Das Öl-Embargo der EU gegen den Iran ist in Kraft
publiziert: Sonntag, 1. Jul 2012 / 12:25 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 1. Jul 2012 / 18:40 Uhr
Der Iran habe schon neue Käufer für ihr Öl gefunden.
Der Iran habe schon neue Käufer für ihr Öl gefunden.

Teheran - Seit dem (heutigen) Sonntag ist das Öl-Embargo der EU gegen den Iran in Kraft. Die Europäer wollen damit erreichen, den Iran in den Gesprächen über dessen umstrittenes Atomprogramm zu Konzessionen zu zwingen. Der Iran jedoch demonstriert Gelassenheit und droht seinerseits.

Nutzen Sie die kostenlose Energie von der Sonne!
Helvetic Energy GmbH
Winterthurerstrasse 702
8247 Flurlingen
8 Meldungen im Zusammenhang
Am Samstag meldete sich Ölminister Rostam Ghassemi zu Wort. Sein Land habe bereits neue Käufer für sein Öl gefunden und befürchte deshalb keine negativen Auswirkungen auf sein Rohstoffgeschäft. Die EU-Sanktionen hätten "keine Auswirkung", wurde Ghassemi in iranischen Medien zitiert.

Ghassemi erklärte, der Iran habe kein Problem mit dem Rohölverkauf, weil einige Länder Ausnahmegenehmigungen von den USA erhalten hätten. Diese hatten erklärt, dass China, Indien, Japan, Malaysia, Südkorea, Singapur, Südafrika, Sri Lanka, die Türkei und Taiwan weiter iranisches Öl einführen können, wenn sie die Mengen reduzierten.

Solchen Aussagen widerspricht die Internationale Energieagentur (IEA). Gemäss der IEA sind die Öl-Exporte des Irans aufgrund der EU-Sanktionen seit Jahresbeginn bereits zurückgegangen.

Embargo nicht tatenlos hinnehmen

Der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Mahmud Bahmani, erklärte gegenüber der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag, der Iran werde das Öl-Embargo nicht tatenlos hinnehmen. Sein Land werde feindlicher Politik entgegentreten. Er fügte hinzu, der Iran verfüge über ausreichende Währungsreserven, um seine Importe decken zu können.

Die iranischen Revolutionsgarden haben zudem für diesen Montag im Rahmen eines militärischen Manövers Raketentests angekündigt. Es würden Raketen sämtlicher Reichweiten ausprobiert, sagte Luftwaffenkommandant Hadschi Sade am Sonntag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Der Iran verfügt über Raketen, die angeblich 2000 Kilometer weit bis nach Israel fliegen können.

Bereits im Januar nach dem Beschluss der EU, ein Embargo zu verhängen, hatte der Iran mit der Schliessung der Strasse von Hormus gedroht. Durch die Meerenge im Persischen Golf wird rund 20 Prozent des weltweit geförderten Rohöls transportiert.

Die USA wiederum, deren 5. Flotte in Bahrain stationiert ist, demonstrierten zusammen mit anderen westlichen Kriegsschiffen ebenfalls Präsenz im persischen Golf.

Druckversuch der Europäer

Die EU hatte das Ölembargo im Januar beschlossen, um so im Atomstreit den Druck auf Teheran zu erhöhen. Bis zum 1. Juli mussten sämtliche Lieferverträge für iranisches Öl beendet werden.

Zudem dürfen Versicherer der EU fortan iranische Öltransporte nicht mehr absichern. Die Schweiz hat sich dem Embargo nicht angeschlossen, die USA dagegen schon.

 

