Deutsche Bank mit Quartalsverlust
publiziert: Dienstag, 29. Apr 2008 / 11:31 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Apr 2008 / 14:07 Uhr

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat wegen Milliardenabschreibungen im Zuge der Finanzkrise den ersten Verlust seit fünf Jahren geschrieben. Deutschlands grösstes Geldhaus bezifferte den Fehlbetrag im ersten Quartal auf 141 Mio. Euro.

«In höchstem Masse unsicher»: Josef Ackermann.
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Vor einem Jahr war unter dem Strich noch ein Gewinn von 2,1 Mrd. Euro verblieben. Vor Steuern lag der Verlust bei 254 Mio. Euro nach einem Gewinn von 3,2 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis liegt im Rahmen der Erwartungen.

Ohne die Einnahmen aus Verkäufen von Anteilen etwa am Autokonzern Daimler oder des Versicherers Allianz in Höhe von 854 Mio. Euro hätte der Verlust die Milliardengrenze überschritten.

Die krisenbedingten Abschreibungen summierten sich zu Jahresbeginn auf 2,7 Mrd. Euro und lagen damit um 200 Mio. Euro höher als kurz nach Ende des Quartals angekündigt. Die Wertberichtigungen führten allein im Kerngeschäft Investmentbanking zu einem Verlust von 1,6 Mrd. Euro.

«Schwierige Lage»

«Im ersten Quartal war die Lage an den Finanzmärkten so schwierig wie noch nie zuvor in der jüngeren Geschichte», erklärte Institutschef Josef Ackermann. «Im März nahm der Druck auf den Bankensektor das bisher grösste Ausmass seit Ausbruch der Finanzmarktkrise an.» Das habe auch bei der Deutschen Bank Spuren hinterlassen.

Auch die krisengeschüttelte deutsche Mittwlstandsbank IKB hat in der ersten Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahrs einen massiven Verlust verbucht.

Die auf den Mittelstand ausgerichtete Bank bezifferte das Minus für den Zeitraum 1. April bis 30. September 2007 mit 1 Mrd. Euro. Für das komplette Geschäftsjahr hielt die IKB Deutsche Industriebank ihre Prognose von einem Verlust von 200 Mio. Euro aufrecht.

Deutsche Bank ohne Prognose

Ein Ende der Krise ist nach Einschätzung von Ackermann nicht in Sicht: «Kurzfristig sind die Aussichten in höchstem Masse unsicher.» Die Kredit- und Liquiditätslage bleibe angespannt, die Zurückhaltung der Investoren dauere an. «Aber kürzlich gab es auch einige ermutigende Entwicklungen», betonte der Schweizer.

Zu den konkreten Zielen für 2008 will sich die Deutsche Bank nicht äussern. «Die Zeiten sind sehr unsicher und die Marktentwicklung ist nicht vorherzusehen», sagte Finanzchef Anthony di Iorio in einer Telefonkonferenz.

(ht/sda)

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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
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