzial habe, so Widmer.

Von einer starken Zunahme mobiler Suchanfragen auf Google berichtete Philipp Ries, Industry Head von Google Schweiz an der Messe. So wurden Ende 2012 rund 20 Prozent der Suchanfragen zu Reisen oder Hotels bereits in mobilen Browsern gestellt, Tendenz steigend.

Soziale Netzwerke: User zu Markenbotschaftern machen

«Was Leute heute online tun, hat sich radikal verändert» stellte Keynote-Speaker Pedro Simko, Chairman von Saatchi & Saatchi Schweiz, fest. Hätten Nutzer vor fünf Jahren noch einen grossen Teil ihrer Zeit mit E-Mails verbracht, füllten heute Soziale Netze, Contentseiten und Shopping fast drei Viertel der Zeit, die Nutzer online verbringen.

Wenn Werbetreibende das Social Web nutzen wollten, um die Bekanntheit ihrer Marke und ihr Business zu steigern, müssten sie seiner Erfahrung nach dabei möglichst drei wichtige Aspekte berücksichtigen, um erfolgreich zu sein: Menschen hätten erstens das Bedürfnis, sich auszutauschen, zweitens etwas zu kreieren und drittens sich selbst ins Bild zu setzen. «70 Prozent ihrer Zeit verbringen Nutzer auf Facebook damit, sich selbst anzuschauen», so Simko.

Um den Verkauf eines Toyota-SUV in den USA zu steigern, hätte zum Beispiel ein Rap über den «Swagger Wagon» die Fantasie von Interessenten angeregt. Zu dem Rap drehten Nutzer Musikvideos rund um das Leben mit der Familienkutsche und stellten sie ins Netz. Die Aktion habe Zehntausende von Klicks auf YouTube erreicht und in der Folge den Absatz des Modells bedeutend gesteigert.

Als Lehren gab der erfolgreiche Werber den Zuhören folgende Tipps mit auf den Weg: Sie sollten in ihren Kampagnen über Dinge sprechen, die Menschen interessierten und ihnen die Mittel an die Hand geben, gestalterisch tätig zu werden. Es sei zudem wichtig, viel auszuprobieren und schnell aus Fehlern zu lernen. Marketer sollten zudem die Resultate der Kampagnen messen und ihre Kampagnen in den sozialen Netzen nicht abgetrennt von ihren anderen Marketingbemühungen behandeln. «Die soziale Komponente ist Teil des gesamten Marketingerfolgs» rief Simko den zahlreich versammelten Zuhörern zu.

Weitere Informationen zu Ausstellern und Programm der Swiss Online Marketing finden Interessierte unter www.swiss-online-marketing.ch. In Kürze werden dort auch mp3-Mitschnitte der Vorträge zum Download bereitstehen.

 

(li/news.ch)

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