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese wirtschaft.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Luxemburg - Die EU-Aussenminister haben im Atomstreit mit dem Iran die Sanktionen deutlich verschärft. Dies teilte der deutsche ... mehr lesen
Guido Westerwelle teilte dies heute in Luxemburg mit. (Archivbild)
Eine Gaspipeline explodierte. (Symbolbild)
Ankara - Nach der Explosion einer Pipeline ist die Gaslieferung vom Iran in die Türkei ... mehr lesen
Bern - Der Bundesrat hat die Sanktionen gegenüber dem Iran ausgeweitet. Die Schweiz schliesst sich damit zum grossen ... mehr lesen
Der Ölhandel mit dem Iran wird nicht gestoppt aber es wurde eine Meldepflicht verhängt. (Symbolbild)
Die iranischen Öltanker werden umgeflggt.
London/Teheran - Mit der Umflaggung seiner Tanker versucht der Iran einem ... mehr lesen
Moskau - Der Iran und die sogenannte 5+1-Gruppe haben am Montag in Moskau mit neuen Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm begonnen. Bereits zu Beginn wurde klar, dass beide Seiten auf ihren Positionen beharren wollen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
London - Nach den jüngsten Hinweisen auf ein militärisches Atomprogramm im Iran hat der britische Schatzkanzler George ... mehr lesen
Finanzmetropole London.
IAEA-Chef Yukiya Amano hat sich zu dem Angebot noch nicht geäussert.
Teheran - Der Iran will sein Atomprogramm fünf Jahre lang «komplett» durch die ... mehr lesen
Istanbul - Iranische Unterhändler haben zum Auftakt der neuen Atomgespräche in Istanbul eine Aufhebung der Sanktionen ... mehr lesen
Blick auf Teheran.
Das ist wie wenn . . .
Europa die Luft anhalten würde um den Iran zu bezwingen. Da würde ich auch lachen, wenn ich Iraner wäre.
Nutzen Sie die kostenlose Energie von der Sonne!
Helvetic Energy GmbH
Winterthurerstrasse 702
8247 Flurlingen
...bis 30% Heizkosten sparen und CO2 reduzieren!
Branchenverband, Ihr kompetenter Partner für Elektro-, Energie- und Informationstechnik
Electrosuisse
Luppmenstrasse 1
8320 Fehraltorf
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
Treibstoff ist bald billiger herstellbar - zudem freuts die Umwelt.
Treibstoff ist bald billiger herstellbar - zudem freuts ...
Innovatives Verfahren verringert CO2-Ausstoss  Los Angeles - Forscher der UCLA Henry Samueli School of Engineering haben einen Weg gefunden, Methanol günstig und umweltfreundlicher als bisher in flüssigen Kraftstoff zu verwandeln. Methanol ist ein organisches Gas, das zu Treibstoff, Lösungsmitteln, Klebstoff, Farbe und Plastik weiterverarbeitet wird. 
Bundesanwaltschaft  Bern - Der Korruptionsskandal um den staatlich kontrollierten brasilianischen Ölkonzern Petrobras zieht seine Kreise in die Schweiz. Die ...  
Die Spuren führen in die Schweiz. (Symbolbild)
Korruptionsaffäre um Petrobras weitet sich aus Sao Paulo/Rio de Janeiro - Brasiliens Polizei hat im Korruptionsskandal um den staatlich kontrollierten ...
Dilma Rousseff wurde vorgeworfen, von einem Korruptionsskandal gewusst zu haben.
Schluss mit dem Public Eye Award  Nach 15 Jahren Public Eye ziehen die Erklärung von Bern und Greenpeace Schweiz ihre Schlussbilanz und zeichnen einen Konzern für dessen unternehmerisches Lebens(un)werk mit einem besonderen Schmähpreis aus. Zur Wahl stehen mit Chevron, Dow Chemical, Gazprom, Glencore, Goldman Sachs und Walmart sechs frühere Public Eye Award Gewinner - allesamt Firmen, deren unverantwortliche Geschäftspraktiken berühmt-berüchtigt sind.  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • HeinrichFrei aus Zürich 350
    UBS, Crédit Suisse, Kantonalbanken, usw. finanzieren Firmen die Atombomben fabrizieren Schlimm sind nicht nur die Devisenmanipulationen der UBS zulasten von ... Mo, 17.11.14 16:00
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Sag ich doch! " Im Juni 2002 traten die Bilateralen I in Kraft. Zuvor habe die ... So, 16.11.14 17:19
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Seht her, was andere können, das können wir schon lange! Gut haben wir so ... Fr, 14.11.14 20:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2585
    Eine... Nichtlieferung dieser Schiffe würde das Aus für die französische ... Fr, 14.11.14 10:21
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Gut so, denn Zufriedenheit immer schlecht! Nur Kritik führt zur Verbesserung der ... Di, 11.11.14 18:24
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Offene Märkte, geschlossene Demokratie Wenn Schneider-Ammann, der neoliberale Prototyp im Bundesrat, vom ... Di, 11.11.14 10:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Aber dann bitte sowohl unsere als die Gesetze der Handelspartner achten und ... Di, 11.11.14 00:33
Der 40-Plätzige Bio-Bus.
Green Investment Menschliche Exkremente treiben Bus an Bristol - In Bristol fährt der erste Bus, der ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Erneuerbare Energie
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
20.11.2014
19.11.2014
19.11.2014
Bk Beeckon CONNECTEUR D'AFFAIRES SUISSE Logo
19.11.2014
SAFESWISSCLOUD Logo
18.11.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 7°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 2°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 3°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 9°C nebelig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 7°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten