Dacuda: Der HSG Gründer des Jahres im Interview
publiziert: Donnerstag, 24. Mrz 2011 / 20:04 Uhr
Der erste HSG Gründer des Jahres: Alexander Ilic, Mitgründer und CEO von Dacuda (2.v.l.)
Der erste HSG Gründer des Jahres: Alexander Ilic, Mitgründer und CEO von Dacuda (2.v.l.)

Im letzten Jahr der Schweizer Innovationspreis, im neuen der HSG Gründer des Jahres: Alexander Ilic wurde mit seinem Startup Dacuda mit einem weiteren Preis ausgezeichnet. Er setzte sich zum Abschluss der rund vierwöchigen «HSG Gründergarage» gegen die Konkurrenz durch. Der venturlab-Alumni und Teilnehmer von venture kick fiebert nun dem nächsten Highlight entgegen: Bald soll seine Scannermaus zum ersten Mal weltweit verkauft werden.

Weiterführende Links zur Meldung:

YouTube Video zur Scannermaus
vorgestellt auf der CES 2011
dacuda_CES2011.ch

YouTube Video zur Scannermaus von LG
vorgestellt auf der CeBIT 2011
dacuda_CeBIT2011.ch

mehr über Dacuda
Homepage des Jungunternehmens
dacuda.ch

mehr über das Projekt African Solar Rise
Hompeage der Organisation
african-solar-rise.org

mehr über venture leaders
die Schweizer Startup-Nationalmannschaft in Boston
venture-leaders.ch

mehr über venture kick
130'000 Franken für High-Tech-Startups aus dem Hochschulumfeld
venturekick.ch

Dr. Alexander Ilic von Dacuda ist der erste Preisträger des HSG-Gründerpreises. Er setzte sich in dem Wettbewerb gegen 28 andere Bewerber durch. Unter den Nominierten waren das Stadtkarten-Projekt «A la Carte Maps», die Social-Entrepreneur-Idee «Hub Zürich», sowie das Universitäts-Projekt www.bookrecycling.ch. Mit dem vorausgegangen Programm der Gründergarage hat die Universität St. Gallen rund um das Thema Entrepreneurship informiert, aber auch aktiviert. In Anlehnung an die berühmten Garagengründer präsentierten sich über 50 Projekte und Startups, darunter auch Förderinitiativen wie venturelab oder venture kick. venture kick zählte zudem auch als Sponsor des mit 10'000 Franken dotierten Gründerpreises.

Zwei weitere Preise verliehen

Neben dem Gründer des Jahres wurden auch zwei weitere Preise vergeben. Für den Social Entrepreneur Award wurde das spendenbasierte Projekt African Solar Rise ausgezeichnet, welches sich zum Ziel gesetzt hat Solartechnologien in Afrika zu fördern. Das nachhaltige Wirtschaftsmodell, das von sieben HSG-Studenten und sieben weiteren externen Studenten im letzten Sommer entwickelt will damit die Entwicklungshilfe revolutionieren und betreibt nun Fundraising, um das erste Solar-Hybrid-Kraftwerk zu finanzieren. Ein weiterer Gewinner ist der frühere Kriminaltechniker Thomas Stadelmann, der bei der Kantonspolizei Schwyz gearbeitet hat. Er hat ein System für die automatische Schuhspurensicherung entwickelt. Nun darf er kostenfrei sein eigenes Startup gründen. Weitere Informationen über die Idee des zukünftigen Jungunternehmers, der an der HSG den Masterstudiengang in Informations-, Medien- und Technologiemanagement absolviert, gibt es hier in einem PDF.

Dacuda: Viel Marktpotenzial mit grossem Innovations-Charakter

Der Höhepunkt des Abends bildete aber die Verleihung des «HSG Gründer des Jahres». Unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Grichnik entschied sich die fünfköpfige Fachjury für das venturelab-Startup Dacuda und ihr Digitalisierungstechnik, die eine Computermaus gleichzeitig auch zum Scanner macht. Mit der innovativen Kombi-Lösungen können in Zukunft ganz einfach und kosteneffizient Texte, Tabellen und Bilder erfasst kann. In der Begründung der Jury wurde vor allem der hohe Innovations-Charakter des von Ilic vermarkteten Produkts hervorgehoben, das nun bald in den Handel kommen wird: «Die Geschäftsidee des diesjährigen Preisträgers beruht auf der Neuentwicklung einer komplexen, weltweit führenden und geschützten Technologie und besticht dadurch nicht nur durch ihren sehr hohen Innovationsgrad, sondern insbesondere durch das inhärente Marktpotenzial.» Wir haben den Gründer und CEO von Dacuda um ein paar Antworten gebeten.

«Herzlichen Glückwunsch Alexander - der Preis ist ein gutes Vorzeichen für die baldige Markteinführung Eurer ´Supermaus´. Wächst bereits die Anspannung?»

Alexander Ilic: «Vielen Dank! Über den Preis habe ich mich natürlich sehr gefreut und das Timing ist perfekt. Seit Anfang dieses Jahres dürfen wir nun offiziell über unseren ersten Grosskunden sprechen und wir blicken erwartungsvoll auf den globalen Marktlaunch Mitte 2011. Mit LG haben wir einen richtigen Giganten der Elektronikbranche für uns gewinnen können und es freut uns sehr, dass LG gleich eine komplette Produktfamilie auf Basis unserer Technologie herausbringen will. Wir können es kaum erwarten die ersten Produkte im Laden zu sehen. Das wird sicherlich ein tolles Gefühl.»

«War für Euch die internationale Ausrichtung von Beginn an vorgesehen?»

Alexander Ilic: «Es war für uns von Anfang an klar, dass wir einen globalen Ansatz wählen müssen. Wir haben viele der Top 30 Elektronikfirmen weltweit persönlich besucht und die Resonanz auf unsere Technologie war beeindruckend. Letztendlich mussten wir uns aber für einen Launchpartner entscheiden. Mit LG haben wir einen Partner, der um ein vielfaches grösser ist als z.B. Logitech. Unsere initialen Erwartungen konnten wir somit deutlich übertreffen. Spannend ist für uns neben der globalen Marktpräsenz von LG natürlich auch die Produktvielfalt wie z.B. Laptops, Smart-TVs, Handys und Tablets.»

«Wie lang hat es gebraucht, um mit Eurem Produkt an den Start geht? Was war die grösste Herausforderung?»

Alexander Ilic: «Unser Produkt ist ja im Wesentlichen Software die aus einer Vielzahl von Einzelbildern ein perfektes Gesamtbild in Echtzeit und Druckqualität zusammensetzen kann. Die Hardwareseite ist bewusst simpel gehalten. Im Falle der Maus ist dies einfach eine normale Computermaus mit eingebauter Kamera.Die Komplexität entsteht vor allem durch die Bewegungsfreiheit und Flexibilität des Benutzers. Dacuda ist weltweit die erste Firma, die eine scannende Computermaus überhaupt erst möglich gemacht hat. Es war von Anfang an die grösste Herausforderung und auch unser Anspruch, dass man in beliebigen Wischbewegungen beliebig grosse und kleine Formate scannen kann. Der Benutzer sieht jederzeit in Echtzeit das Ergebnis und kann somit die gewünschten Flächen «freiwischen». Damit wird Scannen kinderleicht. Inhalte wie Texte oder Tabellen können sofort in Word oder Excel editiert werden oder über bekannte soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co verfügbar gemacht werden.Wir sind seit 2008 unterwegs und haben uns zunächst auf die technische Machbarkeit konzentriert. Ende 2008 hatten wir die erste Version unserer Software fertiggestellt und konnten diese zusammen mit einer Holzkiste (Webcam mit verbundener Maus) demonstrieren. Hier konnten wir zum ersten Mal beweisen, dass unser Ansatz so wie wir uns das vorgestellt haben tatsächlich umsetzbar ist.»

