Deutscher Steuersünder packt aus: «UBS ist schuld»
publiziert: Dienstag, 9. Mrz 2010 / 16:05 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Mrz 2010 / 06:48 Uhr

Der deutsche Geschäftsmann Peter Siegel hat innerhalb von eineinhalb Jahren 50 Millionen Euro verloren, die er der Grossbank UBS anvertraut hatte.

Peter Siegel stellte sich den deutschen Behörden.
Peter Siegel stellte sich den deutschen Behörden.
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«Hochstapelei» nannte Peter Siegel das Verhalten der UBS in der Sendung «Talk Täglich» auf «Tele Züri» gestern Montag.

Laut Siegels Schilderungen erledigte die UBS für ihn ein Gesamtpaket an Dienstleistungen. Die Bank mietete ihm eine Wohnung an der Krönleinstrasse in Zürich, verhandelte mit den Schweizer Steuerbehörden und kümmerte sich um die Aufenthaltsgenehmigung. «Auch die Post erledigte die UBS für mich», erzählte Siegel.

«Die UBS in Hamburg hat mir immer wieder gesagt, ich dürfe mich aus steuerlichen Gründen nicht länger als 183 Tage in Deutschland aufhalten.»

«Falsch beraten», meint Siegels Anwalt Gerhard Bink. Denn Siegel hatte seinen ständigen Wohnsitz noch immer in Deutschland. «Diese Regelung gilt nur für Arbeitnehmende im grenzüberschreitenden Verkehr», so der Anwalt.

Panikverkäufe nach Lehman-Pleite

Siegel hatte nach eigenen Angaben ein Vermögen von 50 Millionen Euro angelegt, welches die Bank im Jahr 2002 an die UBS in Hamburg transferierte. Alles ging gut bis Mitte 2008.

Während des Höhepunktes der Finanzkrise nach dem Konkurs der Bank Lehman Brothers habe die UBS alle seine Anlagen in Panik «verscherbelt», so Siegel. «Wir hatten uns geeinigt, dass Optionsgeschäfte bis maximal 30 Prozent getätigt werden dürfen. Das Volumen stieg aber ständig. Ich habe die UBS schon im Jahr 2007 gebeten, die Volumina zurückzufahren», erklärte der frühere Unternehmer.

Heute verschuldet

Heute ist Siegel mit rund sieben Millionen Euro verschuldet. Sein Vermögen ist weg. Er befindet sich immerhin in der guten Lage, dass seine Kinder ihn unterstützen können.

Mittlerweile hat sich der ehemalige Geschäftsmann freiwillig bei den deutschen Steuerbehörden gemeldet. Ihm drohen steuerliche Nachforderungen von bis zu 40 Millionen Euro.

Er habe das Gespräch mit der UBS gesucht. Briefliche Anfragen seien aber ohne Resonanz geblieben. Siegels Rechtsvertreter hat mittlerweile Klage gegen die UBS eingereicht.

UBS: «Bewusst auf Risiken gesetzt»

Die UBS reagierte mit einem kurzen Statement: Der Kunde sei global tätig gewesen und habe in mehreren Ländern gewohnt. Er habe bewusst auf hochriskante Handelsstrategien gesetzt und dabei sehr eng mit seinem damaligen, langjährigen Kundenberater zusammen gearbeitet.

UBS Deutschland weist Siegels Forderungen zum Ausgleich der Investitionsverluste zurück. Man untersuche allerdings den Sachverhalt der damaligen Geschehnisse, schreibt die UBS.

(Harald Tappeiner/news.ch)

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Ich war an einen Stuhl gefesselt, eine starke Lampe auf mein Gesicht gerichtet. Die UBS-Banker schlugen mich ständig und zeigten mir Fotos. Man schloss mich an die Autobatterie meines Jaguars an und drohte mir mit Wucherzinsen.

Nach 3 Stunden und 5 Espressi brach ich schlussendlich wie ein Häuflein Elend weinend zusammen und habe für die verdammte Hypo unterschrieben.

Mein Anwalt regelt das jetzt aber.
Wir unschuldig....
... wir haben nur Steuern hinterzogen. Die UBS hätte es uns sagen müssen, dass es auffliegen könnte. Die UBS ist schuld, sagte der Verbrecher.
Bitte kitzelt mich, dass ich darüber lachen kann.
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