Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen 96,5%
publiziert: Freitag, 6. Feb 2009 / 21:57 Uhr

Zürich - Der durchschnittliche Deckungsgrad der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen beträgt derzeit 96,5 Prozent. Das hat eine Erhebung des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ergeben. Sein Fazit ist deshalb: Trotz Finanzkrise funktioniert das System.

Die 362 Einrichtungen verwalten ein Vermögen von 318 Mrd. Franken.
Die 362 Einrichtungen verwalten ein Vermögen von 318 Mrd. Franken.
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Der Pensionskassenverband ASIP weist allerdings auch darauf hin, dass 60 Prozent der Vorsorgeeinrichtungen eine Unterdeckung aufweisen. Bei den öffentlichrechtlichen Kassen sind es sogar 85 Prozent, bei den privatrechtlichen 57 Prozent.

Auch Kassen in Unterdeckung könnten laufende Verpflichtungen aber weiterhin erfüllen. Unterdeckung sei nicht gleichbedeutend mit Zahlungsunfähigkeit und bedeute lediglich, dass eine Vorsorgeeinrichtung nicht alle Renten und Austrittsleistungen auf einmal erbringen könnte. Das sei nicht notwendig.

Der ASIP schreibt in seiner Mitteilung auch, die in den Jahren 2003 bis 2006 gebildeten Wertschwankungsreserven als Puffer für schlechte Anlagejahre seien aufgebraucht. Und einzelne Vorsorgeeinrichtungen müssten «spürbare Sanierungsmassnahmen» ergreifen.

Aussagekräftige Zahlen

Die Erhebung wurde zwischen Ende Januar und Anfang Februar durchgeführt und beruht auf Angaben von 362 der über 1000 im ASIP zusammengeschlossenen Vorsorgeeinrichtungen. Das entspricht also etwa einem Drittel. Die Erhebung sei trotzdem aussagekräftig, weil die 362 Einrichtungen ein Vermögen von 318 Mrd. Franken verwalteten, sagte ASIP-Direktor Hanspeter Konrad auf Anfrage.

Das entspricht etwa 80 Prozent des von allen ASIP-Mitgliedkassen verwalteten Gesamtvermögens von gegen 400 Mrd. Franken.

Ein umfassendes Bild der Situation werde spätestens im Sommer vorliegen, wenn sämtliche Vorsorgeeinrichtungen den kantonalen Aufsichtsbehörden ihre Bilanzen einzureichen hätten, sagte Konrad weiter.

(smw/sda)

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Lieber bilingue ...
Grundsätzlich haben Sie absolut recht, was die Anlagestrategie anbelangt. Früher, noch nicht lange her, redete man, wie Sie es auch sagten, von "mündelsicheren Anlagen". Also von Anlagen mit geringem Risiko, damit auch mit weniger Zinsertrag.

Wie wir ja wissen, haben dies die dilletantischen, unprofessionellen Anlagestrategen fast aller Pensionskassen schlicht vergessen oder gar nie gekannt - eher!

EIGENTLICH drängt es sich geradezu auf, dass alle Anlageberater, die nicht belegen könnten, dass sie 80% oder sogar mehr aller Anlagen von Pensionsgeldern MÜNDELSICHER angelegt hatten, ihren Job quittieren müssen und sich etwas Einfacheres suchen, also müssten entlassen werden.

WIR haben alle, die Rentner und die noch Arbeitenden, wie man heute in den Medien hörte oder las, haben sage und schreibe 100 Milliarden Franken verloren!

Das ist das Geld, das fasch angelegt wurde durch diese Versager -

Dank den wieder etwas gestiegenen Wertpapiere, Aktien beläuft sich der Schaden, den die zukünftigen Pensionäre zu bezahlen haben immer noch 50 Milliarden, die wieder neu erwirtschaftet werden müssten.

Einen Teil davon werden die noch etwas steigenden Aktienwerte - hoffentlich - wett machen.

Ein nicht unwesentlicher Teil aber bleibt wohl dennoch als Verlust von etlichen Milliarden (30?) überig, welcher eigentlich die Anlageversager selbst berappen müssten oder auch deren Gehälter müssten schrumpfen, resp. diejenigen, die daran verdient hatten, müssten zurückzahlen, was sie mehr erhalten hatten, als nur das fixe Gehalt!

Jetzt dann müsste das Anlagesystem sofort wieder auf MÜNDELSICHER geschaltet werden!

Entsprechende Kontrollmechanismen, dachte ich, wären bereits vorhanden. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein. Zumindest nicht wirksame - Hier auch wieder ... eine typisch schlampig- eigennützug-gutbürgerliche Lösung, scheint mir ... UND ein typisches Versagen (politische Schlamperei!) der sozialen Parteien und der Gewerkschaften, die ich als die eigentlichen logischen "Kontolleure" betrachte, die es versäumt hatten einzugreifen und das Volk zu informieren!!
Lösung gesucht - hier ist sie !
Schon lange geschrieben aber noch immer TOP-Aktuelle!!!

RENTENKLAU / Kein Zins – und für Alles die Lösung !
Das Pensionskassen-Problem muss radikal neu angegangen werden. Aus
langjähriger Erfahrung sehe ich die Sache seit vielen Jahren in eine üble
Zukunft schlittern. Die schlechte Situation im Pensionskassen(un)wesen
beeinflusst viele Facetten der Arbeits- und Sozialwelt! Statt gelöst wird, wie
vielfach üblich, nur gebastelt und geschoben. Es betrifft ja vor allem die
Zukunft.
Hier nun mein Vorschlag: Es war einmal der kluge Spruch: «Mündelsicher
anlegen» – und er gilt immer noch. Versager in der ganzen
Pensionskassen-Misere sind doch die Gewerkschaften und die SP mit ihren
Mitläufern. Niemand hat sie daran gehindert, das Problem längst selbst an die
Hand zu nehmen. Einmal mehr sind sie dazu unfähig. Das ursprüngliche Prinzip
war doch die Altersfürsorge mit den drei Säulen. Viele Staaten haben uns darum
beneidet. Die erwähnten Institutionen haben andererseits im hohen Mass dazu
beigetragen, dass unser Staat sich liquidiert. Da picke ich nur das raus, was die
Pensionskassengelder angeht. Welches sind die grössten Ausgabeposten bei der
Pensionierung: 1. Mietzins, 2. Steuern, 3. Krankenkasse. Der Weg des
2.-Säule-Geldes geht heute an: Versicherungsgesellschaften, Banken,
selbständige Pensionskassen und ähnliche. Die legen es dann an. Schöpfen viele
Mittel selbst ab. Damit es hoch rentiert, wie wir jetzt wissen, mit viel Risiko. Das
Resultat ist die aktuelle Krise.
Der Änderungsvorschlag sieht wie folgt aus: Die Mittel der 2. Säule gehen direkt
in die eigene Wohnung (wohl via WBG). Die Mieter sind demnach Eigentümer
einer Wohnung, haben daher Schulden, aber diese vermindern sich stetig. Der
Mietzins bleibt. Das bedingt natürlich, dass die jetzigen Eigentümer
(zwangs-)enteignet werden. Problem Verzinsung und Umwandlungssatz sind
damit aber vom Tisch. Wohnungswechsel und vieles andere mehr müssten durch
ein Immobiliengeld «Wohnungs-Bon» geregelt werden. Diese simple Lösung
ändert und regelt sehr vieles. Bei Pensionierung ist dann ein grosser Teil der
Ausgaben bereits bezahlt.
HaRu WEBER Biel
Ergänzung zu meinem Vorschlag „2. Säule-Gelder in eigene Wohnung“.
Verzinsung: In jedem Mietzins ist weit mehr als 4 % Hyp oder EK
Verzinsung eingerechnet.
Ein Argument mehr für meinen Lösungsvorschlag!
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