«Dacuda ist ein hervorragendes Beispiel, wie venturelab nicht nur als Startup-Training, sondern auch als Kontakt- und Gründerbörse zum Einsatz kommt. Vier der damaligen fünf Teammitglieder bei venture challenge 2007 sind heute ja immer noch an Bord.»

Alexander Ilic: «Hier hatten wir tatsächlich grosses Glück. Die Chemie hat von Anfang an gestimmt und wir haben uns super ergänzt. Jeder der vier Gründer hat einen anderen Hintergrund. Letztendlich ist die Interdisziplinarität und das Team auch unser Erfolgsrezept.»

«Schweisst diese Zusammenstellung erst recht zusammen, wenn man von Anfang an durch die Höhen und Tiefen der Unternehmensgründung geht? Ist man als Startup sogar stärker, wenn man untereinander befreundet ist?»

Alexander Ilic: «Zwei unserer Gründungsmitglieder kannten sich schon vor venture challenge. Dies hat sicherlich geholfen um einen Kern zu haben. Durch die gemeinsame Arbeit am Projekt sind wir alle recht schnell zusammengewachsen und auch privat gut befreundet. Als Team können wir deshalb recht stark auftreten und somit auch vielfältige Herausforderungen unkompliziert lösen.»

«Bei venture kick hat es vor drei Jahren nicht ganz zum Sieg gereicht - was habt Ihr daraus lernen können?»

Alexander Ilic: «Wir nahmen leider zu früh an venture kick teil. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir den technischen Proof of Concept noch nicht erbracht (Mitte 2008). Es gab daher einige Mitglieder in der Jury die nicht überzeugt genug waren, dass wir als junges Team ein seit über 25 Jahren ungelöstes Problem als weltweit Erste tatsächlich lösen und massentauglich machen können. Diesen Beweis haben wir mittlerweile erbringen können und unseren Ansatz auch über verschiedene Patente abgesichert.»

«Du warst als Gewinner von venture leaders als Teil der Schweizer Startup-Nationalmannschaft auch in Boston. Was hat es Dir gebracht?»

Alexander Ilic: «Dies war eine tolle Erfahrung. Vor allem im gegenseitigen Austausch mit den andern venture leaders und durch den «Pitching-Drill» hat man sehr viel gelernt. Das Training vor Ort war sehr gut und ich konnte auch einige spannende Tipps aus der Startup-Welt in den USA mitnehmen.»

«Wo und wie habt Ihr Eure Investoren gefunden?»

Alexander Ilic: «Wir konnten unsere Investoren über das persönliche Netzwerk finden.»

«Die Jury des Schweizer Innovationspreis im letzten Jahr prophezeite, dass Eure Erfindung bald zur Standardausrüstung von Computermäusen gehören könnte. Welches praktische Beispiel kannst Du nennen, warum Du selbst nie mehr auf die Maus verzichten möchtest?»

Alexander Ilic: «Ich persönlich bin sehr begeistert von der Excelintegration. Tabellen scannen und Zahlen sofort editieren können spart viel Zeit. Es gibt aber auch immer wieder verrückte Anwendungsfälle auf die man mit der Zeit kommt. So habe ich z.B. im Hotel in Taiwan das Bedienfeld der Klimaanlage gescannt um mir den chinesischen Text darauf sofort übersetzen zu lassen.»

«Gibt's schon einen Termin für die Markteinführung?»

Alexander Ilic: «LG will das erste Produkt, die LG LSM-100 Scanner Mouse Mitte 2011 auf den Markt bringen. Videos von der Produktankündigung auf der grössten Consumer Electronics Show findet man z.B. auf Youtube.»

«Dann stellen wir gleich einmal die Links dafür zur Verfügung. Vielen Dank Alexander und viel Erfolg Euch bei der baldigen Markteinführung!»

(th/venturelab)

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