Für 2007 weitere Verbreitung drahtloser Technologien prognostiziert
Das Kabel verschwindet immer mehr
publiziert: Dienstag, 19. Dez 2006 / 08:18 Uhr

Mit welchen Trends Unternehmen künftig bei der Kommunikation in Funknetzen in den nächsten Monaten rechnen sollten, legt der WLAN-Spezialist Bluesocket Inc. in seiner aktuellen Trendprognose 2007 dar.

WLANs finden sich mittlerweile in allen Branchen und haben sich auch zu Grundsteinen für Unternehmenslösungen entwickelt.
WLANs finden sich mittlerweile in allen Branchen und haben sich auch zu Grundsteinen für Unternehmenslösungen entwickelt.
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Das Unternehmen rechnet generell mit einer weiteren Verbreitung an Technologien und Standards für die kabellose Datenübertragung via WiFi, UMTS oder WiMAX in Unternehmen. WLANs finden sich mittlerweile in allen Branchen und haben sich auch zu Grundsteinen für Unternehmenslösungen entwickelt.

Kostengünstige Alternative

Die drahtlosen Anwendungen verlangen eine ununterbrochene Verfügbarkeit, wobei WLANs künftig immer robuster, sicherer und skalierbarer werden. So wird sich etwa auch die Sprachübermittlung via WLAN zum so genannten «Secure Voice over WLAN» entwickeln. Die sichere Übertragung von Sprachdiensten über WLAN wird künftig keine Besonderheit mehr sein, sondern eine kostengünstige Alternative zum GSM-Netz darstellen.

WiFi, UMTS oder WiMAX?

Die Frage, ob sich WiFi, UMTS oder WiMAX als Standard durchsetzen wird, sieht Bluesocket folgendermassen: WiFi wurde speziell für die Nutzung in Innenräumen, auf Firmengeländen und an Hotspots entwickelt. WiMAX kommt dagegen eher im Freien und über grosse Entfernungen sowie als Alternative zu DSL und Kabelnetzen zum Einsatz. Derzeit wird der Mobilfunkstandard UMTS hauptsächlich von Netzbetreibern als Dienst angeboten, während WiMAX auch andere Mobilfunkunternehmen bereitstellen. In Gebieten mit guter UMTS-Versorgung ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass sich WiMAX in grossem Umfang durchsetzen wird. WiMAX wird sich voraussichtlich in den Gegenden als Alternative entwickeln, wo UMTS nicht zur Verfügung steht oder wo die Preise der lokalen UMTS-Anbieter wegen des Mangels an Konkurrenz noch immer sehr hoch sind.

Festnetz und Mobilfunk wachsen zusammen

Experten schätzen, dass fast 70 Prozent aller Handy-Telefonate von Geschäftsleuten von innerhalb des eigenen Firmengebäudes aus getätigt werden. Dieses hohe Aufkommen produziert enorm hohe Kosten. Hinzu kommt, dass ein Aussendienstmitarbeiter auf seinem Weg vom Auto ins Unternehmensgebäude wohl kaum sein Gespräch unterbrechen und dieses im Büro über das Festnetz fortsetzen wird. Dies wäre zwar die kostengünstigere Variante, aber auch die aufwändigere. Deshalb sieht Bluesocket einen hohen Bedarf an der so genannten «Fixed to Mobile Convergence»-Technologie (FMC), mit der Mobiltelefone nahtlos zwischen dem mobilen GSM-Netz eines Betreibers und dem WLAN eines Unternehmens und zurück wechseln können. Auch in diesem Bereich prognostiziert Bluesocket ein deutliches Marktwachstum in den nächsten Monaten.

Geringere Telefonkosten

Die meisten Netzbetreiber bieten sowohl mobile als auch Festnetzgespräche an und suchen nach Wegen, ihre Dienste auch auf die Büros von Firmenkunden auszudehnen. Dabei nutzen Netzbetreiber bislang kaum Technologien wie PBX (Private Branch Exchange), Router oder Switches, die in Unternehmen oftmals zum Einsatz kommen. Mittels FMC könnten sie ihre Dienste nun auf die Büros ihrer Kunden ausweiten, indem sie ein FMC-fähiges, für Secure Voice geeignetes WLAN und ein in vielen Fällen im Büro schon vorhandenes IP-PBX nutzen. Funktionen wie die Anzeige des Firmentelefonbuches auf dem Bildschirm des Mobiltelefons machen die Angebote der Mobilanbieter für die Kunden attraktiver. Für die Unternehmen bedeutet dies geringere Kosten, da sie nicht länger in grosse Mengen teurer Festnetztelefone investieren müssen. Mobiltelefone, die mit FMC-fähigen Netzwerken verbunden sind, tragen ebenfalls zu geringeren Telefonkosten bei.

Neuer Standard in Sicht

Eine wichtige Entwicklung des IEEE-Standardisation Committee ist der WLAN-Standard 802.11n, dessen Ratifizierung für Anfang 2008 angestrebt ist. Diese neue Norm wird kabelähnliche Leistungen von 250 bis 600 MB/s ermöglichen und erstmals gleichzeitig die lizenzfreien 2,4 GHz- und 5 GHz-Bänder bedienen.

Fallbeispiel

Bluesocket hat den ersten drahtlosen Access Point der Enterprise-Klasse mit Multiple Input/Multiple Output (MIMO) auf den Markt gebracht. Er bietet im Vergleich zu normalen Access Points mit 802.11a/b/g-Standards eine Steigerung der Reichweite und Leistung um 50 Prozent. Diese grössere Reichweite führt zu weniger Netzübergängen und zu einer verbesserten Leistung der WLANs am Rand von Gebäuden. Sein innovativer, modularer Aufbau erlaubt es Endnutzern, ihre Funkkarten auf 802.11n umzurüsten, wenn der Standard formal beschlossen ist. Dementsprechend können Unternehmen den MIMO Access Point bereits heute einführen: Ausgedehnte Änderungen am Netzwerk werden ebenso wenig nötig sein wie der Austausch früherer MIMO Access Points.

(ss)

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