Verkauf von Luxusgütern und Uhren-Eigenmarken
DKSH stösst Produktion ab
publiziert: Montag, 13. Jul 2015 / 10:05 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Jul 2015 / 13:04 Uhr
DKSH wird sich nun auf das Kerngeschäft als Marktexpansionsdienstleister sowie auch auf das Geschäft mit Luxus- und Lifestyle-Produkten konzentrieren.
DKSH wird sich nun auf das Kerngeschäft als Marktexpansionsdienstleister sowie auch auf das Geschäft mit Luxus- und Lifestyle-Produkten konzentrieren.

Zürich - Trotz wirtschaftlicher Abkühlung in China und anderen Ländern läuft das Kerngeschäft von DKSH mit Dienstleistungen für die Expansion in Asien solide. Die Produktion von Uhren und weiteren Luxusgütern will der Zürcher Konzern aber abstossen.

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Dies betrifft insbesondere die Uhrenmanufaktur Maurice Lacroix mit Sitz in Saignelégier JU. DKSH-Chef Jörg Wolle versicherte den knapp 200 Angestellten von Maurice Lacroix am Montag, es werde keine Massenentlassung geben. Das Geschäft werde "normal weitergeführt, wir schauen uns einfach nach einem neuen Eigentümer um".

DKSH hält seit 2008 die Vertriebsrechte von Maurice Lacroix in Asien und übernahm 2011 die Mehrheit an der jurassischen Uhrenmarke. Zudem wurde eine Gesellschaft mit der Freiburger Zino Davidoff gegründet für die Vermarktung und den Vertrieb von deren Luxusuhren, Lederwaren und Accessoires in Asien. Diese Kooperation wird nun aufgelöst, wie Wolle in einer Telefonkonferenz ausführte.

Auch die Bieler Uhrenmarke Glycine soll einen neuen Besitzer erhalten. Zu Umsätzen und Preisvorstellungen für die zum Verkauf stehenden Firmen wollte sich Wolle nicht äussern. Er zeigte sich aber zuversichtlich, sei DKSH doch schon in den letzten Jahren verschiedentlich darauf angesprochen worden.

Gründe für die Trennung seien die kontinuierlich schwächere Nachfrage im Luxusgütergeschäft in Asien (insbesondere in China, Hongkong und Thailand), die anhaltende Branchenkonsolidierung und der starke Franken. Nach Jahren mit überdurchschnittlicher Profitabilität führten diese Effekte im ersten Semester 2015 im Luxusgütergeschäft zu einem Verlust von rund 10 Millionen Franken.

Keine Mittellösung

Es habe nur die Möglichkeit gegeben, voll einzusteigen und nochmals kräftig zu investieren oder eben auszusteigen, sagte Wolle. Weil eine Mittellösung nicht befriedigt hätte, trennt sich DKSH von den Aktivitäten und konzentriert sich auf das Kerngeschäft als Marktexpansionsdienstleister mit Schwergewicht Asien.

DKSH werde weiterhin auch anderen Luxusgüterfirmen in Marketing, Vertrieb und Kundendienst zur Seiten stehen, betonte Wolle. Der Ausstieg aus der Luxusgüter-Produktion sei eingeleitet worden und solle bis Ende 2015 weitestgehend abgeschlossen sein.

Dazu wurde im Halbjahr ein Abschreiber von 59,4 Millionen Franken vorgenommen. Dieser konnte mit dem Gewinn aus der im März bekannt gegebenen Veräusserung von zwei Pharmaprodukten an China Medical System (CMS) aber nahezu ausgeglichen werden. Diese Transaktion wurde auf 60,4 Millionen Franken beziffert.

Prognose bestätigt

DKSH hält daher an den Prognosen fest. Wolle stellte für 2015 ein Wachstum im Rahmen der Mittelfristziele in Aussicht, also 8 Prozent mehr Umsatz und einen um 10 Prozent höheren Betriebsgewinn (EBIT). Trotzdem notierte die DKSH-Aktie gegen Mittag einen Kursverlust von 4,8 Prozent.

Denn Analysten hatten im Halbjahr mit leicht mehr Umsatz und EBIT gerechnet: Der Umsatz weitete sich um 7,6 Prozent auf 4,97 Milliarden Franken aus. DKSH profitierte von Währungsgewinnen, zu konstanten Wechselkursen hätte das Plus nur 5,6 Prozent betragen. Das organische Wachstum betrug 5,0 Prozent.

Das Unternehmen mit rund 750 Niederlassungen - 720 davon in Asien - und 27'837 Angestellten erzielte einen EBIT von 139,5 Millionen Franken. Das sind 6,2 Prozent mehr als im ersten Semester 2014. Unter dem Strich kletterte der Gewinn zweistellig, nämlich um 15,5 Prozent auf 105,9 Millionen Franken.

Das Geschäft mit Luxusgütern und Uhren-Eigenmarken belastete aber die Konsumgütersparte. Hier brach der EBIT um 26,9 Prozent ein. Besser lief es dagegen insbesondere in der grössten Geschäftseinheit Healthcare, steigt doch die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten wegen der wachsenden Mittelschicht in Asien.

(bert/sda)

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