Mehr Lärm für die Schweiz
Deutsche Regierung billigt Fluglärm-Vertrag
publiziert: Mittwoch, 22. Aug 2012 / 12:13 Uhr
Im September soll der Fluglärm-Vertrag unterzeichnet werden.
Im September soll der Fluglärm-Vertrag unterzeichnet werden.

Berlin - Der Fluglärm-Vertrag kann unterzeichnet werden. Eine Woche nach der Zustimmung des Bundesrats billigte am Mittwoch auch die deutsche Regierung den Staatsvertrag mit der Schweiz, der den Flugverkehr von und nach Zürich neu regelt.

Kompetenzzentrum für Helikopterflüge
11 Meldungen im Zusammenhang
Der Bundesrat hatte der Einigung mit Deutschland zur Beilegung des jahrelangen Fluglärm-Streits bereits am vergangenen Mittwoch zugestimmt. Gleichzeitig ermächtigte er Verkehrsministerin Doris Leuthard, das Abkommen zu unterzeichnen.

Dies ist für September geplant, wie Leuthards Departement vergangene Woche mitteilte. Der Staatsvertrag bedarf zum Inkrafttreten noch der Ratifizierung durch die eidgenössischen Räte und den deutschen Bundestag. Vor gut zehn Jahren war ein erster Staatsvertrag am Widerstand des Schweizer Parlaments gescheitert.

Kompromissbereitschaft ausgereizt

Leuthard und ihr deutscher Amtskollege Peter Ramsauer hatten die Einigung beider Länder auf eine neue Regelung Anfang Juli bekanntgegeben. Die Bundesrätin hatte sich bei dieser Gelegenheit «mittel zufrieden» mit dem Verhandlungsresultat gezeigt. Es handle sich um einen fairen Vertrag. Beide Seiten seien an die Grenzen ihrer Kompromissbereitschaft gegangen.

Der erreichte Kompromiss hat für die Schweizer Seite in den Abendstunden mehr Fluglärm zur Folge. Die Anflüge auf den Flughafen Zürich dürfen demnach drei Stunden früher als heute über Schweizer Gebiet geführt werden, nämlich schon ab 18 Uhr.

Im Gegenzug verzichtet Deutschland auf eine zahlenmässige Begrenzung für Anflüge auf den Flughafen Zürich über deutsches Gebiet. Zudem können Flugzeuge werktags bereits eine halbe Stunde früher als heute Zürich über Süddeutschland anfliegen, nämlich bereits um 6.30 Uhr.

Treffen des Beirats in einer Woche

Wie die Lasten in der Schweiz verteilt werden sollen, ist noch offen. Mit der Frage befasst sich der Beirat aus Vertretern der betroffenen Kantone sowie des Flughafens, der Fluggesellschaft Swiss und von Skyguide. Eine Sitzung des Beirats ist für kommenden Mittwoch vorgesehen.

Als mögliche Option in der Vereinbarung enthalten ist der umstrittene gekröpfte Nordanflug. Dabei fliegen die Flugzeuge beim Anflug nach Zürich entlang des Rheins auf Schweizer Gebiet, bevor sie in die Anflugschneise eindrehen.

Entlastung für Schwarzwald- und Bodenseeregion

Mit dem neuen Staatsvertrag sollen die deutschen Regionen im Schwarzwald und am Bodensee entlastet werden. Weiterhin fliegen aber die meisten Maschinen auf dem Weg nach Zürich über Süddeutschland, wo es seit Jahren Beschwerden der Bevölkerung gibt.

Nach dem gescheiterten ersten Staatsvertrag hatte Deutschland 2003 einseitig eine Verordnung in Kraft gesetzt, welche die Zahl der An- und Abflüge über Süddeutschland stark beschränkte und das Nachtflugverbot ausweitete. In der Folge nahmen die Flugbewegungen über dicht besiedeltem Schweizer Gebiet stark zu.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Die Ratifizierung des Fluglärm-Staatsvertrags zwischen Deutschland und der Schweiz soll vorerst ausgesetzt ... mehr lesen 2
Der Staatsvertrag soll den jahrelangen Fluglärmstreit um die An- und Abflüge über süddeutsches Gebiet beenden. (Symbolbild)
Berlin/Zürich - Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat gegenüber Medienvertretern den Schweizer ... mehr lesen
Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer. (Archivbild)
Brüssel/Luxemburg - Der Generalanwalt des EU-Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg hat am Donnerstag alle Argumente der Schweiz im Fluglärmstreit mit Deutschland widerlegt. Er schlug dem Gerichtshof in seinen Schlussanträgen vor, das Rechtsmittel der Schweiz zurückzuweisen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Der Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Deutschland zum Flugverkehr ist unterzeichnet. Bundesrätin Doris ... mehr lesen
Flugzeuge dürfen im neuen Vertrag Zürich bereits ab 6.30 Uhr über Süddeutschland anfliegen.
Zürich - Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) schlägt vor, dass der Bund künftig alleine über das Pistensystem an ... mehr lesen 1
Der Vorschlag findet sich in einem vertraulichen Diskussionspapier.
Zürich - Nach Ansicht des Zürcher Regierungsrates hat der zwischen der Schweiz und Deutschland ausgehandelte Kompromiss im Fluglärmstreit «schwerwiegende Folgen für den Kanton Zürich». mehr lesen 
Zürich - Der Staatsvertrag zum Flugverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland tritt - sobald er ratifiziert ist - auf jeden Fall in Kraft, auch wenn die Schweiz bis 2020 keine Pisten verlängert und ihr eigenes Fluglärmproblem nicht gelöst hat. Das letzte Wort haben dabei die Zürcher. mehr lesen 
Kompetenzzentrum für Helikopterflüge
Am Crashtag krankgeschrieben.
Probleme verheimlicht?  Seyne-les-Alpes - Der Co-Pilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat möglicherweise eine Erkrankung gegenüber dem Arbeitgeber verheimlicht. Er war am Absturztag krankgeschrieben gewesen. Offensichtlich verheimlichte er dies seinem Arbeitgeber. 
Neue Cockpit-Regeln auch bei Swiss und Edelweiss Bern - Nach dem Absturz eines Airbus von Germanwings ändern Fluggesellschaften im In- und Ausland ihre ...
Die Fluggesellschaften diskutieren über neue Cockpit-Regeln.
Germanwings-Drama: Bergung fortgesetzt Seyne-les-Alpes - Die Bergungsarbeiten am Ort des Airbus-Wracks in den ...
Germanwings-Airbus auf gezieltem Todeskurs Düsseldorf/Marseille - Die Auswertung des Stimmenrekorders des abgestürzten ...
Nach Germanwings-Absturz  Frankfurt - Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich ziehen mehrere ...
Sollte ein Pilot das Cockpit verlassen, muss ein Crewmitglied ins Cockpit.
Co-Pilot brachte Maschine bewusst zum Absturz Düsseldorf/Marseille - Der Sinkflug der abgestürzten Germanwings-Maschine ist nach ersten Erkenntnissen absichtlich ...
Germanwings-Pilot verliess vor Absturz das Cockpit Seyne - Der Flugzeugabsturz in den französischen Alpen gibt Rätsel auf. Zwar konnten die Ermittler eine Audiodatei aus ...
Titel Forum Teaser
Meyer Burger steckt weiter im Minus.
Green Investment Meyer Burger bleibt in den roten Zahlen Thun BE - Das Solartechnologieunternehmen Meyer ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
SO SUCCDINA Logo
26.03.2015
26.03.2015
25.03.2015
beautiful motors Logo
25.03.2015
SIMPLY human Logo
24.03.2015
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 2°C 5°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 3°C 6°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 5°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 5°C 9°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 6°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 7°C 20°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten