Presseschau
Das schreiben die Sonntagsblätter
publiziert: Sonntag, 7. Sep 2014 / 08:09 Uhr
«Schweiz am Sonntag»: Die Post kann aus Sicht ihres Verwaltungsratspräsidenten Peter Hasler nicht zu einem Internetunternehmen werden.
«Schweiz am Sonntag»: Die Post kann aus Sicht ihres Verwaltungsratspräsidenten Peter Hasler nicht zu einem Internetunternehmen werden.

Bern - Schweizer Dschihadisten, die Debatte über vereinheitlichte Sozialhilfe-Regeln und der Zwist um das Amt des höchsten Schweizers - damit und mit anderem haben sich die Sonntagsblätter beschäftigt. Die Schlagzeilen (Meldungen sind nicht bestätigt):

8 Meldungen im Zusammenhang
«Le Matin Dimanche» / «SonntagsZeitung»:

Die Bundesanwaltschaft führt Verfahren gegen vier mutmassliche Dschihadisten aus der Schweiz, die sich Terrororganisationen in Syrien angeschlossen haben sollen. Das sagte Bundesanwalt Michael Lauber in einem Interview. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Unterstützung einer kriminellen Organisation und wegen finanzieller Zuwendung für eine Terrorgruppe. Das Thema der Schweizer Dschihadisten mache ihm Sorgen, sagte er weiter. Die Bundesanwaltschaft sei «sehr wachsam», zusammen mit den Migrationsbehörden, dem Nachrichtendienst und der Polizei. Nach Schätzungen des Nachrichtendienstes waren bis im vergangenen Juni rund 40 Personen aus der Schweiz in Konfliktgebiete wie Syrien gereist sind, um dort am Dschihad teilzunehmen. Rückkehrern droht eine strafrechtliche Verfolgung.

«Schweiz am Sonntag»:

Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak kommt wohl bald auch Munition aus Schweizer Produktion zum Einsatz. Zusammen mit 8000 Sturmgewehren liefert Deutschland den irakischen Kurden auch Munition der staatlich kontrollierten Schweizer Rüstungsfirma Ruag. Rechtlich gibt es dafür nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) keine Hindernisse. Zuständig sei die Exportkontrolle der deutschen Behörden, sagte eine Sprecherin. Deutschland liefert insgesamt 4 Millionen Schuss Munition. Unklar ist, wie viel davon aus der Ruag-Produktion stammt.

«NZZ am Sonntag»:

Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren will den heutigen SKOS-Richtlinien für die Sozialhilfe eine höhere Verbindlichkeit geben. Die Sozialdirektoren sollen die Richtlinien genehmigen und zur Anwendung empfehlen. Damit sollen grössere Unterschiede von Ort zu Ort verhindert werden. Dieser Beschluss sei am Freitag im Vorstand der Konferenz gefallen, sagte Konferenzpräsident Peter Gomm in einem Interview. Die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) bezeichnete Gomm als gute Grundlage, «um Gleichbehandlung zu gewährleisten und Sozialtourismus zu verhindern». Inhalt und Anpassungen der Richtlinien, die immer wieder kontrovers beurteilt werden, würden damit vermehrt auf politischer Ebene diskutiert.

«SonntagsBlick»:

Unternehmen haben bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung per Ende August 980 Milliarden Franken Reserven angemeldet, die sie steuerbefreit ausschütten könnten. Diese Möglichkeit war mit der Unternehmenssteuerreform II geschaffen worden. Weit auseinander gehen die Schätzungen über den damit verbundenen Steuerausfall: Der Bund rechnet nach wie vor mit einem durchschnittlichen Ausfall von 400 bis 600 Millionen Franken pro Jahr bei kotierten Gesellschaften, die jedoch nicht für alle Reserven verantwortlich sind. Der Gewerkschaftsbund schätzt diese Einbusse dagegen auf rund eine Milliarde Franken. Viel Geld dürfte von zugezogenen Unternehmen aus dem Ausland stammen. Nicht erfasst werden die Steuervorteile, die sich durch diese Zuzüge ergeben.

