Deutsche Kanzlerin unterstützt Sarkozy bei Boni-Begrenzung
publiziert: Mittwoch, 26. Aug 2009 / 21:52 Uhr

Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy Unterstützung beim Bestreben zugesagt, Bonuszahlungen an Banker international zu begrenzen.

Gemeinsam gegen unkontrollierte Bonuszahlungen. (Archivbild)
Gemeinsam gegen unkontrollierte Bonuszahlungen. (Archivbild)
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Die Boni würden ein zentrales Thema bei der Begegnung mit Sarkozy am Montag in Berlin zur Vorbereitung des G20-Treffens sein, sagte Merkel im Sender «N24».

Es sei ärgerlich, dass auf diesem Feld bei den Banken fast genauso weitergemacht werde, wie vor der Finanzkrise. «Deshalb müssen wir überlegen, wie wir da einschreiten und das begrenzen können».

Sarkozy hatte angekündigt, er wolle sich beim Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im September in Pittsburgh für schärfere Kontrollen einsetzen. Dazu wolle er sich um eine einheitliche europäische Initiative bemühen.

Internationale Vereinbarungen gefordert

Merkel nannte es nicht hinnehmbar, dass den Managern Zahlungen in Aussicht gestellt würden, die um ein Vielfaches über dem Grundgehalt lägen. Zudem dürften die Boni nicht sofort ausgezahlt werden, sondern erst nach einer gewissen Zeit, «wenn klar ist, ob das Ganze wirklich ein Erfolg war» oder nur ein kurzfristiger Pyrrhus-Sieg.

Der deutsche Finanzminister Peer Streinbrück sagte, beim Thema Boni seien internationale Vereinbarungen nötig. Er habe daher mit seiner französischen Kollegin vereinbart, den britischen Gastgeber zu bitten, das Thema Boni beim nächsten G20-Treffen auf die Tagesordnung zu setzen, sagte er dem «Handelsblatt».

Die hohen Bonuszahlungen an Banker werden für die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise seit den 1930er Jahren mitverantwortlich gemacht, weil viele Manager mit Blick auf ihre Boni hohe Risiken eingingen.

(bert/sda)

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