«NZZ am Sonntag»:

Landläufig gilt der Nationalratspräsident, derzeit der Luzerner Ruedi Lustenberger, wegen seiner Stellung als direkter Volksvertreter als höchster Schweizer. Anders sieht es aber das Aussendepartement (EDA), das den Bundespräsidenten, derzeit Aussenminister Didier Burkhalter, protokollarisch als höchsten Schweizer führt. Die Spitzen des Parlaments verlangen vom EDA nun, dass es die Reihenfolge ändert und den Nationalratspräsidenten als höchsten Schweizer und den Ständeratspräsidenten als zweithöchsten bezeichnet. Das EDA weigert sich jedoch. Die Begründung: Der Status des Nationalratspräsidenten sei weder in der Verfassung noch in einem Gesetz verankert.

«SonntagsBlick»:

Der Kanton Basel-Stadt gibt nach einer Auswertung der Finanzstatistik des Bundes am meisten aller Kantone aus. 24'415 Franken waren es 2012 pro Person. Das sind 2,5-mal mehr als der Kanton Aargau, der als Kanton mit den geringsten Pro-Kopf-Ausgaben aus der Rangliste hervorgeht. Basels Regierungspräsident Guy Morin sagt zum Ranking: «Wir erbringen diese Leistungen nicht für uns, sondern für die Region und die ganze Schweiz». Bei den Verwaltungskosten schwingen die Kantone Genf und Zug mit den höchsten Ausgaben obenaus, am geringsten fallen diese Ausgaben im Kanton Thurgau aus.

«Schweiz am Sonntag»:

Die Post kann aus Sicht ihres Verwaltungsratspräsidenten Peter Hasler nicht zu einem Internetunternehmen werden. Man könne die Post nicht in eine «Softwarebude» umfunktionieren. «Es gibt in der Öffentlichkeit falsche Erwartungen», sagte er. Beim digitalen Wandel gebe es für die Post Grenzen. Wenn die Post wie ein normales Unternehmen in neue Geschäftsfelder vorstosse, sei der Widerstand der Privatwirtschaft absehbar. «Die physische Post ist und bleibt die Hauptsäule unseres Geschäfts.» Trotz rückläufiger Briefmengen verdiene die Post dort auch nach wie vor «gutes Geld».

«Ostschweiz am Sonntag» / «Zentralschweiz am Sonntag»:

Die Bürgerlichen zeigen sich ablehnend zum Bundesratsvorschlag, Asylsuchenden mit Chancen auf einen positiven Bescheid früher zu erlauben, eine Arbeit aufzunehmen. Die Lockerung des heutigen Arbeitsverbotes schlägt der Bundesrat in der Botschaft für die Reform des Asylverfahrens vor. Die SVP hatte sich schon in der Vernehmlassung dagegen gewehrt. CVP- und FDP-Politiker zeigen sich ebenfalls kritisch. Der Präsident der Justiz- und Polizeidirektoren, Hans-Jürg Käser, äussert sich positiv: Leute, die mit grösster Wahrscheinlichkeit längere Zeit bleiben können, sollten sinnvollerweise auch schnell in den Arbeitsprozess integriert werden.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nach Schätzungen des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), seien rund 40 Personen aus der Schweiz in Konfliktgebiete gereist, um dort am Dschihad teilzunehmen. (Symbolbild)
Bern - Bundesanwalt Michael Lauber zeigt sich besorgt über Schweizer Dschihadisten, die sich Organisationen wie dem Islamischen Staat (IS) anschliessen und in Irak und Syrien ... mehr lesen 1
Therese Frösch ist neu im Präsidium der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe. (Archivbild)
Luzern - Alt Nationalrätin Therese ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Gewinnsteuerbelastung könnte von knapp 22 Prozent auf 14 Prozent gesenkt werden.(Symbolbild)
Bern - Die Vorschläge für die nächste Unternehmenssteuerreform liegen auf dem Tisch: Neue Sonderregeln und tiefere kantonale Gewinnsteuern sollen die Steuerprivilegien für Holdings ... mehr lesen
Für die nächsten zwölf Monate leiten Ruedi Lustenberger (CVP/LU) und ... mehr lesen
Der neue Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger heute im Nationalrat.
89 Prozent der Flüchtlinge in der Schweiz beziehen Sozialhilfe.
Bern - 89 Prozent der Flüchtlinge in ... mehr lesen 1
Das Schweizer Satiremagazin. Mit uns haben Sie gut lachen.
Um als Global Player Erfolg zu haben, müssen zahlreiche Voraussetzungen stimmen - sei es das gewählte Expansionsland, die richtige Produktidee oder schlicht eine solide Finanzierung.
Um als Global Player Erfolg zu haben, müssen ...
Wie gelingt einem Unternehmen die Internationalisierung?  Ist von einer Internationalisierung die Rede, so bezieht sich dies meist auf eine Firmenstrategie bzw. die künftige Entwicklung eines Unternehmens. Der Fokus liegt auf dem internationalen Markt, wodurch Produkte und Dienstleistungen nicht nur national, sondern auch auf Auslandsmärkten oder gar weltweit angeboten werden können. mehr lesen 
Prozessbeginn am Samstag  Kairo - Im Machtkampf zwischen Journalisten-Gewerkschaft und Behörden in Ägypten werden ... mehr lesen  
Die Journalisten liegen seit dem 1. Mai im Streit mit den Behörden. (Symbolbild)
«NZZ am Sonntag»: Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels wird ohne Spitzenvertreter der EU über die Bühne gehen.
Zuwanderung, Gefängnisausbruch, Gotthard  Bern - Bedingungen zur Umsetzung der SVP-Zuwanderungsinitiative, die Eröffnungsfeier des neuen ... mehr lesen  
China, Russland und acht weitere Staaten dagegen  New York - Dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) bleibt eine engere Kooperation mit der UNO verwehrt. Der zuständige UNO-Ausschuss stimmte am Donnerstag gegen eine ... mehr lesen
Der Status hätte Pressevertretern den Zugang zu allen UNO-Gebäuden erleichtert. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Startup News Der Schritt ins Ausland: So geht's! Macht der Einstieg in den Export für ein Start-up Sinn? Mit einer guten Vorbereitung, der richtigen Value Proposition und starken Geschäftspartnern heisst die ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Videos werden in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger - der User favorisiert dieses Medium.
Publinews Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und bringt den Menschen wie den Unternehmen wunderbare Möglichkeiten. Viele Tätigkeiten werden ... mehr lesen
Viele Offshore Firmen für Aktenschränke und andere Produkte haben sich in der Schweiz niedergelassen.
Publinews Im Jahr 2018 ist die Schweizer Wirtschaft kräftig gewachsen. Doch waren die guten Resultate im zweiten Halbjahr eher verhalten. Seit diesem ... mehr lesen
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht ... mehr lesen
...für Oma und Opa, Gotti und Götti sowie all die anderen lieben Menschen.
Publinews An diesen Weihnachtsgeschenken hat man das ganze Jahr lang Freude  Verstauben deine schönsten Fotos? Wir präsentieren sechs Ideen, wie du aus deinen besten Aufnahmen coole Weihnachtsgeschenke machst. mehr lesen
Jetzt bewerben bei «Die Höhle der Löwen»!
Startup News Das weltweit bekannte Erfolgsformat der Gründer-Show kommt dank TV24 2019 endlich auch in die Schweiz. mehr lesen
Die spezielle Trägermatrix erlaubt es den Tumoren, ihre natürliche 3D-Struktur zu bilden.
Startup News Erfolgreiche Unternehmer, die zu Start-up-Investoren und schliesslich selbst zum kreativen Jungunternehmer werden, gibt es nicht nur in San Francisco und in ... mehr lesen
HP Instant Ink
Startup News Nie wieder tintenlos! Dank Instant Ink haben Sie immer Tinte daheim - noch bevor sie Ihnen ausgeht. Automatisch durch den Drucker bestellt und kostenlos ... mehr lesen
Schweizer Flagge
Startup News Gründet ein Schweizer Jungunternehmer eine Tochtergesellschaft in Form einer GmbH in Deutschland stellt sich zu ... mehr lesen
Startup
Startup News Der Gründergeist und der Erfolg des Silicon Valley und auch Silicon Wadi hat viele junge Unternehmer in ganz Europa inspiriert. In Europa hat ... mehr lesen
Maurizio Lipari, Geschäftsführer und Inhaber pebe AG.
Publinews Interview  In den Siebziger Jahren gründete ein gewisser Peter Baumann in Frauenfeld ein EDV-Unternehmen. Trotz verschiedener Änderungen in der ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
24.04.2019
NEULINK Logo
24.04.2019
MINIMA Logo
24.04.2019
WING TSUN IN DIR STECKT MEHR Logo
24.04.2019
AZANZ Logo
24.04.2019
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 5°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 6°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 10°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt, Regen
Bern 3°C 20°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 8°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 6°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen stark bewölkt, Regen
Lugano 12°C 17°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, starker Regen Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten